„Körperliche Gewalt ist männlich“

Runder Tisch gegen Häusliche Gewalt tagte in Schwelm

 

 

„Körperliche Gewalt ist männlich“ – mit diesen Worten eröffnete der Referent Roland Hertel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häuslicher Gewalt e.V., seinen Vortrag. Er sprach gestern, am 25. April, bei der Sitzung des Runden Tisches „Gewaltschutz für Frauen und Kinder im EN-Kreis“, im Ratssaal der Stadt Schwelm über Täterarbeit. Neben Bürgermeister Stobbe lauschten und diskutierten ca. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tisches. Roland Hertel aus Landau schilderte eindrücklich, dass Täterarbeit wichtiger Teil des Opferschutzes sei.

 

Bei den geschilderten Fällen ging es nicht immer um körperliche Gewalt, auch psychische Gewalt findet in Paarbeziehungen statt und beginnt oft schleichend, etwa mit der Kontrolle der Handyanrufe oder übersteigerter Eifersucht. Dass gerade dieses Thema behandelt wurde, war kein Zufall. Die Frauenberatung.EN plant, ein Täterprogramm im EN-Kreis zu starten. Das Konzept steht bereits, die Bewilligung der Fördergelder lässt noch auf sich warten.

 

Neu entstanden ist auch ein Wegweiser für Frauen mit Migrationshintergrund, der Anlaufstellen und Kontakte für gewaltbetroffene Frauen aufzeigt. Der Wegweiser wird in Kürze in Druck gehen und bei Beratungsstellen, Multiplikatorinnen und Gleichstellungsbeauftragten zu haben sein.

 

Beim Runden Tisch „Gewaltschutz für Frauen und Kinder im EN-Kreis“ machen Kooperationspartnerinnen und -partner von der Kreisverwaltung und aus den Städten des EN-Kreises, von Jugendämtern, Jobagentur, Polizei, Kliniken, Amts- und Landgericht, Institutionen wie Frauenberatung, Weißer Ring, Pro Familia, Frauenhaus, Kinderschutzbund, Abgeordnete, Gleichstellungsbeauftragte, Anwältinnen und viele mehr, mit.

 

Weitere Informationen bei den Gleichstellungsbeauftragten der Städte (Schwelm: Susanne Effert 02336 / 801-209, effert@schwelm.de), oder bei der Kreisgleichstellungsbeauftragten Petra Bedow, 02336 /  932430, P.Bedow(at)en-kreis.de.

 

 

Schwelm, den 26. April 2012

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