Willkommensbesuch von Bürgermeister und Wirtschaftsförderer: Anna-Maria Oikonomou eröffnet mit Schwelmer „LernCentro“ ihr drittes Nachhilfe-Institut

Mittwoch, 21. Februar 2024

Mit ihrem „LernCentro“ an der Bahnhofstraße 3 hat Anna-Maria Oikonomou jetzt ihre dritte Einrichtung für Nachhilfe in Deutsch, Englisch, Mathematik und weitere Fächer eröffnet. Das Angebot richtet sich an alle Jahrgangstufen aller Schulformen und wird aktuell vor allem von Kindern und Jugendlichen aus Grundschulen und der Sekundarstufe 1 wahrgenommen.

Für Bezieher von Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag und Arbeitslosengeld II ist die Nachhilfe kostenlos. Aber auch Selbstzahlern steht das LernCentro offen.

Die Übernahme des bekannten Ladenlokals, in dem sich früher das Café Bräker befand, dann die AVU-Beratung und zuletzt die Schwelmer Telekom-Niederlassung, wurde ermöglicht über das zu Beginn dieses Jahres gestartete neue Sonderprogramm der Städtebauförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“. „Das Förderprogramm“, so Schwelms Wirtschaftsförderer Oliver Kochs, „soll durch das Anmieten von leerstehenden Ladenlokalen in der Schwelmer Innenstadt und das Untervermieten an Unternehmer die Leerstände in der Innenstadt minimieren, was ein wichtiger Schritt für eine lebendige Innenstadt ist. Die Stadt mietet vom Eigentümer das Ladenlokal für 70% der nachzuweisenden Altmiete an und vermietet an den Unternehmer für 20% der Altmiete unter. Das Förderprogramm läuft pro Ladenlokal maximal 24 Monate“.

„Das ist für den Start eine wunderbare Unterstützung“, bedankte sich Anna-Maria Oikonomou jetzt beim Stadtoberhaupt Stephan Langhard und bei Oliver Kochs bei deren Willkommensbesuch im Institut. Es sei das erste Mal, so die Unternehmerin, die vor sechs Jahren ihre erste Nachhilfe-Einrichtung in Wuppertal-Oberbarmen eröffnete und vor zwei Jahren in Köln die zweite, „dass ich einen Bürgermeister und einen Wirtschaftsförderer bei mir begrüßen darf!“

Die patente Frau wohnt seit 28 Jahren in Wuppertal-Langerfeld und mochte die Nachbarstadt Schwelm schon immer sehr. Auf der Suche nach einem Ladenlokal in der EN-Kreisstadt erzählte ihr ein hiesiger Immobilienbesitzer vom neuen Förderprogramm und umgehend nahm Anna-Maria Oikonomou Kontakt zu Oliver Kochs bei der Stadt Schwelm und dem Besitzer des Gebäudes Bahnhofstraße 3 auf. Alles verlief reibungslos und so konnte die Unternehmerin durchstarten. Der Schwelmer Standort liegt ihr sehr, denn „Schwelm besitzt Atmosphäre, die Menschen sind familiär und man kann sich sehr gut mit den Eltern der Nachhilfeschüler verständigen“, kurz: „Es ist hier entspannter als in großen Städten!“ Die Schwelmer Schulen hat sie zunächst per Mail auf ihre Präsenz hingewiesen; nun wird sie sich dort mit ihrem Angebot auch persönlich vorstellen.

Anna-Maria Oikonomou ließ einige neue Wände ziehen, unterteilte das große Geschäftslokal in einen Empfangsraum, vier Unterrichtsräume und eine Küche – alles hell, freundlich und stilvoll gestaltet und eingerichtet.

Tätig sind für sie Lehramtsstudentinnen und –studenten sowie examinierten Fachkräfte. Bis zu vier Kinder können pro Stunde in einem Raum fachlich begleitet werden, d.h. jedes Kind wird individuell gefördert. An jedem Tisch stehen zwei Stühle, damit die Lehrkraft sich neben das Kind setzen und dessen Aufgaben in Ruhe mit ihm besprechen kann.

Neben diesem Unterricht in kleinen Lerngruppen gehören Klassenarbeitsvorbereitung, Hausaufgabenhilfe, Vorbereitung auf Abschlussprüfungen (ZAP/Abitur) und Ferienkurse zum Angebot der neuen Einrichtung in Schwelm, die von Schülerinnen und Schülern zwischen 15 und 18 Uhr aufgesucht wird.

Befragt nach ihrem Werdegang erzählt die lebhafte junge Frau mit griechischen Wurzeln, dass ihr Vater gerne gesehen hätte, dass seine Tochter nach dem Abitur studieren würde. „Aber das war nichts für mich, ich wollte lieber aktiv werden“, schilderte sie ihren sich schon früh abzeichnenden Weg in die erfolgreiche Selbständigkeit.

Man merkt, dass sie mit der Nachhilfe für Kinder noch mehr verbindet, als das reine Lernen. Es ist der spürbare Wunsch, dass junge Menschen mit Freude und Sicherheit ins Leben gehen und dort einen Platz finden mögen, der ihnen entspricht. Es sei traurig, dass manche Kinder, die neu in Deutschland sind, sich kaum wagen würden zu sprechen, „weil sie sich schämen, die deutsche Sprache noch nicht zu beherrschen“.

Dazu passt das Lerncentro-Ferienangebot „Fit in Deutschland“ für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler. „Wir frühstücken hier gemeinsam und gehen dann in die Praxis, unternehmen kleine Ausflüge, spielen dabei Lebenssituationen durch, die für die Bewältigung des Alltags wichtig sind; dazu gehört z.B. das Einkaufen, eigenständiges Bezahlen und die Annahme des Rückgeldes sowie das Kennenlernen der Stadt, in der man lebt und vieles mehr“. Die Kinder sprechen dabei, lachen, finden Sicherheit im alltäglichen Auftreten. Sie haben kleine Erfolge, schaffen etwas, trauen sich mehr zu. „Das ist mit das Schönste“, so Anna-Maria Oikonomou, „weil ich sehe, dass Kinder dabei gelöster werden und Fortschritte im Reden und Auftreten machen“.

Ihre Lehrerinnen und Lehrer hält sie deshalb immer an, die Kindern auch bei kleinen Fortschritten zu loben, denn das sporne sie an, daran würden sie wachsen.  

Für Deutschland eher ungewohnt ist auch die Praxis mancher Eltern aus dem südosteuropäischen Raum, ihren Kindern Nachhilfe als kontinuierliche Schulbegleitung zu ermöglichen, also nicht, weil das Kind keine guten Noten hätte, sondern um den erreichten Stand zu halten oder zu verbessern – allein aus der Lebenserfahrung heraus, dass Nachhilfe schwieriger würde, wenn das Kind erst auf einer „Fünf“ stehen würde.

Bildtext: Mit ihrem „LernCentro“ an der Bahnhofstraße 3 hat Anna-Maria Oikonomou jetzt ihre dritte Einrichtung für Nachhilfe in Deutsch, Englisch, Mathematik und weitere Fächer eröffnet. Die Übernahme des Ladenlokals wurde ermöglicht über das neue Sonderprogramm der Städtebauförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“. „Das ist für den Start eine wunderbare Unterstützung“, betonte Anna-Maria Oikonomou beim Willkommensbesuch von Bürgermeister Stephan Langhard und Wirtschaftsförderer Oliver Kochs. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph

Schwelm, den 21. Februar 2024