Berühmte Schwelmer

Einige Schwelmer Bürger sind durch außerordentliche Leistungen in Politik, Kirche, Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft über die Grenzen von Stadt, Land und Staat hinaus bekannt und berühmt geworden.

Friedrich Christoph Müller (1751 -1808)

Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schwelm. Müller arbeitete neben dem Brotberuf als Astronom, Mathematiker und Kartograph. Er verfügte über Kenntnisse der Geschichte, Physik und Befestigungslehre. Der universal gebildete Wissenschaftler korrespondierte in mehreren Sprachen mit Gelehrten im In- und Ausland und wurde aufgrund seiner Leistungen zum auswärtigen Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften ernannt. Müller, ein Mann der Aufklärung, legte 1775 eine erste, erstaunlich genaue amtliche Karte der Grafschaft Mark vor. 1789 veröffentlichte er mit der „Choragraphie von Schwelm“ eine erste Beschreibung von Stadt und Land. Eine seiner dem praktischen Leben geschuldeten Erfindungen ist ein Sparofen, der im Museum Haus Martfeld präsentiert wird. An die Ausnahmepersönlichkeit Friedrich Christoph Müller erinnern heute eine Grabstele im Martfeld-Park und eine Straße im Westen der Stadt.

Dr. Fritz Helling (1888-1973)

Fritz Helling war freiwilliger Teilnehmer des 1. Weltkriegs, der für ihn zu einem Wandel seiner Weltanschauung führte. Schon früh warnte der Schwelmer vor dem heraufziehenden Nationalsozialismus und wurde dadurch zu einem verfolgten Gegner des NS-Regimes. Er erhielt Berufsverbot und kam vorübergehend in Haft. Von 1945-51 war er Direktor des Märkischen Gymnasiums Schwelm. Der Reformpädagoge war Wegbereiter einer Demokratisierung des Schulunterrichtes und Gründer und Leiter des „Schwelmer Kreises“.

Sein Interesse an einem sozialistischen Bildungssystem machte ihn in den 50er bis 70er Jahren zu Unrecht zu einer umstrittenen Person der Zeitgeschichte. Heute wird intensiv über Fritz Helling und seine Ideen für eine bessere, am Menschen ausgerichtete Schule, geforscht. Seine frühere Wirkungsstätte, das Märkische Gymnasium Schwelm, erinnert u.a. mit Informationstafeln an den heute auch international gefragten Schulreformer.

Dr. Dr. Gustav Heinemann (23. Juli 1899 – 7. Juli 1976)

Gustav Walter Heinemann wurde am 23. Juli 1899 in Schwelm geboren. Er promovierte zum Dr. rer. pol. und zum Dr. jur. und arbeitete von 1929 bis 1949 als Justitiar der Rheinischen Stahlwerke Essen.

Von 1946 bis 1949 war er Oberbürgermeister von Essen und von 1949 bis 1950 Bundesminister des Innern. Von 1966 bis 1969 war er Justizminister. Am 5. März 1969 wurde Dr. Dr. Gustav Heinemann in Berlin mit 512 Stimmen zum Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland und damit zum westdeutschen Staatsoberhaupt gewählt. Seine Amtszeit dauerte vom 1. Juli 1969 bis zum 30. Juni 1974.

Gustav Heinemann zählte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Mitbegründern der CDU, gründete später die Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP) und trat 1957 der SPD bei. Er unterstützte die neue Ostpolitik der sozial-liberalen Koalition und galt in der Bevölkerung als Bürgerpräsident. Als eines seiner wichtigsten Anliegen bezeichnete er die Überwindung des Untertanengeistes und die Erziehung der Deutschen zu mündigen Menschen mit bürgerlichem Handeln und Verhalten, damit sie sich aktiv für die freiheitliche Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit und soziale Gerechtigkeit einsetzen.

In einem Interview sagte er, er wolle lieber ein „Bundespräsident“ sein als ein „Staatspräsident“. Er führte die Tradition ein, zu Neujahrsempfängen auch einfache Bürger einzuladen. Außenpolitisch lagen ihm die Aussöhnung mit den europäischen Nachbarländern und die Förderung des Friedens in Europa am Herzen.

Gustav Heinemann war mehrmals zu Gast in seiner Geburtsstadt, z.B. 1968, als er auch das Heimatfest besuchte; vor allem der Festumzug fand seinen besonderen Beifall. Im September 1969 verlieh ihm die Stadt Schwelm „für seine Treue und Anhänglichkeit an seine Geburtsstadt und sein verdienstvolles politisches Wirken“ die Ehrenbürgerwürde. Die DACHO zeichnete ihn als Ehrennachbar aus. Da Heinemanns Geburtshaus im Bereich der Nachbarschaft „Zur Alten Post“ lag, lud der Bundespräsident 1970 „seine“ Nachbarschaft in die damalige Bundeshauptstadt Bonn ein. An seinem Dienstsitz in der Villa Hammerschmidt soll er die Schwelmer Gäste mit den Worten „Na, da ist ja die „Alte Post“ begrüßt haben.

An seinem Geburtshaus in der heutigen Hauptstraße 86 hat der Ennepe-Ruhr-Kreis 1992 eine Gedenktafel zur Erinnerung an Gustav Heinemann enthüllt. In Schwelm hatte sich die frühere Hauptschule nach ihm benannt. Im Ratssaal des Rathauses gehört sein Porträt zur Fotogalerie der Bundespräsidenten. Vor kurzem hat der Rat der Stadt eine Straße des Baugebietes Bahnhof Loh nach dem berühmten Sohn der Stadt benannt.

Dr. Dr. Gustav Heinemann starb am 7. Juli 1976 in Essen.

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Werner Albring (1914-2007)

Werner Albring war Wegbereiter der Strömungsmechanik. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Abteilungsleiter für Aerodynamik bei den Zentralwerken in Bleicherode. 1946 wurde er zusammen mit seiner Familie in die Sowjetunion zwangsverpflichtet. Der Wissenschaftler entwickelte und konstruierte zusammen mit anderen Wissenschaftlern Trägerraketen. Später wurde Albring Ordentlicher Professor an der TU Dresden und Direktor des Instituts für Angewandte Strömungslehre.

Werner Albring war Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Nationalpreisträger für Wissenschaft und Technik (1972), Träger des Ludwig-Prandtl-Rings (1995), der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt, und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (ab 2004 Ehrenmitglied).

Johannes Joachim Degenhardt (1926-2002)

Ab 1974 Erzbischof von Paderborn. 2001 ernannte Papst Johannes Paul II. Degenhardt zum Kardinal. Der junge Degenhardt war Mitglied der katholischen Jugendbewegung Bund Neudeutschland, wurde 1941 von der Gestapo verhaftet und in Dortmund mehrere Wochen in Einzelhaft gehalten. Nach dem Krieg studierte er Philosophie und Theologie und wurde 1952 zum Priester geweiht. Nach weiteren Stationen 1965 Studentenpfarrer der Pädagogischen Hochschule Westfalen/Lippe; von Papst Paul VI. 1968 zum Weihbischof in Paderborn ernannt

Dr. Franz Josef Degenhardt (1931-2011)

Promovierter Jurist, bekannter Liedermacher und Buchautor. Degenhardt stand für modernen Bänkelsang, zeitgemäßes Bardentum, politisiertes Volkslied und kritisches Chanson. Seine Lieder „Väterchen Franz“, „Da frierst du vor Gemütlichkeit“ und „Für wen ich singe“ wurden in den 60er Jahren weit über Deutschland hinaus berühmt. „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ ist nach Eindrücken aus dem Leben der spießigen Nachkriegsjahre entstanden. 1974 verfilmte der WDR Degenhardts Roman „Zündschnüre“ nach einem Drehbuch von Burkhard Driest. Weitere Bücher u.a.: „August Heinrich Hoffmann, genannt von Fallersleben“ und „Für ewig und drei Tage“.

Erich Bitter (geb. 1933)

Erfolgreicher Radrennfahrer, dann Autorennfahrer und Importeur von Rennfahrerbekleidung. Bitter gewann in die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft, die Deutsche Rennsportmeisterschaft und die Targa Florio.

Seit den 70er Jahren veredelt Bitter Limousinen. Der Bitter „CD“ wurde berühmt als der Sportwagen „der anderen Art“. Rosi Mittermaier und Paul Breitner, Howard Carpendale und Karlheinz Rummenige fuhren „Bitter“. In den Vereinigten Staaten verkaufte der Schwelmer Autobauer im eigenen Salon in Beverly Hills eine große Anzahl seines Modells „SC“. 2007 stellte Erich Bitter in Schwelm sein neues Produkt, den „Bitter Vero“ vor.

Jürgen Thumann (geb. 1941)

Von Januar 2005 bis Januar 2009 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V.

Hans Dieter Knebel (geb. 1948)

Erste Bühnenerfahrung im Evangelischen Amateurtheater in Schwelm. Von 1978-1979 Regieassistent und Schauspieler am Schauspielhaus Bochum. Es folgten zwei Jahre am Wuppertaler Tanztheater "Pina Bausch", dort u.a. als Blaubart im gleichnamigen Stück. Gastspiele in Südamerika, Israel, Paris, New York u.s.w. Knebel spielte von 1981-1986 am Schauspielhaus Bochum.


Seit vielen Jahren am Burgtheater, wo er über 60 Rollen spielte. Seine wichtigsten Regisseure in dieser Zeit waren: Peter Zadek, Claus Peymann, George Tabori, Andrea Breth und Nicolas Stemann. Sechs Jahre gab Knebel in Salzburg den "Dicken Vetter " im Jedermann. Als seine schönsten Rollen bezeichnet er u.a. den "Wasserverkäufer" im "Guten Mensch von Sezuan " (Bertolt Brecht), den "Callas" in "Rundköpfe und Spitzköpfe" (Brecht), den "Herbert " in "Raststätte " (Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek) und den  "Pater Lorenzo " in Shakespeares "Sommernachtstraum".

Für ihn selbst, der mit Frau und Töchtern in der Nähe von Wien lebt, waren die „ wichtigste Zeit sicher die zwei Jahre beim Tanztheater von Pina Bausch“. Immer wieder einmal besuchte Knebel seine Heimatstadt, wo er Abende mit eigenem Programm gab.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Grötschel (geb. 1948)

Besuch des Märkischen Gymnasiums Schwelm, 1969-1973 Studium der Mathematik und Wirtschaftswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Promotion 1977 an der Universität Bonn, Habilitation 1981.

Von 1991 bis zu seiner Emeritierung 2015 war der Wissenschaftler Inhaber des Lehrstuhls für Informationstechnologie an der TU Berlin.

Martin Grötschel war von 1989 -96 Mitglied des Vorstands der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und von 1993-94 ihr Präsident. Von 1999 bis 2014 war der Wissenschaftler Mitglied des Exekutivkomitees der Internationalen Mathematiker Union. Seit 2011 gehört er dem Vorstand der Einstein-Stiftung Berlin an, von 2011-15 als Vorstandsvorsitzender.

Von 1991-2012 war er Vizepräsident und von 2012-15 Präsident des Konrad-Zuse-Zentrums für Informationstechnik. Seit Oktober 2015 ist Martin Grötschel Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Seine Forschungsinteressen lagen in den Bereichen Optimierung, diskrete Mathematik und Operations Research und haben engen Anwendungsbezug. Grötschel, Mitglied u.a. der Leopoldina, erhielt u.a. den Leibniz-Preis, den Karl Heinz Beckurts-Preis, den Berliner Wissenschaftspreis, die Goldene Ehrennadel der Technischen Universität Berlin und den Albert-László Barabási-Preis. 2014 wurde ihm für herausragende wissenschaftliche Leistungen der Life Time Award der Stiftung heureka verliehen,

Uwe Komischke (Geb. 1961)

Der Startrompeter Uwe Komischke wurde 1961 in Schwelm/NRW geboren. Nach musikalischer Ausbildung begann er seine Laufbahn mit 18 Jahren als 1. Solotrompeter im Philharmonischen Orchester Gelsenkirchen.1983 wechselte er in gleicher Position zu den Münchner Philharmonikern unter ihrem Chefdirigenten Sergiu Celibidache.

Solistisch ist Uwe Komischke nicht nur in zahlreichen Konzerten im In- und Ausland zu hören, sondern auch auf verschiedenen CD-Produktionen. Komponisten wie Hans Stadlmair oder Peter Michael Hamel widmen ihm Werke und bei Festivals arbeitet er immer wieder mit namhaften Solisten wie Yuri Bashmet, Eduard Brunner oder Vassily Lobanov oder Ensembles wie den Moskauer Solisten zusammen.

Für Aufsehen sorgte der Mitschnitt des Trompetenkonzertes Es-Dur von Josef Haydn mit den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache. Auch seine Aufführungen des 2. Brandenburgischen Konzerts von Johann Sebastian Bach zeigen Uwe Komischkes außergewöhnliche Klasse als Musiker und Instrumentalist.

Die Entwicklung einer eigenen Instrumenten-Serie sowie seine Notenveröffentlichungen (EMR, Musikverlag Corpete) runden seine Biographie ab.

Anlässlich eines Meisterkurses an der SENZOKU GAKUEN University for Music in Tokyo wurde ihm 1993 eine Gastprofessur angeboten, die er bis heute innehat. Seit September 1994 lehrt Uwe Komischke als Professor für Trompete an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Im Oktober/November 2015 war der Ausnahme-Musiker erstmals live auf einer China-Reise zu hören, so als Solist mit dem Jingsau Symphony-Orchestra in Nanjing, Shanghai und Peking und mit dem Wind-Orchestra der Volksarmee China (vergleichbar mit dem Stabsmusikkorps der Bundeswehr).

2016 leitete Professor Komischke im Rahmen der „Weimarer Harmoniemusik“ das 80köpfige sinfonische Blasorchester mit Studierenden der Hochschule für Musik Franz Liszt, der Universität Aichi, des Conservatory of Music Shanghai (China) und der Universität Pécs (Ungarn). Im Mittelpunkt dieser vielbeachteten Konzerte u.a. in Erfurt und Eisenach (auf der Wartburg) standen Werke von Richard Wagner (Lohengrin) und Richard Strauss (Rosenkavalier).

Zudem nahm der bekannte Trompeter eine Gastprofessur an der `Aichi Prefectural University of the Arts´ wahr und gab Meisterkurse in Tokio und Osaka.

Im April 2017 wird Uwe Komischke als Solist mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera zu hören sein, im Oktober/November) folgt die zweite China-Reise. Und im November 2018 dürfen sich Freunde der Musik in Japan auf den Trompeter aus Schwelm freuen.

Gemeinsam mit dem bekannten Organisten Thorsten Pech (Wuppertal) gibt Uwe Komischke jedes Jahr im In- und Ausland 45 bis 55 Konzerte in der Besetzung `Trompete & Orgel´. Immer wieder führt sein Weg ihn auch nach Schwelm, wo der brillante Musiker hohe Wertschätzung genießt. Zuletzt musizierte er 2016 – wieder gemeinsam mit Thorsten Pech – in der Christuskirche in einem Benefizkonzert zu Gunsten der Turmsanierung.

Dr. Kurt Herz

Dr. Kurt Herz wurde als Sohn von Dr. Joseph und Auguste Herz 1879 in eine gebildete jüdische Schwelmer Familie hineingeboren. Er wurde Arzt für Allgemeinmedizin und bezog ein – noch heute erhaltenes - Haus in der Altstadt, in dem sich auch seine Praxis befand. 1907 heiratete er Thekla Ruben, mit der er die Töchter Charlotte und Ruth bekam und die 1929 starb.

Seine Tochter Ruth studierte wie der Vater Medizin und wurde promoviert. Im Zuge der Judenverfolgung suchte Charlotte Herz in einem jüdischen Asyl in Köln Zuflucht, Ruth Herz konnte nach Los Angeles fliehen. Im Juli 1938 entzog man den jüdischen Ärzten die Zulassung. Der außerordentlich beliebte Dr.  Herz dufte nur noch jüdische Patienten behandeln. Er wurde über ein Sammellager in Recklinghausen in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht, beschimpft, geschlagen und getreten und war ständig von Todesgefahr bedroht. Er überstand die Haft und rettete sein Leben 1939 durch die Flucht nach Holland und später zu seiner Tochter nach Amerika. Seine Tochter Charlotte nahm sich das Leben.  

Es war Dr. Kurt Herz, der in späteren Jahren eine Spendensammlung zur Wiederbehelmung der Schwelmer Christuskirche anregte, die im Zweiten Weltkrieg nach Bombardierung ausgebrannt war. In den USA erschien in den 50er Jahren ein Buch mit dem Titel „Administration of homes of the aged. Körperschaft: Council of Jewish Federations and Welfare Funds, New York“, das Dr. Herz zugeschrieben wird. In seiner Heimatstadt Schwelm erinnern drei Stolpersteine vor dem früheren Wohnhaus der Familie in der Kölner Straße an Dr. Kurt Herz, seine Frau Thekla und die beiden Töchter.  

Martha Kronenberg (1911-2009)

Frau Kronenberg, geboren in Schwelm, half – ungeachtet der Gefahr für das eigene Leben – während der Zeit des Nationalsozialismus jüdischen Bürgern. Sie tröstete die an den Rand der Gesellschaft gedrängten verzweifelten Menschen und unterstützte sie mit Lebensmitteln und Kohlen. Deportierten schickte sie Pakete in die Konzentrationslager. Nach dem Krieg war sie einer der wenigen Menschen, zu denen Schwelmer Juden, die die Hölle überlebt hatten, zurückkehrten, bevor sie auswanderten. Der Kontakt mit ihnen hielt jahrzehntelang und über Kontinente hinweg. In Israel hat man zum Gedenken an Martha Kronenbergs mutiges und menschliches Handeln zwei Bäume gepflanzt.

Wilhelm Friedrich Erfurt (geb. 1930)

Schwelmer Ehrenbürger

Die Stadt Schwelm hat in ihrer langen Geschichte nur sieben Persönlichkeiten die Ehrenbürgerwürde verliehen, zuletzt am 19. Januar 2006 dem Schwelmer Unternehmer Wilhelm Erfurt. Wilhelm Erfurt, der über Jahrzehnte das in Familienhand befindliche Weltunternehmen Erfurt & Sohn geführt, viele Jahre als Kommunalpolitiker tätig war, so auch als stellvertretender Bürgermeister, macht sich seit Jahrzehnten diskret und nachdrücklich um seine Heimatstadt verdient. Seine „Stiftung für Kultur und Natur, Schwelm“ und seine Unterstützung zahlreicher Projekte ist Hilfe über den Tag hinaus für „meine Stadt, die ich liebe“.