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Das Rittergut Haus Martfeld

Das Rittergut von Haus Martfeld, am östlichen Rand der Stadt Schwelm gelegen, ist aus einer mittelalterlichen kleinen Wasserburg hervorgegangen.

Das als Kleinfestung erbaute „Feste Haus“ war in seinem Ursprung ein militärischer Kontrollpunkt und Offenhaus des Landes- und Lehnsherrn. Erste urkundliche Erwähnungen sowie archäologische Befunde und Funde datieren die älteste Anlage ins 14. Jh. Nach archäologischen Erkenntnissen befand sich etwa 80 m östlich der heutigen Anlage auf dem Hügel vor der neugotischen Kapelle eine Vorgängeranlage in Form einer Turmburg auf einem künstlichen Erdhügel, einer sogenannte Motte.

Seit 1962 dient das Haus der Unterbringung des regional- und stadtgeschichtlichen Museums, dessen bedeutende Bestände seit 1985 in einer über mehrere Stockwerke reichenden Schausammlung im Mittel- und Südflügel präsentiert werden. Das ebenfalls im Südflügel untergebrachte Stadtarchiv verfügt über einen reichen Fundus an Bibliotheks- und Aktenbeständen zur Stadt- und Regionalgeschichte.

Zum umfangreichen Veranstaltungsprogramm von Haus Martfeld gehören Wechselausstellungen und Sonderveranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Vorträge, Seminare, Märkte und Trauungen. Nach mehrjähriger Restaurierung wurde im Sommer 2002 der Nordflügel des Hauses mit Museumscafé und Tagungsraum neu eröffnet.

Inmitten eines Parks als beliebter Freizeitanlage mit Spiel- und Sportplätzen und Spazierwegen gelegen, bietet Haus Martfeld als kulturelle Begegnungsstätte zusammen mit der neuen Gastronomie und der nahe gelegenen ehemaligen Kapelle der Freifrau Friederike von Elverfeldt (erbaut 1860 durch Vincenz Statz) vielfältigste Nutzungsmöglichkeiten in einem breiten Rahmenspektrum.