Schulen, Bäder und Kultur

Erstellt von Heike Rudolph |

Christa Dowidat scheidet nach 44 Jahren aus städtischem Dienst aus

Nach 44 Jahren scheidet Christa Dowidat im November aus dem Dienst bei der Stadtverwaltung Schwelm aus. Die Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur, Sport wird sich am 29. Oktober um 18 Uhr mit einer Feier in der Mensa der Realschule von ihren Kolleginnen, Kollegen und vielen Weggefährten aus ihrem Arbeitsbereich verabschieden.

Die 1949 in Uslar geborene Christa Dowidat besuchte in Ennepetal und dann in Breckerfeld die Volks- bzw. Realschule und bewarb sich bei der Stadt Schwelm für den gehobenen Dienst. Nach dem Ende ihrer Ausbildung 1972 arbeitete sie zunächst neun Jahre im damaligen Haupt- und Personalamt, bevor sie für drei Jahre in das Liegenschaftsamt wechselte, aus dem sie sich, wie sie scherzhaft sagt, „selbst wegrationalisierte“, zumal die Stadt sich in der Folge von mehreren Immobilien trennte. Nach drei Jahren in der Kämmerei übernahm sie die Leitung der Schulverwaltung. 1993 kam der Sportbereich hinzu und ein Jahr darauf die Kultur. Außerdem gehörte drei Jahre hindurch auch das Standesamt zu Christa Dowidats Wirkungskreis.

Ihr Arbeitsbereich war sehr bewegt. Christa Dowidat erinnert sich an die jahrelange Debatte über die alte Stadtbücherei und den Umzug dieser Einrichtung in die Hauptstraße. Sie denkt zurück an die vielen Einschnitte im Bereich der Musikschule, die sie jahrelang begleitet hat, und an die Verschmelzung beider Schwelmer Hauptschulen zu einer. Zu den großen Herausforderungen zählten die Schließung der Zweigstelle der Nordstadtschule und Aufbau und Organisation der Offenen Ganztagsgrundschulen. Den Umzug der Förderschule an das Ländchen im kommenden Jahr hat sie ebenfalls noch mit auf den Weg gebracht. Wegmarken waren auch die Sanierung der asbestbetroffenen Realschule und der Einrichtung bzw. der Bau der Mensen an der Realschule und am Gymnasium.

In Christa Dowidats Zeit fiel die mehrere Jahre währende Restaurierung des Nordflügels von Haus Martfeld, das im Ganzen ein wichtiges Thema für sie war. Und dann waren da noch die vorübergehende Einführung der Entgelte für die Hallennutzung, die Schließung des Freibades und viele Modernisierungsmaßnahmen am und im Hallenbad.  

Eines der letzten großen Projekte für Christa Dowidat ist das COMENIUS-Regio-Projekt zum Klimawandel zwischen Schwelm und Kolberg, bei dem die Schulverwaltungen beider Städte eine wichtige Rolle spielen.

Christa Dowidat hat unter den Stadtdirektoren Paul Schulte und Jürgen Kulow sowie unter den Bürgermeistern Rainer Döring, Dr. Jürgen Steinrücke und Jochen Stobbe gearbeitet. Vermissen, das weiß die drahtige Frau schon jetzt, wird sie die Kommunikation. „Ich habe immer gerne gearbeitet, und daher wartet nun sicher eine Umstellung auf mich“. Hobbys hat die 61Jährige genug. Sie liebt den Sport, vor allem das Radfahren, Wandern und Schwimmen, und so möchte sie vor allem, wie sie sagt, in „meinem Hallenbad schwimmen“. Reisen und Lesen stehen zudem auf dem Programm. Und: Gern möchte die dann ehemalige Leiterin des Kulturbereichs ganz persönlich als Gast Kunstausstellungen im Haus Martfeld besuchen.

Schwelm, den 29. Oktober 2010

Wir machen Musik: Man kann nur staunen über das Können der Jungen und Mädchen, die am JeKi-Programm teilnehmen. Diese JeKi-Kinder gaben 2009 ihr großes Konzert: Der Raum war proppenvoll und der Beifall der begeisterten Besucher noch auf der Straße zu hören. Foto: Stadt Schwelm / Heike Rudolph
Sport und Kultur werden auch den Ruhestand von Christa Dowidat bestimmen. Foto: Heike Rudolph
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