2000 Jahre Varusschlacht

Erstellt von Cornelia Hackler |

Vortrag im Museum Haus Martfeld

Am Donnerstag, dem 26. November, bietet das Museum Haus Martfeld in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schwelmer Baugeschichte e.V. um 19.30 Uhr im Haus Martfeld einen weiteren  Vortrag an. Am Ende eines erfolgreichen Varusjahres referiert Schwelms Museums- und Archivleiterin Cornelia Hackler über „2000 Jahre Varusschlacht“. Das Eintrittsentgelt für den spannenden Vortrag beträgt 2,00 €.

Zum Abschluss der Befriedung Germaniens führte der amtierende römische Militärstatthalter Publius Quinctilius Varus im Herbst des Jahres 9 n.Chr. drei römische Legionen zuzüglich germanischer Hilfstruppen und Tross in das Gebiet zwischen Rhein und Weser. Auf ihrem Rückweg wurden sie im berühmten „saltus teutoburgiensis“ durch den Germanen Arminius, einen cheruskischen Stammesfürsten und römischen Ritter, dessen Aufgabe die Befehligung germanischer Hilfstruppen war, in einem Hinterhalt vernichtend geschlagen.

Im Verlauf des sog. Goldnen Zeitalters zur Zeit des ersten römischen Kaisers Oktavianus Augustus wurden in groben Zügen die wichtigsten innen- und außenpolitischen Strukturen des Römischen Kaiserreichs festgelegt. Die innere Befriedung der Italischen Halbinsel konnte nur durch unzählige militärische Aktionen und Kriege an den neuen Reichsgrenzen gewahrt bleiben. Oberstes Ziel war daher immer die Befriedung grenznaher Völker, in deren Zusammenhang eine vier Jahrzehnte währende Expansion in rechtsrheinische germanische Gebiete erfolgte.

Noch in den „res gestae“, dem Testament des Augustus, stellt dieser 14. n.Chr. sachlich fest, dass er unter anderem ganz Germanien zwischen Rhein und Elbe befriedet habe. Den nachfolgenden ehrgeizigen Rachefeldzügen des Germanicus, eines Adoptivenkels des Augustus, setzte sein Onkel und designierter Nachfolger Tiberius 17 n.Chr. ein definitives Ende und überließ die faktisch nicht unterworfenen rechtsrheinischen Stammesgebiete den Zwistigkeiten der Germanen untereinander.

Trotz der Akkreditierung des Schlachtfeldes von Kalkriese am nördlichen Rand des Wiehengebirges kommt die Suche nach dem Ort der Varusschlacht bis heute nahezu einer Suche nach dem Heiligen Gral gleich.

Schwelm, den 22. November 2009

Dank der wunderschönen Miniaturnachbildung einer Bürolandschaft nimmt Marlies Grewe die Stadtverwaltung "mit nach Hause".
Der Kopf des berühmten "Hermann", der von Ernst von Bandel erbaut wurde.
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