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TBS empfehlen jetzt Frühjahrs-Kur für den Rasen

Nach dem Winter mit seinen dunklen Tagen, kalten Temperaturen und zum Teil hohen Schneeauflagen ist der Rasen oftmals nicht mehr in einem gutem Zustand. Die ersten warmen Frühlingstage, die wir jetzt genießen können, sind die richtige Zeit, dem Rasen zu helfen, einen guten Start in das neue Gartenjahr zu bekommen.

Vertikultieren: Nach dem Winter ist die Grasnarbe durchsetzt mit abgestorbenen Pflanzenteilen, Moosen oder dem Laub der umstehenden Bäume. Grund genug, um diesen Rasenfilz zum Vegetationsbeginn zu entfernen. Hilfe bietet hierbei das Vertikultieren. Am einfachsten geht es mit dem motorbetriebenen Leihgerät aus dem Gartenfachhandel.

Durch das Vertikultieren werden Rasenfilz entfernt, ungesunde Feuchtigkeit vermindert und nicht zuletzt der Luftaustausch im Boden deutlich verbessert. Positiver Nebeneffekt: Die unerwünschten Moose werden gleich mitentfernt. Durch das Fehlen des Rasenfilzes stehen dann den Rasengräsern Wasser und Nährstoffe in vollem Umfang zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass der Rasen vor der Anwendung gut abgetrocknet sein sollte, um möglicht wenig Grasbüschel mit herauszureißen.

Nach dem Vertikultieren sieht der Rasen oft „gerupft“ aus, doch keine Sorge, unter normalen Bedingungen breiten sich die verbliebenen gesunden Gräser sehr schnell in die entstandenen Kahlstellen hinein aus. Günstig ist nach dem Vertikultieren das Aufbringen von Sand, um den Wasser- und Lufthaushalt gerade von schweren Böden zu verbessern.

Sollte der „Rasen“ vor dem Vertikultieren nur aus Moos bestehen, sollte man sehr genau prüfen oder prüfen lassen, ob der Standort mit seinen Licht- und Bodenverhältnissen für die Anlage einer Rasenfläche überhaupt geeignet ist. Ggf. hilft auch eine Bodenprobe, Klarheit über den schlechten Zustand des Rasens zu bekommen.

Düngen: Je nach Anspruch, Beanspruchung und Bodenart kann so mancher Rasen auch ohne Düngung gut aussehen. Wenn die Grundbedingungen wie ein unverdichteter durchlässiger, humoser Boden und eine Besonnung von mindestens 6-8 Stunden pro Tag stimmen, braucht Rasen in der Vegetationsperiode lediglich einen regelmäßige Schnitt.
Ein für die Nährstoffaufnahme optimaler PH-Wert des Bodens sollte beim Rasen zwischen 6,5-7 liegen.

Je stärker die Belastung der Rasenfläche wird, um so wichtiger ist eine ausreichende Versorgung mit Stickstoff. Hier werden im Hausgarten etwa 10g Reinstickstoff/ Jahr benötigt. Im Fachhandel werden spezielle Rasendünger als Langzeitdünger angeboten. Günstig ist eine Zusammensetzung N:P:K:Mg von 15:5:9:2. Eine ausreichende Nährstoffversorgung wird mit 2-3 Düngungen in der Hauptwachstumszeit von März bis spätestens Anfang August im Abstand von 6-8 Wochen erreicht.

Für eine Herbstdüngung sind die vorgenannten Rasendünger nicht mehr geeignet, da sie zuviel Stickstoff enthalten. Hier verwendet man Spezialdünger mit einem hohen Kaligehalt, um eine Ausreifung der Rasengräser für die entsprechende Winterhärte zu erhalten.

Um den Dünger möglichst gleichmäßig ausbringen zu können, ist der Einsatz eines Düngerstreuers hilfreich, der in den meisten Gartenfachmärkten ausgeliehen werden kann. Beim Ausbringen ist die Dosierungsempfehlung der Hersteller (Gebindeaufdruck) unbedingt einzuhalten, da eine Überdüngung zu Schäden auf der Rasenfläche führt. Verbrennungen an der Grasnarbe werden verhindert, wenn die Düngung an bedeckten und regnerischen Tagen erfolgt. Ggf. kann eine Wassergabe nach der Düngung hilfreich sein, um den Dünger schnell an die Wurzeln der Rasengräser zu bringen.

Nachsaat: Bei großflächigen Mängeln oder kleinen Lücken im Rasen hilft nach dem Vertikultieren eine Einsaat mit speziellen Regenerationssaatmischungen, die im Fachhandel zu kaufen sind. Diese schließen die vorhandenen Lücken schneller als die sonst üblichen Regelsaatgutmischungen und bilden innerhalb weniger Wochen wieder einen geschlossenen grünen Rasen.

(Quellen und weitergehenden Informationen: Landwirtschaftskammer NRW; http://www.landwirtschaftskammer.de/verbraucher/garten/index.htm. Bayrische Gartenakademie; www.lwg.bayern.de).

Schwelm, den 31. März 2011

 

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Franz-Josef Degenhardt, geboren am 3. Dezember 1931 in Schwelm, gestorben am 14. November 2011 in Quickborn. Foto: Bernd Richter
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