„Kontinentale“ Begegnung

Bürgermeister begrüßt 200 Neu-Schwelmer aus Europa, Asien, Nord- und Mittelamerika, Afrika und Australien.

 „Wir sind aus Beyenburg zugezogen. In der Nähe unserer neuen Wohnung haben wir umgehend einen Kindergartenplatz bekommen, und die Stadt gefällt uns“: So äußerte sich jetzt eine junge Frau auf dem Neubürgerempfang der Stadt Schwelm. Die junge Familie befand sich in guter Nachbarschaft, zählte die Verwaltung doch beim Empfang 2014 mit seinen 200 Teilnehmern so viele Kinderwagen und Kleinkinder wie selten zuvor.

„Und was hat Sie nach Schwelm geführt?“, wollte Bürgermeister Jochen Stobbe von den Neu-Schwelmern wissen. Für ihren Umzug in die Kreisstadt gaben die Männer und Frauen unterschiedlichste Gründe an: Einige waren der Liebe wegen nach Schwelm gekommen. Andere haben hier oder in der Nähe eine Arbeitsstelle gefunden. Ein älteres Paar ist nach schönen Jahren in einem Kurort nach Schwelm gezogen, wo man das Angebot einer attraktiven Innenstadt schätzt. Eine Dame zog es in die Nähe ihrer Tochter, die mit ihrer Familie in Schwelm lebt. Im Schwelmer Ratssaal begegneten sich Europa, Nord- und Mittelamerika, Asien, Afrika und Australien.

Das Bürgerbüro verzeichnet pro Jahr ca. 1300 Neuanmeldungen. Manche dieser Bürger sind „Altschwelmer“, die vorübergehend oder auch „über Jahre“ verzogen waren; andere haben den Lebensmittelpunkt aus Wuppertal, Remscheid oder sehr entfernten Teilen Deutschlands nach Schwelm verlegt. Vereinzelte Neubürger kommen aus der „weiten Welt“, so aus Belgien und Griechenland, aus der Türkei und Bosnien-Herzegowina, aus der Ukraine und dem Libanon, und Polen und dem Iran, aus Serbien und dem Kosovo, aus Italien und Kasachstan, aus den Niederlanden und Russland, aus Amerika und Nigeria, aus Schweden und Portugal, aus Rumänien und Österreich, aus Afghanistan und Syrien, aus Slowenien und dem Irak, aus Brasilien und Marokko, aus Kroatien und Bulgarien, aus dem Kongo und Jordanien, aus Kirgistan und Thailand, aus Bangladesh und Pakistan, aus Litauen und Israel, aus China und von den Philippinen, aus Kuba und Australien, aus Ägypten und Guinea, aus Armenien und Ghana, aus Ungarn und Albanien, aus Mexiko und Tunesien, aus Mazedonien und der Slowakei.

Vor dem Hintergrund einer Powerpoint-Präsentation sprach Jochen Stobbe über den Ist-Zustand und aktuelle Entwicklungen der Stadt und lenkte das Interesse auch auf die wichtigsten kulturellen Veranstaltungen. Der Bürgermeister stellte die stellvertretenden Bürgermeister/innen Christiane Sartor, Dr. Frauke Hortolani und Santo Ferrara sowie Schwelms Beigeordneten und Kämmerer Ralf Schweinsberg vor und leitete immer wieder zu den Vertreterinnen und Vertretern von Schwelmer Einrichtungen und Vereinen über, die den Neu-Schwelmern ihre Arbeit vorstellten.

So sprach Berndt Erlenkötter als Geschäftsführer der Schwelmer & Sozialen über die Wohnungsgenossenschaft, die in diesem Jahr 125 Jahre alt wird. Anne Peter repräsentierte die Stadtsparkasse Schwelm und überdies den Verein für Heimatkunde. Michael Treimer stellte als Vorsitzender die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz vor, Hans-Georg Müller (Vorsitzender) das Angebot des Vereinsrings Linderhausen, und Hanns Grüner (Stadtsportbund) ergriff für den Schwelmer Sport das Wort. Mit Gaby Gündel war ein Vorstandsmitglied des Kinderschutzbundes Schwelm Ansprechpartnerin, mit Klemens Erhardt ein Vertreter des Vereins Haus und Grund.

Die Evangelische Kirchengemeinde  wurde von Pfarrerin Elena Kersten vertreten, die Katholische Kirchengemeinde von Hans-Georg Thier (Vorsitzender des Pfarrgemeinderates). Für die Stiftung „Lebendiges Schwelm“ sprach Gerd Philipp, für die Feuerwehr Schwelm deren Leiter Matthias Jansen, für die GSWS deren Chefin Christine Beyer.

Was es mit den Schwelmer Nachbarschaften auf sich hat, erläuterte DACHO-Chefin Christiane Sartor. Und die Präsidentin des Clubs Schwelm-Fourqueux warb um Interesse für die Städtepartnerschaft. Dazu standen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung zur Begrüßung der neuen Bürger bereit. Schöne Geste des Baltin-Verlags: Er hatte das „örtliche“ Telefonbuch bereitgelegt, an dem ein Neubürgergruß heftete und ein Fußball-WM-Spielplan. Auf den Tischen lag Informationsmaterial über Schwelm aus.

Etwas Besonderes hatte sich die AOK Nordwest um Niederlassungsleiter Helmut Gablowski ausgedacht. So erhielten die Neubürger je ein Gesundheitsbrot der AOK. Auch die Werbegemeinschaft Schwelm, die – wie Sparkasse und Schwelmer & Soziale – den Empfang jedes Jahr freundlich unterstützen, hatte wieder für jeden Neubürger einen Gutschein dabei. Von der Stadt gab es ein Ticket für das Hallenbad und einmaligen freien Eintritt für das Regionalmuseum im Haus Martfeld.

Schwelm, den 12. Mai 2014

Ein Besuch im Martfeld-Museum lohnt immer - auch Karsamstag und Ostersonntag von 12 bis 17 Uhr. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
Bürgermeister Jochen Stobbe begrüßte knapp 200 Neu-Schwelmer und stellte ihnen ihren neuen Lebensmittelpunkt vor.
Selbstverständlich sollte auch der schöne Martfeld-Park rund um Schloss, Kapelle und Haferkasten herum besucht werden. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Arno Kowalewski
Herzlich willkommen in Schwelm! Gern waren die Neu-Schwelmer der Einladung gefolgt.
Für Berndt Erlenkötter (Geschäftsführer der Schwelmer & Sozialen), Christiane Sartor und Dr. Frauke Hortolani (stellv. Bürgermeisterinnen) ist der Neubürgerempfang Ehrensache....
....genau wie für Schwelms stellv. Bürgermeister Santo Ferrara.
Auch sie fühlten sich wohl: Neu-Schwelmer, denen die Kreisstadt gefällt.
Blick in den Saal mit Neubürgern und den Vertreter/innen der Vereine und Einrichtungen.
„Houston, wir haben kein Problem“: Im Rathaus trafen Deutschland (links) und Texas (rechts) aufeinander – und die Babys nahmen auch gleich die Konversation auf.
"Und was hat Sie nach Schwelm geführt?" In diesem Fall die Liebe.
Helmut Gablowski, Niederlassungsleiter der AOK Nordwest, bei seiner Begrüßung.
Bei einer Tasse Kaffee erfuhren die Neubürger alles Wissenswerte über Schwelm.
An der Seite von Mama und Papa wagt man gerne einen Ausflug in die Rathaus-Welt. Fotos: Arno Kowalewski / Heike Rudolph
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