Gelassenheit und Wurst und Freundschaft

Deutsch-Französische Begegnung im Schwelmer Rathaus

 

 

„Europa ist keine Gleichmacherei – Europa bedeutet, dass verschiedene Nationen und Kulturen friedlich miteinander leben und voneinander lernen!“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Jochen Stobbe jetzt im Rathaus über 80 Jugendliche, die sich im Rahmen des Schüleraustauschs zwischen den Gymnasien in Schwelm und Segré begegnen.

Sechs der französischen Schülerinnen und Schüler hatten ihrerseits eine herzliche Begrüßung vorbereitet und stellten Jochen Stobbe interessante Fragen. So wollten sie u.a. von ihm wissen, welches Frankreichbild er habe. Es herrsche eine andere Mentalität in Frankreich, so Schwelms Stadtoberhaupt. Man gehe an manche Dinge mit größerer Gelassenheit heran als in Deutschland, wo es mitunter sehr gehetzt zugehe.

Ob er schon in Frankreich gewesen sei? Ja, so Stobbe, viele Male in Fourqueux, der Schwelmer Partnerstadt. Diese Bindung sei eng, man habe sogar den Volkstrauertag zusammen begangen – vor dem Hintergrund der wechselvollen deutsch-französischen Geschichte ein großer Akt der Nähe und der Freundschaft füreinander.

Was denn ihr Bild von Deutschland präge, wollte der Bürgermeister nun umgekehrt von den jungen Leuten wissen und lachte laut, als diese feststellten, dass Bier und Wurst und „tüchtig“ essen in Deutschland eine große Rolle spielen würden.

Man sei gekommen, um sich auszutauschen, um Freunde zu gewinnen. Einige der französischen Schüler/innen würden auch gerne in Schwelm für mehrere Wochen ein Praktikum absolvieren., so war zu hören.

Der Austausch zwischen den beiden Schulen besteht seit über 30 Jahren und hat an Attraktivität nicht eingebüßt. Auf französischer Seite führen Frau Tromeur, Frau Pietin und Herr Fabius den Austausch durch, am Märkischen Gymnasium sind Frau Thomas und Frau Hamm engagiert. Und nicht vergessen werden darf Guy, der Busfahrer, der die in Gastfamilien untergebrachten jungen Leute sicher nach Schwelm fuhr und auch wieder heimbringen wird.

Schwelm, den 8. April 2014

Maki Hayashida (Klavier)
Gruppenfoto auf der Rathaus-Treppe: Bürgermeister Jochen Stobbe freute sich sehr über den Besuch der jungen Gäste, die ihn zuvor interviewt hatten (unten). Fotos: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
Er kann Leben retten: der Defibrillator. Das wertvolle Geschenk wird seinen Standort im Bürgerbüro der Stadt Schwelm haben. V.l.: Christian Rüth (Fachbereich Bürgerservice), Dr. Ulrich Müschenborn (Ärztlicher Direktor des Helios-Klinikums Schwelm), Dr. Marc Baenkler (Geschäftsführer des Helios-Klinikums Schwelm), Wilfried Guthier (Leiter des Fachbereichs Bürgerservice), Bürgermeister Jochen Stobbe, Ralf Schweinsberg (Beigeordneter u. Kämmerer) und Schwelms Feuerwehrchef Matthias Jansen. Foto: Helios-Klinikum / Maren Esser
Vera Milicevic (Violoncello)
Liviu Neagu-Gruber (Violine)
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