46 neue Lehrerinnen und Lehrer für den Ennepe-Ruhr-Kreis

Drei der Pädagogen unterrichten in Schwelm

(pen) Am 1. Februar war es soweit: An den Schulen des Regierungsbezirks Arnsberg begannen insgesamt 492 neue Lehrerinnen und Lehrer ihre Arbeit, im Ennepe-Ruhr-Kreis sind es 46. Die meisten von ihnen erhielten ihre Ernennungsurkunden oder Anstellungsverträge bei der traditionellen Begrüßungsveranstaltung der Bezirksregierung im Schwelmer Kreishaus. Christian Salomon, Schulabteilungsleiter bei der Bezirksregierung und Kreisdirektorin Iris Pott gratulierten zur bestandenen Ausbildung und hießen sie im Schuldienst willkommen.

 

Salomon erinnerte die neuen Lehrer an ihre Vorbildfunktion, insbesondere in Bezug auf Gerechtigkeit, Toleranz und Zugewandtheit. Auch für die Bezirksregierung seien Integration und Inklusion, also das Einbeziehen von Menschen mit Migrationshintergrund oder von Menschen mit Behinderung wichtige Ziele. Salomon appellierte an die Pädagogen, immer dann Institutionen und Personen zu informieren, die Hilfe leisten können, wenn sich bei Kindern oder Jugendlichen Fehlentwicklungen, auffällige Verhaltensweisen oder Vernachlässigungen zeigten. "Schauen Sie in Not- und Problemsituationen nicht weg, sondern werden Sie ihrer erzieherischen Verantwortung gerecht, wenn etwas ´aus dem Ruder´ läuft", appellierte Salomon an die Pädagogen.

 

Pott wünschte den Berufseinsteigern für den Start alles Gute. "Sie beginnen Ihre zweite Schullaufbahn in Zeiten, in denen viel in Bewegung ist. Derzeit werden die Diskussionen von neuen Schulformen, vielfältigen Ansätzen für verbesserte Übergange von der Kindertagesstätte in die Schule sowie von der Schule in den Beruf und von Debatten über Inklusion geprägt", so Pott. All dies gelte es auch als Chance zu begreifen und sich den damit verbundenen Herausforderungen motiviert zu stellen. "Und trotz vieler Veränderungen", hob die Kreisdirektorin hervor, "ein Aspekt des Lehrerberufes wird wie in der Vergangenheit stets bleiben: Die Freude, sein Wissen an Kinder und Jugendliche weitergeben zu können und sie auf einem wichtigen Abschnitt ihres Lebensweges zu begleiten."

 

Trotz nicht auszuschließender Konflikte und Schwierigkeiten im Unterrichtsalltag gehe es für jeden Einzelnen auch darum, sein Engagement und seine Begeisterung nicht zu verlieren und das Ziel, guten und spannenden Unterricht anzubieten, im Auge zu behalten. Gleichzeitig machte er deutlich: "Sie haben sich für einen Beruf mit großer Verantwortung entschieden. Die Schüler, aber auch die Eltern verlangen von Ihnen tagtäglich Aufmerksamkeit und Verständnis für Probleme, gerechte Noten und Gesprächsbereitschaft." Zwar profitierten Lehrer von Vorteilen wie Sicherheit des Arbeitsplatzes und verlässliche Rente. "Aber auch im Klassenzimmer haben sich die Anforderungen in den letzten Jahren erhöht, der Beruf ist härter, stressiger und anstrengender geworden."

 

Die 46 neuen Lehrkräfte verteilen sich wie folgt auf die Schulformen: 23 von ihnen werden in Grundschulen, 9 in Gymnasien, 4 in Gesamtschulen und je 1 in Förderschule, Hauptschule, Realschule und Berufskolleg eingesetzt. 6 neue Lehrer sind der so genannten Vertretungsreserve-Grundschule zugeordnet. Sie haben noch keine festen Schulen und werden vom Schulamt dort eingesetzt, wo es personell sinnvoll ist.

 

Die Verteilung auf die kreisangehörigen Städte im Überblick: Breckerfeld 1 (Grundschule), Ennepetal 3 (Förderschule, Gymnasium), Gevelsberg 4 (Grundschule, Hauptschule, Gymnasium), Hattingen 8 (Grundschule, Gymnasium), Herdecke 2 (Grundschule, Gymnasium), Schwelm 3 (Grundschule, Gymnasium), Sprockhövel 2 (Grundschule, Gesamtschule), Wetter 2 (Grundschule, Gymnasium), Witten 15 (Grundschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium, Berufskolleg). 6 Lehrkräfte gehören zur Vertretungsreserve-Grundschule.

 

Schwelm, den 4. Februar 2013

Bürgermeister Jochen Stobbe, Bürgermeister Daniel Level, Achim Flügel, Volksbund Deutsche Kriegsräberfürsorge.
Bürgermeister Jochen Stobbe: "Rücken wir das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger weiter in den Mittelpunkt unseres Handelns!"
Gruppenbild vor dem Schwelmer Kreishaus: Die neuen Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit Kreisdirektorin Iris Pott und Christian Salomon/Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
Der Gustav-Heinemann-Schulchor singt: "Nach dieser Erde wäre da keine".
Die Freiwillige Feuerwehr Schwelm, im Hintergrund der Musikzug.
Am Gedenkstein in Linderhausen: Die Bürgermeister aus Schwelm und Fourqueux und Pfarrer Rainer Schumacher.
Das vollbesetzte Gemeindehaus Linderhausen, vorne die Konfirmandinnen und Konfirmanden. Unten: Die Chorgemeinschaft MGV Schwelm / Linderhausen. Fotos: Heike Rudolph
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