Am liebsten ging sie „in die Schule“

Valentina Miller herzlich aus den Diensten der Stadt verabschiedet

 

 

Mit 65 Jahren ist jetzt Frau Valentina Miller aus den Diensten der Stadtverwaltung Schwelm ausgeschieden. Zum Abschied verwöhnte sie ihre Kolleginnen und Kollegen mit leckerstem Kuchen; die revanchierten sich mit Blumen und Pralinen. Frau Miller war über 40 Jahre berufstätig, die letzten 20 davon als Reinigungskraft des Fachbereichs Immobilienmanagement.

Frau Miller war u.a. in den städtischen Turnhallen und im Rathaus beschäftigt. „Am liebsten aber war ich in den Schwelmer Schulen tätig“, betont die heitere Frau, die wegen ihrer Tatkraft, Freundlichkeit und Verschmitztheit sehr beliebt war (und es bleibt).

Valentina Miller wurde in Krasnojarsk in Sibirien geboren (an einem Dezembertag bei minus 64 Grad!) und lebte später 33 Jahre mit ihrer Familie in Kirgistan. Ihre Vorfahren waren einst aus Stuttgart nach Russland eingewandert als sogenannte Wolgadeutsche. Noch heute verleiht der schwäbische Akzent Frau Miller etwas Beschwingtes. 1993 zog sie mit Mann und Kindern als letzte des Familienverbandes nach Deutschland, wo sie auch sprachlich sofort zurechtkam und nach kürzester Zeit Arbeit fand.

Die vielen Jahre der Arbeit in einem anstrengenden Beruf haben ihr manches abgefordert. Vom Typ her ist Frau Miller, Mutter von drei Kindern und stolze Großmutter von fünf Enkeln, keine Stubenhockerin. „Ich will immer hinaus, Menschen kennen lernen, eine neue Stadt sehen und frische Eindrücke gewinnen. In meiner Jugend hatte ich ja nichts“. So wurde sie früh Mitglied im deutsch-französischen Club Schwelm-Fourqueux. Mit Tochter und Enkelin war sie einmal drei Tage in Monaco, doch auch dem Osten gehört ihr Herz. Sie besuchte Tschechien und reiste in den vergangenen Jahren in die Ukraine. Ohne das Gefühl von Bewegung, Aufbruch und Entwicklung kann diese Frau, die manchen Berg versetzt und viele Grenzen überwunden hat, nicht leben.

Schwelm, den 15. Januar 2014

 

 

 

Kelsey Klamath begeistert mit Songs der 70er und 80er Jahre. Freitag ist sie zusammen mit Peter Jureit im Schloss Martfeld zu hören.
Herzliche Glückwünsche zum Abschied gab es von Bürgermeister Jochen Stobbe, vielen Kolleginnen und Kollegen und auch von Dr. Monika Steinrücke, der Präsidentin des Clubs Schwelm-Fourqueux.
Serviceportal