Würdige Eröffnung des islamischen Grabfeldes auf dem städtischen Friedhof Oehde

Erstellt von Heike Rudolph |

Die Teilnehmer waren sehr bewegt. Die Eröffnung eines islamischen Grabfeldes auf dem städtischen Friedhof sei ein wichtiges Ereignis für die muslimischen Menschen, so  Mehmet Ucmus. Wie der Attaché des türkischen Generalkonsulates sahen das auch die Vertreter des türkisch-islamischen Kulturvereins Schwelm, Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke, Markus Flocke (Leiter der Technischen Betriebe) und Reiner Lieberts (Friedhofsverwaltung).

Es handele sich auch um einen Schritt der Integration, hieß es, und immer wieder war von Heimat die Rede, einem Begriff, so der Bürgermeister, der nicht fassbar wie ein Gegenstand sei, doch „sehr wichtig für uns Menschen und gebunden an andere Menschen, mit denen wir leben, sowie an Orte, in denen wir leben und schließlich auch sterben.“

Mehmet Ucmus und Dr. Steinrücke schnitten in einem feierlichen Akt das rote Band vor der weißen Steinstele durch, die üblicherweise ein islamisches Grabfeld ausweist und die als Inschrift einen Text in arabischer Schrift und deutscher Übersetzung trägt, der lautet: „Jedes Lebewesen soll den Tod kosten; zu Uns sollt ihr dann zurück gebracht werden“ (Sure 29, Vers 57, aus dem Koran). Gestiftet hatte die Stele Dr. Steinrücke.

Das islamische Grabfeld misst knapp 800 Quadratmeter und bietet Platz für 100 Bestattungen. Die Anregung zu einem Grabfeld für Muslime hatte der türkisch-islamische Kulturverein gegeben, wie dessen Vorsitzender Mehmet Kondouglu ausführte. Bürgermeister und Friedhofsverwaltung nahmen die Anfrage auf, man führte Gespräche, nahm die Neuerung in die Friedhofssatzung auf. Die Gräber sind sogenannte Rasenwahlgräber, also eine reine Rasenfläche, auf der dann Grabsteine an die Verstorbenen erinnern werden, die hier nach islamischem Ritus beerdigt wurden.

Auf den Schwelmer Friedhöfen gibt es neben den klassischen Formen der Erdbestattungen (Reihen- und Wahlgräber für Sarg- und Urnenbestattungen) auch Urnenwände, Rasenwahl- und Rasenreihengräber für Sarg- und Urnenbestattungen, sowie auf dem städtischen Teil anonyme Urnengräber und nun auch islamische Bestattungen auf dem Sondergrabfeld.

Schwelm, den 23. April 2009

Die Teilnehmer des Spielenachmittags wählen unter verschiedenen Brett- und Kartenspielen. Foto: Heike Rudolph
Am 16. Dezember findet der nächste Spiele-Nachmittag für Senioren statt. Foto: Heike Rudolph
Claudia Crawford, Beiratsvorsitzende des Deutschen Feuerwehrverbandes und ehemalige Bundesfamilienministerin, gratulierte Hartmut Ziebs sehr herzlich zu seiner Wiederwahl. Foto: Friedrich Kulke
Man sei dem Bürgermeister und der Stadt Schwelm sehr dankbar für die Möglichkeit, Muslime nach islamischem Ritus bestatten zu dürfen, betonten Attaché Mehmet Ucmus und Mehmet Kondouglu, Vorsitzender des türkisch-islamischen Kulturvereins in Schwelm. Fotos: Heike Rudolph
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