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15.03.2010

„Schwelm- Martfeld –Engelbert I.“ und die „Verlorene und wiedergefundene Heimat“

Doppeleröffnung von Ausstellungen im Schloss Martfeld

Am Freitag, dem 19. März, werden im Schloss Martfeld um 19 Uhr gleich zwei Ausstellungen eröffnet. Bürgermeister Jochen Stobbe begrüßt die Besucher zu diesem Doppel-Ereignis am Vorabend der Local-Heroes-Woche sehr herzlich. Museums- und Stadtarchivleiterin Cornelia Hackler spricht einführende Worte.

Unter dem Titel „Schwelm – Martfeld – Engelbert I.“ präsentiert das Museum Haus Martfeld bis zum 9. Mai eine Sonderausstellung, die sich mit den politischen Geschehnissen und historischen Entwicklungen in Deutschland, in der Region und im Schwelmer Raum während des Hochmittelalters befasst.

Ein herausragendes Fanal dieser Epoche war die Tötung des Erzbischofs von Köln, Engelbert I. von Berg, am 7. November 1225. Diese bis heute sehr kontrovers diskutierte Tat ereignete sich vor brisantem politischem Hintergrund im Heerweg am Gevelsberg im zuständigen Gogericht und Kirchspiel Schwelm. Haus Martfeld als Wasserburg und Rittersitz und die vorstädtische, kurkölnische Zentralsiedlung Schwelm reihen sich mit unmittelbarem Bezug in diese historischen Zusammenhänge ein. Das Museum Haus Martfeld ist Kooperationspartner der Ausstellung „AufRuhr 1225 !“ des Westfälischen Museums für Archäologie in Herne.

Gleichzeitig eröffnet das Museum Haus Martfeld am kommenden Freitag um 19 Uhr die Dauerausstellung „Verlorene und wiedergefundene Heimat“, die das Museum, das Stadtarchiv und die Schwelmer Landsmannschaften Ostseestrand und Schlesien gemeinsam gestalten. Sie will über die Geschichte der ehemals deutschen Ostgebiete, über Flucht und Vertreibung bis zum Neuanfang und die Auswirkungen auf die jüngere stadtgeschichtliche Entwicklung Schwelms informieren. Im Rahmen der musealen Dauerausstellung sind neun große Informationstafeln und vier Ausstellungsvitrinen dauerhaft im Erdgeschoss des Museums untergebracht. Denn am Ende einer jeden geschichtlichen Epoche steht die Erinnerung, zu ihrem Erhalt als kulturellem Bestandteil und zur Identifikation einer Gesellschaft dient die Erinnerungskultur, die ihren Platz im Museum findet.

Öffnungszeiten: Samstag, den 20. März, von 10 bis 13 Uhr; vom 21. bis einschließlich 28. März von 11 bis 18 Uhr. Danach mittwochs, freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Ostermontag von 14 bis 18 Uhr, sonst feiertags geschlossen. Der Eintritt beider Ausstellungen ist kostenfrei.

Schwelm, den 15. März 2010

 

Von: Cornelia Hackler