Dank an ehrenamtlich tätige Betreuer

Pressemitteilung des Ennepe-Ruhr-Kreises

 

(pen) Mit einer Dankeschön-Veranstaltung im Schwelmer Ibach Haus hat die Betreuungsstelle der Kreisverwaltung jetzt den Einsatz aller gesetzlichen Betreuer aus den Städten Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm gewürdigt. „Die Bereitschaft für einen kranken oder behinderten Menschen da zu sein und ihm ehrenamtlich mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ist keine Selbstverständlichkeit“, machte Wolfgang Winter, Leiter der Betreuungsstelle, bei der Begrüßung deutlich. Seine Einschätzung teilten in ihren Grußworten Jörg Obereiner, stellvertretende Landrat, Schwelms Bürgermeister Jochen Stobbe und Vertreter der Städte Gevelsberg, Ennepetal und Breckerfeld sowie Claudia Glombitza, zuständige Betreuungsrichterin am Schwelmer Amtsgericht.

Bundesweit dürften rund 750.000 Menschen zu ehrenamtlichen Betreuern bestellt sein, im Amtsgerichtsbezirk Schwelm liegt ihre Zahl bei gut 1.100. Häufig handelt es sich um Angehörige, Freunde, Nachbarn oder Berufskollegen von Betroffenen. Da keine soziale oder gar gesundheitliche Betreuung übernommen wird, ist der Begriff „Betreuung“ etwas irreführend. Besser wäre gesetzlicher Vertreter, denn letztendlich lautet die Aufgabe, Entscheidungen zu treffen, zu denen der Betreute nicht mehr selbst in der Lage ist. „Auch wenn die Anforderungen an Betreuer sehr vom jeweiligen Einzelfall abhängig sind, gibt es natürlich gewisse Eignungen, die man mitbringen sollte“, so Winter. Dazu zählt er ausreichende Sprachkenntnisse und Vorstrafenfreitheit ebenso wie Volljährigkeit, geordnete wirtschaftliche Verhältnisse und einen notwendigen zeitlichen Freiraum, um den Betreuten zu besuchen und sich um seine Angelegenheiten zu kümmern.

Die rund 120 ehrenamtlichen Betreuer, die die Einladung zur Dankeschön-Veranstaltung angenommen hatten, nutzten die Gelegenheit, um untereinander sowie mit den Mitarbeitern der Betreuungsstelle, Richtern und Ehrenamtsbeauftragten Fragen aus der täglichen Praxis zu erörtern und aktuelle Fälle zu diskutieren. „Wir als Betreuungsstelle“, machte Winter in zahlreichen Gesprächen deutlich, „sind ihr Hauptansprechpartner, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.“ So liefere die Kreisverwaltung beispielsweise Hinweise auf Hilfsangebote wie Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und soziale Dienste. „Darüber hinaus geben wir auch Auskünfte rund um rechtliche Fragen und zu Vorsorgemöglichkeiten.“

Neben Austausch und Information kam im Ibach-Haus auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Dazu trugen insbesondere die engagierte Vorstellung des Schwelmer Flick Flack Jugendtheaters unter Leitung von Sabine Masmeier-Wegemann bei. Die jungen Darsteller begeisterten mit Gesangs- und Tanzeinlagen, animierten zum Mitswingen und Mitklatschen.

 

Schwelm, 30. Juni 2014

Stellten sich mit Jörg Obereiner (letzte Reihe, zweiter von links) und Jochen Stobbe im Schwelmer Ibach Haus dem Fotografen: Die ehrenamtlichen Betreuer,die die Einladung zur Danke-Schön-Veranstaltung angenommen hatten/Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
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