250 Kilogramm-Fliegerbombe nach gut 20 Minuten entschärft

Bürgermeister dankt allen beteiligten Kräften und den betroffenen Bürgern

 

 

 

Um 9 Uhr begann am heutigen Dienstag der Kampfmittelräumdienst aus Arnsberg an der Milsper Straße mit der Entschärfung, um 9.24 Uhr war die Arbeit getan. Die Kampfmittelräumerin hatte die 250 Kilogramm-Bombe unschädlich gemacht, die gestern in 3,50 m Tiefe freigelegt worden war. Wie Christian Rüth und Heidemarie Hoffmann–Grüner (Ordnungsamtsleiter aus Schwelm und Ennepetal) betonten, war der Aufschlagzünder des gefährlichen Reliktes aus dem Zweiten Weltkrieg intakt gewesen.

Bürgermeister Jochen Stobbe dankte allen beteiligten Kräften für die „sehr professionelle Zusammenarbeit“ (Kampfmittelräumdienst, Ordnungsämter, Feuerwehr, Polizeibehörde, TBS).

Im Zuge der geplanten Baumaßnahme Dreifeldsporthalle an der Milsper Straße (Stadtgrenze Schwelm/Ennepetal) war die Fläche untersucht worden. Dabei wurde ein Verdachtspunkt gefunden. Die Messungen des Räumdienstes ergaben dann Gewissheit. Der Vorlauf war also denkbar kurz für die Städte und alle beteiligten Einrichtungen, musste doch die Evakuierung der betroffenen Anwohner (70 Personen auf Schwelmer Gebiet und 30 auf Ennepetaler) auf den Weg gebracht werden, hinzu kam die vorübergehende Sperrung der B 7 zwischen Schwelm/Brunnen und Ennepetal/Wuppermannshof. Der Marktkauf, die angeschlossen Geschäfte und Mac Donalds öffneten später. Auch das, so H. Hoffmann-Grüner, eine „logistische Herausforderung“. Keine Frage, dass beide Ordnungsämter mit voller Mannschaft im Einsatz waren.

Wie C. Rüth (Einsatzleitung) ausführte, können die Luftbildaufnahmen der Alliierten heute genauer ausgewertet werden. Liegt ein Bauvorhaben in einem Verdachtsbereich, muss eine sogenannte Luftbildauswertung durchgeführt werden.

Im Laufe der Zeit wurden die Bestimmungen insofern verschärft, als heutzutage sofort nach einem Fund die Entschärfung anberaumt wird. Denn die Bomben und ihre Zünder sind älter geworden. Damit steigt die mit ihnen verbundene Gefahr.

Schwelm, den 6. Mai 2014

Fische, Wellen, Meerjungfrauen: Über die schönen Entwürfe aus Kinderhand freuen sich v.l. Peter Eibert, Bürgermeister Jochen Stobbe, Margit Passehl und Anja Lefarth. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
Das ist die heute an der Milsper Straße entschärfte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.
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