Jeder kann den „Lebensretter“ bedienen

Dank Sponsoren: Schwelms Hallenbad verfügt über einen Defibrillator

„Niemand von uns kann sein Erschrecken verbergen, wenn er davon hört, dass plötzliche schwere Herzprobleme zum Tod eines Menschen geführt haben. Unser Rettungssystem hier vor Ort ist vorbildlich und zudem verfügen wir in Schwelm über zwei Krankenhäuser. Und trotzdem: Es gibt Fälle, da muss von ,hier auf jetzt’ gehandelt werden, um ein Menschenleben zu retten“: Mit diesen Worten stellte Bürgermeister Jochen Stobbe den Defibrillator vor, über den das Schwelmer Hallenbad dank der Unterstützung von Sponsoren aus Einzelhandel und Wirtschaft nun verfügt.

Seit einiger Zeit werden auch in Deutschland an zentralen Punkten an öffentlich zugänglichen Orten mehr und mehr so genannte Defibrillatoren installiert. Das medizinische Gerät kann im Notfall leben retten. Bei einem akuten Problem mit dem Herzen kann der Defibrillator auf einfache und nachvollziehbare Weise in Funktion gesetzt werden. Der medizinische Laie wird bei der Anwendung vom Gerät selbst über eine Stimme sicher geleitet.

„Dieses Gerät kann wirklich jeder bedienen“, bestätigt Schwelms Schwimmmeistergehilfin Iris Düllmann. „Das ist sehr wichtig, um uns allen, die wir vielleicht einmal in die Lage kommen können, schnell eingreifen zu müssen, die Angst vor falschem Handeln zu nehmen. Die Stimme im Gerät gibt uns glasklare Anweisungen und es sind auch nur wenige Schritte zu unternehmen“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hallenbad und die Übungsleiter der Vereine sind selbstverständlich mit dem Gerät vertraut.

Der Defibrillator weist die Retter u.a. an, der hilflosen Person Elektroden auf die Brust zu setzen. Der Defibrillator prüft die Herztätigkeit und stellt automatisch fest, ob Herzmassage und Atemspende ausreichen oder ob kleine Stromstöße zur Wiederbelebung abgegeben werden müssen.

Jochen Stobbe: „Natürlich sollte man immer erst den Notarzt alarmieren. Doch ich werbe auch um Courage: Denn bei der Reanimation geht es um Minuten, wenn nicht um Sekunden, also ist schnelles Handeln vor Ort unabdingbar“. In der ersten Minute liegt die Überlebenschance bei 90 Prozent, mit jeder weiteren Minute sinkt sie um 7 bis 10 Prozent.

Defibrillatoren gibt es in verschiedenen Preislagen. Das Gerät im Hallenbad kostet über 2000 €, das ist Geld, über das die Stadt nicht verfügt. Daher hat die Firma  „defiMed Lebensrettung durch Sponsoring GmbH“ Partner gesucht, und über 20 Unternehmer und Einzelhändler haben sich engagiert. Die Namen und Logos der Betriebe sind im Hallenbad in einem Informationskasten öffentlich gemacht. Ihnen allen dankt der Bürgermeister sehr herzlich für ihr Engagement.

Sie haben sich für den Defibrillator im Schwelmr Hallenbad stark gemacht:

  • ADS - EN.de Ambulante Dienste Schwelm
  • Struckateurmeister & Malerbetrieb Sven Peters
  • Stern Apotheke Cerstin Czock
  • Berning Immobilien Robert Berning
  • Autohaus Schneider GmbH & Co.KG
  • DEVK Versicherungen Arndt Winkelhardt
  • A&M Reifen Service Mamakis
  • VBG Fahrschule.de Erfolg durch Werbung
  • International Security Agency Achim Keller
  • Curanum Seniorenresidenz Am Ossenkamp
  • Küchen Ideen Proficenter Schemmann
  • Astor Buttons Astor Berning GmbH & Co. KG
  • Emil Nockemann
  • SHS Bau Thomas Maschner, Brigitte Sieper
  • Christina Sattler Tierheilpraxis
  • boldt Fassbender
  • Fitness Studio Schwelm Inh. Ingo Hahn
  • TIWOLE Marlene Scheuren Naturheilpraxis
  • Ihr Schwelmer Kopierladen am Schwelm Center
  • Fa. Winkel Marc Gevelhoff.

 Schwelm, den 5. Juli 2011

 

 

 

Er kann Leben retten und ist einfach zu bedienen, der Defibrillator, den v.l. Dieter Lalic (Fachbereich Familie und Bildung), Iris Düllmann (Schwimmmeistergehilfin), Bürgermeister Jochen Stobbe und Anja Lefarth (geprüfte Schwimmmeisterin) jetzt im Schwelmer Hallenbad vorstellten. Über 20 Sponsoren haben die Anschaffung des Gerätes ermöglicht. Foto: Heike Rudolph
Bürgermeister Jochen Stobbe hatte den Gästen nicht nur Informationsmaterial über Schwelm mitgebracht, sondern auch die beliebten Schwelm-Sticker, die umgehend an die Revers und Kragen geheftet wurden und die die Gäste aus Indien noch lange an die Stippvisite in Schwelm erinnern werden. P.J. Joseph (vorne rechts) war mit seiner Frau und Partnern zu den Freunden Mercy und Josef Thadathil gekommen (hinten, 2.v.l. und 3.v.r.). Foto: Heike Rudolph
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