Beim Schneeräumen Engpässe vermeiden

Technische Betriebe Schwelm erinnern an besondere Regelung der Straßenreinigungssatzung

Nach den ersten Schneefällen dieses Jahres möchten die Technischen Betriebe Schwelm an eine besondere Regelung der Straßenreinigungssatzung erinnern, die für den Fall von Starkschnee-Ereignissen geschaffen wurde.

Auf Grund der erheblichen Behinderungen auf vielen Straßen im Dezember 2010 wurde damals festgelegt, dass der Schnee von Gehwegen nicht zum Straßenrand, sondern zur Grundstücksseite geschoben werden muss.

Diese Regelung ist nach Auffassung des damals einberufenen Runden Tisches zum Winterdienst eine wichtige Bedingung, um bei Starkschnee die Funktionsfähigkeit der Straßen zu erhalten.

In diesem Winter sind anhaltende Starkschneeereignisse bisher zum Glück ausgeblieben. Die Probleme, die bei starken und anhaltenden Schneefällen an den Straßenrändern entstehen, waren deshalb noch nicht so groß. Aber überall dort, wo Anlieger bei der Gehwegräumung die neue Regelung bereits jetzt konsequent angewandt haben, wird schon bei geringeren Schneemengen eine deutliche Entlastung der Straßenrand-Situation sichtbar. Dies lässt erkennen, wie wichtig die neue Regelung tatsächlich bei Starkschnee-Ereignissen sein wird.

Die Schwelmer erinnern sich sicher noch an den Starkschnee im Dezember 2010 – da waren die Straßen häufig nur noch einspurig zu befahren. Die Schneemengen von der Straße und zusätzlich von den Gehwegen lagen in großen Haufen am Straßenrand und behinderten den gegenläufigen Verkehr. An ein geordnetes Parken war vielerorts nicht mehr zu denken, Pflege- und Rettungsdienste hatten große Mühe bei der Erreichbarkeit ihrer Patienten, Busse kamen nicht mehr durch und auch die Müllabfuhr wurde in diesen Tagen teilweise unmöglich.

Der damals einberufene Runde Tisch hatte Vertreter aus vielen Organisationen und gesellschaftlichen Gruppierungen zusammengebracht und eine ganze Reihe von Regelungen empfohlen, die Erleichterungen beim nächsten Starkschnee-Ernstfall schaffen können.

Da die Räumfahrzeuge der TBS keine andere Chance haben, als zum Straßenrand hin zu räumen, ist Schnee am Straßenrand grundsätzlich unvermeidbar. Aber die zusätzlichen Mengen, die von den Gehwegen und manchmal sogar von privaten Einfahrtsbereichen am Straßenrand aufgetürmt waren, haben die Situation erheblich erschwert. Dies wird durch die neue Regelung beim nächsten Starkschnee verhindert.

In vielen Fällen bieten sich Vorgarten- oder Randflächen an. Und auch an der Hauswand selbst kann Schnee gelagert werden. Die Befürchtung, dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk ziehen könnte, ist mit Blick auf die begrenzte Zeitdauer solcher Starkschneeereignisse nicht begründet. Die im Dezember 2010 in den Straßen aufgetretenen Probleme sind da weitaus gravierender.

Markus Flocke, Vorstand der TBS, legt Wert auf die Feststellung, dass „die TBS diese Regelung nicht aus Prinzip anwenden“. Gehandelt werden muss nach Ansicht der TBS aber dann, wenn in einer  Straße die Schneeberge an den Straßenrändern zu tatsächlichen Problemen führen. Wenn wieder – wie im  Dezember 2010 – Straßen zu Einbahnstraßen werden, die Anlieger ihre Fahrzeuge nicht mehr abstellen können, Rettungsdienste nicht mehr durchkommen, Pflegedienste ihre Patienten nicht mehr erreichen etc.

Markus Flocke wirbt für Augenmaß bei der Bewältigung dieses Problems und hofft auf gelebte Solidarität, wenn es wieder einmal Starkschnee in Schwelm gibt. Die TBS bitten deshalb, beim Gehwegräumen frühzeitig hieran zu denken. Denn aus einem kleinen Haufen kann schnell ein ganz großer werden.

Schwelm, den 31. Januar 2013

 

Ronja stellt sich auf die Seite von Birk und zieht mit ihm in den Wald.
Bürgermeister Jochen Stobbe und Pia Schäfer vom Fachbereich Zentraler Service freuen sich über das Friedenslicht, das Christian Fasel, Pascal Hiller und Simon Wittwer heute ins Schwelmer Rathaus brachten. Foto: Heike Rudolph
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