Auch in Schwelm: Vorsicht vor dem Riesenbärenklau!

Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, gehört zu den schönsten, aber auch problematischsten Pflanzen, die in Nordrhein-Westfalen gedeihen. Diese sehr giftige Pflanze, die eine Höhe bis zu 3,5 m erreichen kann, kommt ursprünglich aus Asien. Sie wurde bei uns als Zierpflanze eingeführt und breitet sich seit Jahren zunehmend selbstständig aus.

In Schwelm ist die Herkulesstaude u.a. entlang der Bahnstrecken zu beobachten.

Jörg Klostermann vom städtischen Fachbereich Planung der Stadt Schwelm weist darauf hin, dass bei der Bekämpfung der Pflanze Sicherheitshinweise zu beachten sind. Den Kontakt mit der Haut unbedingt vermeiden! Die Berührung der Pflanze kann unter Sonneneinstrahlung zu Blasen und Verbrennungen führen (s. auch weiter unten auf dieser Seite).

Gefahren
Eine große Gefahr ist die effiziente Ausbreitung: Eine einzelne Pflanze bildet mehrere 10'000 Samen, die im Boden etwa 7 Jahre keimfähig bleiben. Die Ausbreitung erfolgt durch Wind (meist nur ca. 10m, an Bahnstrecken aufgrund der Luftverwirbelungen bis mehrere 100m), durch Gewässer (Samen, welche bis zu drei Tagen im Wasser blieben, sind keimfähig), durch Tiere (Samen bleiben mit den Borsten oder im Fell von Tieren hängen).

Mensch: Der Saft des Riesen-Bärenklaus enthält phototoxische Furancumarine. Eine Berührung der Pflanze bei gleichzeitiger oder nachfolgender direkter Sonneneinstrahlung führt zu unangenehmen Hautentzündungen mit so starker Blasenbildung, dass Narben zurückbleiben können. Je nach Verbrennungsgrad und weiteren Nebenwirkungen (Fieber, Schweißausbrüche, Kreislaufstörungen) ist eine ärztliche Behandlung angeraten).

Natur: Die Staude bildet gerne dichte Bestände und beschattet mit ihren riesigen Blättern den Unterwuchs, so dass die einheimische Vegetation durch Lichtmangel verdrängt wird. Die bis zu 60 cm lange Pfahlwurzel ermöglicht der Pflanze ein schnelles Wachstum und eine fast beliebig große Regeneration.

Vorbeugung und Bekämpfung
Die Ausbreitung aus Gärten muss verhindert werden, die Blütenstände müssen kurz vor der Fruchtbildung entfernt werden. Bestände in der Nähe von Kinderspielplätzen unbedingt schnell entfernen, dabei die Pflanze nicht berühren (Handschuhe, langärmelige Kleider tragen, Augenschutz). Die abgeschnittenen Pflanzen nicht auf dem Gartenkompost oder auf Gartenabfalldeponien entsorgen, am besten in den Restmüll geben.

Weitere Informationen unter Bauen, Wohnen/Aktuelles

Bürgermeister Jochen Stobbe und Stellver. Schulleiter Wolfgang Thomas (l.) nach dem symbolischen Nagelschlag zusammen mit Zimmermann Peter Schmücker (r.) und der Presse in luftiger Höhe im Mensa-Rohbau.
Die Frühschwimmer (unten) - hier gerade bei der beliebten Wassergymnastik - und die Schwelmer Politiker freuen sich über die gelungene Sanierung des Schwelmer Hallenbades. Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke ließ sich den Sprung in die "Fluten" nicht nehmen. Fotos: Heike Rudolph/Jeannine Hartmann
Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt.
Zusammen mit Vertretern der Schulpflegschaft, der Lehrer, der Schüler und der beteiligten Unternehmen sowie mit Politikerinnen und Politikern und Vertretern des städtischen Immobilienmanagements und des Fachbereichs Bildung, Kultur, Sport wurde das Richtfest gefeiert. Fotos: Heike Rudolph
Serviceportal