„Wir sind schnell heimisch in Schwelm geworden“: Bürgermeister und Wirtschaftsförderer freuen sich über guten Start der neuen Fielmann-Filiale

Donnerstag, 08. Februar 2024

Intensiv war gerätselt worden, wer nach dem Auszug von „Zeeman“ wohl das geräumige Ladenlokal in der Hauptstraße 42-42a übernehmen würde. Vor einigen Wochen dann eröffnete das Unternehmen Fielmann nach einer Umbauphase dort seine Schwelmer Filiale, und wie Bürgermeister Stephan Langhard und Wirtschaftsförderer Oliver Kochs jetzt beim traditionellen Willkommensbesuch erfuhren, ist man in Schwelm schon schnell heimisch geworden.

„Wir haben uns mit Blumen in der Nachbarschaft vorgestellt und sind sehr freundlich aufgenommen worden“, lässt Niederlassungsleiter Daniel Leinen, der dieser Tage in das Fielmann-Geschäft nach Wuppertal-Barmen wechselt, die Anfänge in Schwelm Revue passieren. Schnell habe man gemerkt, dass „die Kunden kommunikativ und aufgeschlossen sind“; in größeren Städten finde man nicht rasch zu einem persönlichen Ton, doch in Schwelm sei das anders, so der Optikermeister. Bestätigt wird er darin von seinem Nachfolger Pireyan Raveendiran; beide haben die Erfahrung gemacht, dass Kunden wieder lokaler einkaufen möchten, und auch ihnen selbst würde es keine Freude bereiten, durch eine Innenstadt mit leerstehenden Ladenlokalen zu gehen. So ist die Neueröffnung des Geschäfts in Schwelm auch ein Bekenntnis zur Innenstadt: „Wo wir sind, sorgen wir für Frequenz. Davon profitieren auch andere. Wir möchten dazu beitragen, dass die Einkaufsstraße attraktiv bleibt.“

Fast 12.000 Brillen werden jedes Jahr von den Optikern in und um Schwelm herum verkauft. Rund 5.000 davon will künftig die neue Niederlassung von Fielmann verkaufen. „Wir arbeiten in einem großen Einzugsgebiet“, so Daniel Leinen, „und sind Ansprechpartner für Kunden aller Generationen – siehe auch unsere große Auswahl an Kinderbrillen – und mit allen Wünschen, denn wir wollen jeden erreichen“. Schon jetzt stelle man fest, dass man mit vier Tischen für die Beratungsgespräche „sehr defensiv“ gestartet sei.  

Wieso er glaubt, dass auch die Filiale von Fielmann in Schwelm künftig erfolgreich sein wird? „Weil es nirgendwo mehr Auswahl gibt als bei uns, weil wir garantiert günstig sind und weil wir Brillen nicht nur verkaufen, sondern auch noch perfekte Beratung und kostenlosen Service bieten“, erklärt Daniel Leinen. Mehr als 1.000 unterschiedliche Fassungen großer Marken und Designer gibt es in der neuen Fielmann-Niederlassung. Mit dabei auch mehrere hundert Fassungen zum Nulltarif. Fielmann hat 500.000 Euro in sein neues und topmodernes Fachgeschäft investiert, das natürlich auch das Kontaktlinsenspektrum abdeckt.  

Als absoluten Vorteil schätzt das Fielmann-Team die Helligkeit im 90 Quadratmeter großen Beratungs- und Verkaufsbereich, in den durch die großen Fenster viel Licht fällt. Davon profitieren auch die Werkstatt und das Büro. Geschickt in die Innenräume integriert wurden die beiden Räume für Sehtests.

Angeboten wird zudem – als freiwillige Leistung – der Ocumeda-Augen Check-up für Kunden, die keine Beschwerden fühlen und daher auch zunächst keinen Facharzttermin buchen mögen, die aber wissen wollen, ob wirklich alles gut um ihre Augen steht. Sie lassen dann bei Fielmann u.a. Augeninnendruck und Refraktion messen und mit einer Funduskamera ein Bild von der Netzhaut aufnehmen. Online werten Augenärztinnen und Augenärzte diese Messungen innerhalb von 72 Stunden aus. Die Antwort erfolgt wie über ein „Ampel-System“ (Grün, Gelb, Rot), und die Kunden entscheiden, ob sie nun einen Termin bei ihrem Facharzt für Augenheilkunde buchen. „Damit verstehen wir uns als Brücke zwischen dem Kunden und dem Facharzt“, erklärte Daniel Leinen.  

Mit seiner Frage, ob Fielmann sich nach Möglichkeit in die aktive und lebendige Schwelmer Handelsszene integrieren würde, zu der neben der Webegemeinschaft auch das Stadtmarketing und andere Aktive mit entsprechenden Veranstaltungen gehören, lief Bürgermeister Stephan Langhard offene Türen ein, denn es gehöre zur Philosophie des Unternehmens, lokal unterwegs zu sein: „Wir ziehen mit, wir wollen uns schnell integrieren“.

Beim interessanten Rundgang war auch viel zu erfahren über das Selbstverständnis des Optikerberufs. Obgleich auch Onlineangebote den Markt mitbestimmen, „wird es den stationären Bereich immer geben müssen“, ist sich Daniel Leinen sicher. Denn letztlich würde in seinem Beruf neben der persönlichen Beratung besonders das Handwerk zählen, so z.B. bei der Zentrierung der Brillengläser: „Das Share-Modell ist das Modell der Zukunft, aber ohne Fachmann oder Fachfrau geht es nicht“.

Daniel Leinen und Pireyan Raveendiran, sein Nachfolger als Schwelmer Niederlassungsleiter, betonen im Gespräch  Bürgermeister Stephan Langhard und Wirtschaftsförderer Oliver Kochs, dass man in Schwelm sehr schnell heimisch geworden sei. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph

Schwelm, den 8. Februar 2024