“Click it ! Gute Seiten – Schlechte Seiten“

Ein Theaterstück über Chancen und Risiken des Internets

Auf Einladung des städtischen Fachbereichs Jugend sind am Dienstag, dem 22. September, über 400 Schülerinnen und Schüler der Schwelmer Schulen zu zwei Theater­aufführungen ins Jugendzentrum eingeladen. Es werden überwiegend die Jahrgänge 5 bis 7 teilnehmen. Die Vorstellungen beginnen um 9.30 und um 11.30 Uhr. Die Aufführungen des ‚Zartbitter Präventionstheaters’ – Köln werden jeweils eine Stunde dauern, so dass noch Zeit für das Gespräch mit den Schülern bleibt.

Das Theaterstück „Click it!“ erzählt die Geschichte von Silvio und Billa, die gemeinsam einen Film über ihre Hobbys für die Schule drehen möchten. Billa möchte Filmemacherin werden. Silvio interessiert sich für Modellbau und hat die Welt der Chats für sich entdeckt, der Billa wesentlich kritischer gegenüber steht. In Chats knüpft Silvio neue interessante Kontakte, ist jedoch auch unverblümter sexueller Anmache ausgesetzt. Seine anfängliche Offenheit den neuen „Freunden“ und „Freundinnen“ im Netz gegenüber weicht der Erkenntnis, dass nicht alle Chatter das sind, was sie vorgeben zu sein. Silvio macht die bittere Erfahrung, dass er anfänglich allzu vertrauensselig war und zu viele persönliche Informationen an Chatfreunde weitergegeben hat. Ein Dialogpartner überredet ihn zu einem Treffen in der realen Welt. Billa entscheidet sich spontan, dass sie das Treffen miterleben will und folgt ihrem Klassenkameraden unbemerkt. Sie ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich begibt ... . Doch mit viel Glück gibt es ein Happy End.

Das Theaterstück „click it!“ handelt von der Faszination des Internets. Es thematisiert die Möglichkeiten des neuen Mediums, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen, Spaß zu haben, sich Informationen zu beschaffen, über Hobbys und ernsthafte Themen auszutauschen. „click it!“ setzt sich aber ebenso mit Gefahren von Chaträumen auseinander. Sehr sensibel thematisiert „click it!“ die Einsamkeit von Mädchen und Jungen vor dem Bildschirm, die mit erschreckenden und verwirrenden Bildern, die ihnen nicht mehr aus dem Kopf gehen, bis hin zur Pornografie konfrontiert werden. Dabei vermeidet das Theaterstück jegliche Panikmache und lässt auf der Bühne keine Gewaltszenen entstehen, sondern setzt die Strategien der Täter und Täterinnen und die Wirkung von Gewaltdarstellungen auf Internetuser und –userinnen in Szene.

Weitere Informationen bei Karlheinz Vestweber, Fachbereich Jugend, Tel. 801-397.

Schwelm, den 21. September 2009

Das Martfeld war gewissermaßen "Zeuge der Geschehnisse". Foto: Arno Kowalewski
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