Zweite Matinée am Sonntag war wieder ein voller Erfolg

Die von der Bürgermeisterin Gabriele Grollmann ins Leben gerufene vierteljährliche Veranstaltung „Matinée am Sonntag“ war wieder ein voller Erfolg. Die Idee ist,  interessierten Bürgern in kurzen Vorträgen zu heimatkundlichen Themen ein Forum zu bieten. Wieder deckte das Programm völlig unterschiedliche Themen ab, so dass für jeden etwas dabei war.

Zunächst richtete die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Sartor die Grüße von Frau Grollmann aus und stellte das Programm vor. Dr. Klaus Koch berichtete kurz über den erfolgreich angelaufenen Einsatz der Ehrenamtlichen im Stadtarchiv, zu dem sich Interessierte gerne bei Herrn Tolksdorf oder Frau Greif melden können um mitzumachen.

Ein paar bisher nicht veröffentlichte schöne alte Bilder von Haus Martfeld zeigten, welche alten Schätze aus Kellern und Haushaltauflösungen auftauchen, die nahezu täglich neu in der Facebook-Gruppe Heimatkunde Schwelm vorgestellt und diskutiert werden. Dieses Material und eine große Anzahl von öffentlich verfügbaren Dokumenten aus Archiven werden bekanntlich auf der von Dr. Klaus Koch  in Kooperation mit der Stadt betriebenen privaten Web-Seite Heimatkunde-Schwelm.de zusammengeführt und bilden damit eine umfangreiche Dokumentation der Schwelmer Heimatkunde ab.

Die Vorträge begannen bei der Genealogie in Schwelm, zu der die Web-Seite Heimatkunde-Schwelm.de umfangreiches Material bereitstellt. Armin Nickel stellte lebendig das Thema Schwelmer Familien vor, aber so richtig Leben bekommt das Thema erst auf dem Papier. Die Besucher konnten dazu einen Original Stammbaum der Familie Springorum von 8 Metern Länge aus dem Jahre 1900 bestaunen. Alteingesessene Schwelmer Familien waren auf einem weiteren Plan dargestellt, der klein geschrieben immerhin noch 6 Meter lang war.

Exemplarisch lagen zudem einige Adressbücher aus von 1764, 1810, 1907, 1910, 1934 und 1966, die alle auf der Web-Seite Heimatkunde-Schwelm.de für eigene Recherchen heruntergeladen werden können.

Klaus Schröter erläuterte, wie in Kriegszeiten aus exotischen Werkstoffen Gewichte für Waagen gefertigt wurden und stellte dazu seine private große Sammlung aus den kriegsbedingten Notzeiten des 20. Jahrhunderts vor.

Unter dem Thema „Kaffee drenken mett allm dröm un dran“ führte Dr. Bärbel Jäger die am Thema Bergische Kaffeetafel Interessierten durch das Museum im Haus Martfeld.

Dr. Robert Seckelmann stellte schließlich Auszüge aus seinem Buch „Schwelm-Mitte, 1600-heute“ vor. Spannend führten viele Karten und Bilder durch mehrere Jahrhunderte. Da die erste Auflage des Buches vor Weihnachten schnell vergriffen war, müssen die, die es im Detail wissen wollen, auf die zweite Auflage warten, die nachgedruckt wird. Dazu nehmen die Buchhandlungen Kamp und Köndgen ab sofort wieder Bestellungen an.

Da die Idee der Matinée ist, eher kurze Vorträge vorzustellen, ist geplant, den Vortrag kurzfristig in einem größeren Zeitrahmen zu wiederholen.

Auf den Punkt gebracht: Es war wieder eine gelungene Veranstaltung. Für die nächsten Termine am 7.5.17, 6.8.17 und 5.11.17 gibt es jetzt schon viele Ideen. Wer Interesse hat, selber ein heimatkundliches Thema, vorzutragen, sollte sich melden unter Kontakt(at)HeimatkundeSchwelm.de.

(Ein Bericht von Dr. Kaus Koch)

Schwelm, den 6. Februar 2017

 

 

Schwelms stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Sartor begrüßte die Besucher/innen und stellte die Vortragenden vor.
Armin Nickel sprach über Schwelmer Familienforschung.
Antje Springorum (l.) am 8m Stammbaum ihrer Familie.
Klaus Schröter stellte seine Sammlung der Gewichte aus den kriegsbedingten Notzeiten des 20. Jahrhunderts vor.
Dr. Robert Seckelmann beim Vortrag über sein Buch "Schwelm-Mitte von 1600 bis heute". Fotos: Frau Koch