Feuerwehr - ein typischer "Männerberuf"?

Erstellt von Norbert Fichtel |

Vier Realschülerinnen absolvierten "Kontrastikum" bei Schwelmer Feuerwehr

Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 8 der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule machen sich frühzeitig Gedanken um ihre berufliche Zukunft. Die Mädchen und Jungen sollen dabei auch Berufe kennen lernen, die sie bislang nur als „typische Männer- oder Frauenberufe“ wahr genommen haben.

Einer dieser klassischen „Männerberufe“ ist die Tätigkeit als Feuerwehrmann. Die Anzahl von weiblichen Feuerwehrangehörigen liegt bundesweit bei ca. 1,0 Prozent und zeigt deutlich eine geringe Präsenz von Frauen in diesem Beruf. Im Bereich der freiwilligen Feuerwehr liegt der Anteil der Feuerwehrfrauen derzeit bei ca. 1,7 Prozent.

Die Schülerinnen Janine Wenzel, Alina Hasenbeck, Marie Herweg-Steffens und Thayanaa Thatparpnanthan haben sich bewusst für ein Praktikum bei der Feuerwehr Schwelm entschieden.

Man kennt ja die Vorstellung, bei einem Kaffee und mit Zeitungslesen warte man auf den nächsten Einsatz. Doch davon konnte keine Rede sein. Die vier Schülerinnen mussten sich in der täglichen Arbeitszeit mit den Strukturen, den Aufgaben, der Ausbildung und mit den körperlichen Anforderungen an die Feuerwehrfrau auseinandersetzen.

Mit großer Begeisterung lernten Sie die Schutzkleidungen, die Löschfahrzeuge und Geräte der Feuerwehr kennen. Im Übungsdienst konnten Sie die Geräte selbst bedienen und anwenden. Die Fahrt mit der Drehleiter machte ihnen deutlich, dass man als Feuerwehrfrau auch schwindelfrei sein muss. Im Rahmen der Tätigkeiten der Feuerwehr im Rettungsdienst lernten sie die Rettungsfahrzeuge kennen und konnten sich in der Ersten-Hilfe üben. 

Zum Ende des Praktikums konnten die vier Schülerinnen feststellen, dass die Feuerwehrfrau körperlich fit sein muss und ihre Allgemeinbildung und die naturwissenschaftlichen Fächer nicht vernachlässigen darf. Ein gutes technisches Verständnis und ein ausgeprägtes handwerkliches Geschick sollte die Feuerwehrfrau nachweisen können. Alle vier jungen Damen wollen aber erst ihre schulische Ausbildung weiter ausbauen, um dann vielleicht später einmal in diesen technischen Beruf zu gehen.

Schwelm, den 7. Juli 2009

 

Meinhard Esser übernimmt die Leitung des Jugendamtes in Soest. Foto: Heike Rudolph
Bürgermeister Jochen Stobbe dankte den zahlreichen Schwelmern und Gästen, die den Weg zum Erinnerungsstein an der Südstraße gefunden hatten.
Janine Wenzel, Alina Hasenbeck, Marie Herweg-Steffens und Thayanaa Thatparpnanthan lernten die Schutzkleidung, die Löschfahrzeuge und Geräte kennen. Hauptbrandmeister Matthias Jansen unterwies die Schülerinnen in Erster Hilfe.
Ein Kranz für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Die Mitglieder der "Stolperstein"-Gruppe mit ihrer Lehrerin Gabriele Czarnetzki. Fotos: Heike Rudolph
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