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Gut besuchte Bürgerinformationsversammlung zur Standortfrage

Die Bürgerversammlung war gut besucht! Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph

„Ich heiße Sie sehr herzlich willkommen zu unserer Bürgerinformationsversammlung, die sich mit dem für unsere Stadt sehr wichtigen Thema des künftigen Standortes der Zentralisierten Verwaltung auseinandersetzt. Es ist ein gutes Zeichen, dass so viele Bürgerinnen und Bürger den Weg heute hierher gefunden haben. Es geht um eine der wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft unserer Stadt.“ Mit diesen Worten begrüßte Schwelms Bürgermeisterin Gabriele Grollmann gestern Abend rund 180 Bürgerinnen und Bürger zur Bürgerversammlung in der Gustav-Heinemann-Schule.

Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten an diesem Abend die Gelegenheit, Fragen zu den beiden in Rede stehenden Standortvarianten zu stellen. Bekanntlich soll die Entscheidung zwischen dem Umbau der Gustav-Heinemann-Schule und einem Neubau in der Innenstadt (Moltkestraße) fallen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung stellten mündlich und anhand einer Powerpointpräsentation zunächst dar, wie sich das Thema einer zentralisierten Verwaltung entwickelt hat, erläuterten die Begriffe Zentralität und Erreichbarkeit, trugen Informationen zu Kosten und Finanzierung vor und sprachen über die Entwicklung der Schullandschaft in Schwelm.

Die Bürgermeisterin: „Der Plan, die Verwaltung zu zentralisieren, ist nicht neu, hat aber unter den enormen Finanznöten, die uns als Stadt quälen, neu Fahrt aufgenommen. Im Grunde geht es um eine Zusammenführung von mehreren Verwaltungsstandorten, die man auf die Formel bringen kann: ,Aus 5 mach 1!‘ Das heißt, die beiden Verwaltungsgebäude in der Moltkestraße 24 und 26 sowie das Rathaus in der Hauptstraße 14 werden in einem Gebäude zusammengeführt. Unter dasselbe Dach schlüpfen auch die Stadtbücherei und unsere Musikschule plus Volkshochschule“.

Gabriele Grollmann führte weiter aus, dass es purer Luxus wäre, alle Gebäude weiterzuführen. „Wir müssen uns so schnell wie möglich von den abgewirtschafteten Gebäuden trennen, deren Kosten uns seit Jahren über den Kopf wachsen. Tun wir es nicht, werden wir noch schneller ärmer, als wir es ohnehin schon sind“.

Die Bezirksregierung hat der Stadt aufgegeben, das Haushaltsdefizit schnell und zügig zu mindern. Die Zentralisierung der Verwaltung ist wesentlicher Bestandteil der Konsolidierungsmaßnahmen im Haushaltssanierungsplan. Am 26. Januar 2016 muss der Haushalt eingebracht werden. Die Standortfrage wird nun am 18. Januar 2016 im Ältestenrat, am 21. Januar in der Sitzung des Hauptausschusses und abschließend am 26. Januar in der Sitzung des Stadtrates beraten.

Schwelm, den 18. Dezember 2015