„Für Rechtsstaat und Demokratie“: Veranstalterbündnis für Demonstration am Samstag in Schwelm schon auf 32 Partner angewachsen

Mittwoch, 31. Januar 2024

Der Aufruf zur Teilnahme an der Schwelmer Demonstration „Für Rechtsstaat und Demokratie“ am kommenden Samstag, dem 3. Februar, zieht immer weitere Kreise. Immer mehr Einrichtungen, Gruppen und Einzelpersonen schließen sich dem Veranstalterbündnis an, das binnen weniger Tage auf 32 Partner angewachsen ist.

Dem breiten gesellschaftlichen Zusammenschluss gehören neben Bürgermeister Stephan Langhard, der die Demonstration angemeldet hat, alle Schwelmer Ratsparteien, der Schwelmer Integrationsrat, die Technischen Betriebe Schwelm, der Märkische Arbeitgeberverband, der DGB Kreisverband Ennepe-Ruhr, die AWO Ennepe-Ruhr, die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm, die Katholische Propsteigemeinde St. Marien, die Freie Evangelische Kirchengemeinde Schwelm, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schwelm, die K-3-Kirche und die Türkisch-Islamische Gemeinde Schwelm an sowie Schwelms Stadtsportverband, der Ortsverband Schwelm des Sozialverbandes Vdk, der Sozialverband Deutschland KV Iserlohn-Hagen und der Kinderschutzbund, Ortsverband Schwelm. Dazu das Atelier Sieben e.V., die Caritas, das DRK, die Kulturfabrik Ibach-Haus, die Werbegemeinschaft Schwelm und das Stadtmarketing Schwelm sowie als Einzelpersonen Katharina Vogt als Leiterin des Märkischen Gymnasiums Schwelm, Marco Unger, Leiter der Dietrich Bonhoeffer-Realschule, Ralf Stoffels als Bürger und Unternehmer, Landrat a.D. Dr. Arnim Brux und der Facharzt Christopher Schön.

Viele von Ihnen haben Statements abgegeben, in denen sie ihre Beweggründe für die Teilnahme an der Demonstration erläutern. An dieser Stelle wird aus einigen der Stellungnahmen zitiert:

…Ein soziales Schwelm funktioniert nur mit allen und für alle! Angriffe auf die Demokratie oder einzelne Bevölkerungsgruppen sind immer auch ein Angriff auf die Gemeinschaft!“ (Dominik Spanke, Caritas)

…Der Schutz individueller Rechte und Freiheiten, die Einhaltung von Gesetzen und der Verfassung sowie die Sicherstellung fairer und transparenter politischer Prozesse sind für eine freie und gerechte Gesellschaft lebensnotwendig…“ (Daniela Weithe, Werbegemeinschaft Schwelm / Stadtmarketing Schwelm)

…Gerade, wenn die Zeiten unsicher sind und globale Herausforderungen gemeistert werden müssen, dann weisen der Rechtsstaat und die Demokratie uns den Weg, um gemeinsam an der gerechten Gesellschaft zu arbeiten…“ (Erdal Ildirim, Vorsitzender des Schwelmer Integrationsrates)

…In den Belegschaften wird jeden Tag eine funktionierende Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlichster Nationen praktiziert. Wir begrüßen es, dass die gesellschaftliche Mitte sich für Toleranz und Weltoffenheit einsetzt, auch in Schwelm“. (Dr. Andreas Weber, Märkischer Arbeitgeberverband)

…Christen sind dazu aufgerufen, sich für Menschen einzusetzen, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe. In der Demokratie sehen wir dazu am ehesten die Möglichkeit, ohne mit Repressalien rechnen zu müssen. Die Verteidigung von Demokratie ist daher für uns eine Verteidigung der Menschenwürde“. (Norbert Dudek, Propst der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien)

…Wer politische und ethnische Säuberungen unseres Landes fordert, tritt unsere Verfassung, Freiheit und Grundrechte mit Füßen (…) Wir wollen gemeinsam ein Signal aus der Mitte der Gesellschaft senden: Mit dieser Radikalisierung und Diffamierung von Menschen mit Migrationsgeschichte finden wir uns nicht ab, sondern treten öffentlich dagegen auf“. (Mathias Hillbrandt, IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper)

…Gerade für Kunst und Kultur sind Toleranz, Freiheit und internationaler Austausch zentrale Anliegen (…) Die Geschichte hat gezeigt, dass gerade Diktatoren und autoritäre Regime Kunst und Kultur massiv unterdrücken und zensieren, da die sie Macht und den Einfluss des freien Gedankens und der künstlerischen Kreativität fürchten…“ (Ulrike Brux, Kulturfabrik Ibach-Haus)

…In einer Gesellschaft, in der Vielfalt gelebt wird, ist für Diskriminierung, Ausgrenzung und Ausländerfeindlichkeit kein Platz. Dabei ist es uns auch wichtig, dass Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe unterstützt werden“. (Klaus Bensel, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schwelm)

…Wenn auch Ihr Euren Werten selbstbestimmt folgen wollt, fordere ich Euch auf, wenn in Eurem Umfeld Hass und Hetze geschürt werden, nicht zu schweigen, sondern z.B. zu äußern ,Das finde ich nicht in Ordnung‘, ‚Das kaufe ich Dir nicht ab‘ oder „Das sind nicht meine Werte“. Mit diesem Anspruch mögt Ihr zwar Hass und Hetze nicht unterbunden haben, aber Ihr habt nicht geschwiegen“. (Christopher Schön, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)

Bürgermeister Stephan Langhard dankt allen, die sich schon jetzt für die Veranstaltung engagieren und freut sich auf viele Menschen, die an der Demonstration teilnehmen, „um ein klares Zeichen für unser Zusammenleben in Frieden und Freiheit zu geben, das nur durch die Demokratie und den Rechtsstaat gesichert werden kann“.

Sicher wird das Veranstalterbündnis bis Samstag noch weiter anwachsen.

Gerechnet wird mit einer Teilnehmerzahl an der Demonstration von 500 Menschen. Der Demonstrationszug setzt sich um 11 Uhr vom Bahnhof aus in Bewegung und führt über die Bahnhofstraße bis zum Märkischen Platz, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird. 

Dort werden sich in kurzen Ansprachen folgende Rednerinnen und Redner an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wenden: Bürgermeister Stephan Langhard, Propst Norbert Dudek, Ralf Stoffels, vom DGB Mathias Hillbrandt und Katharina Vogt sowie die amtierende Schülersprecherin des Märkischen Gymnasiums. Außerdem lässt Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt es sich nicht nehmen, zu diesem wichtigen Anlass ein Statement abzugeben, das Bürgermeister Stephan Langhard verlesen wird.  

Bildtext: Dies ist das Banner des Veranstaltungsbündnisses für die Demonstration „Für Rechtsstaat und Demokratie“ am kommenden Samstag in Schwelm.

Schwelm, den 31. Januar 2024