Haus Martfeld übergab Jagdschloss Schorfheide bedeutende Geweihsammlung

Wer hätte gedacht, dass im Haus Martfeld einmal Geweihe im Mittelpunkt der Betrachtung stehen würden? Und dass diese Geweihe sogar zu einer Bundesländer übergreifenden Angelegenheit werden würden?

In herzlicher Atmosphäre übergaben Schwelms Bürgermeisterin Gabriele Grollmann und Dr. Bärbel Jäger vom Museum Haus Martfeld jetzt Helmut Suter, dem Leiter des Museums Jagdschloss Schorfheide in Brandenburg, als Dauerleihgabe eine bedeutende Geweihsammlung aus ihrem Bestand. Es handelt sich um 41 Geweihe und je einen präparierten Kopf eines Elches und eines Rothirsches.  

Johannes von Hövel, letzter Besitzer des Martfelds, hatte die Trophäensammlung seines Vaters in Erwartung heranrückender Truppen zum Ende des Zweiten Weltkriegs nach Schwelm gebracht.

Als Sohn Balduin von Hövels, dem Forstmeister Kaiser Wilhelms II., war Johannes von Hövel im Forsthaus Grimnitz aufgewachsen und wusste um den jagdwissenschaftlichen Wert des Konvoluts.

Einzelstücke zierten von ihm genutzte Räume, den Großteil jedoch lagerte er auf dem Dachboden von Haus Martfeld ein.

Bis auf wenige repräsentative Stücke kehrte die Sammlung jetzt an ihren Entstehungsort zurück. Im Jagdschloss Schorfheide soll sie in Zukunft an die Verdienste Balduin von Hövels um Naturschutz und Jagdethik erinnern. An einer Biographie über den anerkannten Forstmeister wird dort bereits gearbeitet.

Schwelm, den  23. Juli 2018

Helmut Suter, der Leiter des Museums Jagdschloss Schorfheide, war sehr angetan von der bedeutenden Geweihsammlung, die jetzt den Weg nach Brandenburg angetreten hat. Mit ihm freuen sich Bürgermeisterin Gabriele Grollmann und Dr. Bärbel Jäger vom Museum Haus Martfeld. Foto: Stadtverwaltung Schwelm
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