Abenteuer Geschichte

Kinder auf erfolgreicher Zeitreise im Haus Martfeld

So hat man Haus Martfeld noch nicht erlebt: Schon beim Betreten hört man lebhafte Kinderstimmen. Schaut man dann in den Seminarraum hinein, so sieht man Mädchen und Jungen von 7 bis 11 Jahren in kleinen Gruppen bei der „Arbeit“. Sie sind ganz vertieft in den Umgang mit verschiedenen Werkstoffen, aus denen sie nach Vorlage Kulturgut formen, das man so oder ähnlich aus der Römerzeit oder aus dem Mittelalter zu kennen glaubt. Was passiert wohl da? 

Im Haus Martfeld hatte Svenja Wüstermann in den Osterferien begeisterte Jungen und Mädchen auf eine kulturhistorische Zeitreise mitgenommen. Schon kurz nach Bekanntwerden  dieses Angebotes war der Kurs voll belegt. Im Rahmen ihres freiwilligen sozialen Jahres gestaltete Frau Wüstermann in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro das Projekt für Kinder. Mit viel Spaß und Begeisterung vermittelte sie ihnen Wissenswertes über Geschichte und Kultur und stellte tolle Kunstwerke mit ihnen her.

Während dieser Reise wurden vier Zeitabschnitte entdeckt. So besuchten die Kinder die alten Römer und lernten die antike Kunst kennen. Bunte Mosaike, mit denen reiche Bürger ihre Böden und Wände dekorierten, stellten die Mädchen und Jungen selber her. Und auch ein paar Lorbeerkränze und antike Schriftrollen wurden gebastelt. Innerhalb weniger Tage erforschten sie kreativ die Epochen Antike, Mittelalter und Neuzeit. Und natürlich führte die Reise auch ins Mittelalter. Zunächst modellierten die Kinder kleine Krüge, Schwerter oder auch Schmuck. Danach trafen sie sich im Haferkasten von Haus Martfeld und lasen gemeinsam eine spannende Geschichte über ein Ritter-Abenteuer.

Das Haus Martfeld war selbst ein Rittergut, und so durfte das Heimatmuseum auf dieser Zeitreise nicht fehlen! Heike Rudolph, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, unternahm mit den Kindern zwei spannende Rallyes durch das Museum, verbunden mit einem Quiz, das die wissbegierigen Kinder glänzend meisterten. Und auch Bürgermeister Jochen Stobbe ließ sich vor Ort vom Feuereifer der Kinder anstecken, die ganz vertieft waren in Geschichte und Abenteuer.

Der spannende Workshop wurde von der Wilhelm-Erfurt-Stiftung für Kultur und Umwelt gesponsert, so dass keine Teilnahmegebühr erhoben werden musste. Und er war so erfolgreich, dass im Sommer die nächste Zeitreise stattfinden wird.

Mit diesem museumspädagogischen Workshop hat die engagierte Svenja Wüstermann der Geschichte und dem Haus Martfeld neue junge Freunde dazugewonnen.

Schwelm, den 21. April 2015

 

 

Svenja Wüstermann verteilt kleine Gaben an die engagierten Kinder. Mit den schmucken, am Jacquard-Webstuhl im Haus Martfeld hergestellten Schwelm-Wappen, nehmen die Nachwuchs-Historiker ein Stück Stadtgeschichte mit nach Hause.
Schülerinnen und Schüler aus der Querflötenklasse von Eugen Akinschin, der Blockflötenklasse von Fabienne Kirschke und der Gitarrenklasse von Regine Köppen musizierten zur Freude der Zuhörerinnen und Zuhörer im Seniorenstift St. Marien.
Mit vielen Werkstoffen schufen die Kinder Kunstwerke aus verschiedenen historischen Epochen nach.
Heike Rudolph hatte mit den Kindern in zwei Gruppen spannende Rallyes im Museum unternommen. Bürgermeister Jochen Stobbe war begeistert vom Workshop „Zeitreise“ und dessen museumspädagogischer Qualität. Fotos: Stadtverwaltung Schwelm.
Serviceportal