Nächstes Konzert von Best of NRW: Quartett Philimaro am 24. November mit Werken von Rabl, Connesson und Messiaen im Haus Martfeld

Dienstag, 07. November 2023

Im Rahmen der Reihe „Best of NRW“ konzertiert das Quartett Philimaro am Freitag, dem 24. November, mit Werken von Walter Rabl (1873-1940), Guillaume Connesson (*1970) und Olivier Messiaen (1908-1992) im Haus Martfeld.

2022 gründeten vier junge Musiker mit der besonderen Besetzung Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier das Philimaro Quartett, das inzwischen in vielen Konzertsälen auftritt. Die preisgekrönten jungen Künstler sind aktuelle und ehemalige Studierende der Musikhochschule Köln.

Die 23-jährige Violinistin Linda Guo ist Akademistin des WDR-Sinfonieorchesters, der 23-jährige Klarinettist Philipp Epstein ist Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und der 22-jährige Cellist und Komponist Manuel Lipstein studiert seit 2019 bei Prof. Frans Helmerson an der Kronburg Academy und HfMDK In Frankfurt. Der 28-jährige australisch-japanische Pianist Robbin Reza, der sein Masterstudium und Konzertexamen in Köln absolvierte, ist Mitglied verschiedener kammermusikalischer Ensembles.

Die Mitglieder des Quartetts verbindet die Liebe zur modernen Klassik. Das Quartett Philimaro wird mit einem Konzertstipendium der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung gefördert. Weitere Informationen zum Werdegang und zu aktuellen Projekten der Künstler unter www.bestofnrw.de.

Eröffnet wird das Konzert mit dem Quartett in Es-Dur für Klavier, Violine, Violoncello und Klarinette von Walter Rabl. Es gewann 1896 den ersten Preis eines Komponistenwettbewerbs des Wiener Tonkünstlervereins, dessen Vorsitzender Johannes Brahms war. Genau 100 Jahre später wurden die kurzen und minimalistischen Adams Variationen von Guillaume Connesson komponiert, die einen reizvollen Kontrast zu dem vorangegangenen Werk Rabls bilden.

Nach der Pause erklingt die Komposition „Quatuor pour la fin du temps“ von Olivier Messiaen, das 1941 in dem Kriegsgefangenenlager Stalag VIII-A in Görlitz, in dem Messiaen seit Ende 1940 inhaftiert war, entstanden ist. Der Lagerkommandant hatte ihm das Komponieren erlaubt und ihm einen Flügel zur Verfügung gestellt. Es bildete sich ein ungewöhnliches, aus Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier bestehendes Quartett, das in den Waschräumen des Lagers probte. Dabei entstand das Stück „Quatuor pour la fin du temps“ (Deutsch: Quartett auf das Ende der Zeit). Das Werk ist ein erschütterndes Mahnmal des Krieges und bis heute eines der bedeutendsten Werke dieser Gattung.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr). Der Zugang ist barrierefrei.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf im Haus Martfeld und in der Stadtbücherei im neuen Kulturhaus Römerstraße 10:

  • 16 Euro für Erwachsene
  • 12 Euro für Schüler/Studenten
  • 9 Euro (Schwelm-Pass, Juleica)

Karten sind auch an der Abendkasse erhältlich.

Schwelm, den 7. November 2023