Comenius-Regio-Partnerschaft zwischen Schwelm und Kolberg

Thema Klimawandel: EU finanziert Projekt für lebenslanges Lernen

Die Stadt Schwelm führt mit der polnischen Stadt Kołobrzeg / Kolberg in der Zeit vom 1. August 2009 bis zum 31. Juli 2011 ein Projekt zum Thema „Klimawandel“ im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen durch, das von der Europäischen Kommission finanziert wird.

Die Idee, sich um ein Projekt zu bewerben, kam von der Gustav-Heinemann-Schule, die bereits in der Vergangenheit verschiedene COMENIUS-Projekte durchgeführt hat. Aus Nordrhein-Westfalen wurden insgesamt acht Projekte von der europäischen Kommission genehmigt. Das Schwelmer Projekt erhielt immerhin 74,75 Qualitätspunkte von 100 möglichen Punkten.

Thema der Zusammenarbeit ist der Klimawandel. Der weltweit voranschreitende Klimawechsel auf europäischer Ebene soll für junge Menschen regional sichtbar gemacht werden. Es gilt, in Zusammenarbeit mit der polnischen Partnerregion Maßnahmen zu entwickeln, die den lokalen und regionalen Klimaveränderungen entgegenwirken und die für junge Menschen durchführbar sind. Zudem sollen Strategien entwickelt werden, die die gemeinsam gewonnenen Erkenntnisse und durchgeführten Maßnahmen weiterverfolgen lassen, um die Zusammenarbeit zwischen den Regionen langfristig zu sichern.

Das Projekt sieht die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern vor. In diesem Fall sind dies die Gustav-Heinemann-Schule, die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Schwelm e.V., und die Biologische Station im EN-Kreis.

Im Zentrum stehen die Partnerschulen, die den Klimawandel und seine Ursachen behandeln und dokumentieren (CO², Verkehr, Energieverbrauch, Waldsterben, Sturmschäden, Veränderung der Küste). Die Veränderungen an landschaftsprägenden Elementen – in Polen die Küste, in Deutschland der Wald - werden regional überarbeitet und als Dokumentation zwischen den Partnerländern ausgetauscht. Schüler erstellen z.B. einen Energiesparführer für ihre Schule in Absprache mit der Partnerschule. Alle Themen werden mit Hilfe der Partnerorganisationen umgesetzt.

Die Zusammenarbeit zwischen Kolberg und Schwelm – man wird z.B. eine gemeinsame Pflanzaktionen durchführen - wird konkretisiert durch den Austausch von Ergebnissen, durch gemeinsames Planen und Handeln. Die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Partnerorganisationen soll über das Projekt hinaus erhalten bleiben, beispielsweise durch regelmäßigen Datenaustausch über regionale Veränderungen im Wald und an der Küste.

Die Schwelmer Delegation wird vom 1. bis zum 7. November 2009 nach Kolberg reisen, die polnischen Partner werden im Frühjahr 2010 in Schwelm erwartet. Dann folgen noch einmal ein Aufenthalt der Schwelmer an der Ostsee und ein Arbeitsbesuch der Kolberger in Schwelm.

Schwelm, den 30. Oktober 2009

Bürgermeister Jochen Stobbe begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitssitzung im Schwelmer Rathaus. Foto: Heike Rudolph
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