Leichtfüßig über jedes Hindernis

Schwelms Parkour begeistert junge Traceure

 

 

„Lasst doch mal das Kind nach vorne!“ Der bekannte Spruch aus einem Sketch von Loriot passt zum Schwelmer Parkour, den man von der Markgrafenstraße aus erreicht und der gestern offiziell eröffnet wurde. Die Kinder des benachbarten städtischen Horts durften allerdings nur fürs Foto mit auf die Anlage, die erst für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren freigegeben ist. Dafür zeigten mit Vladislav Osipov, Maximilian Saße, Unudcan Yalciner und Benjamin Khalid von Heyne vier junge Könner, wie professionell sich durchtrainierte Traceure im freien Raum über die Elemente bewegen.

Man springt, schwingt, schwebt, überschlägt sich, kurz, man versucht, Höhen und Weiten mit jeder nur erdenklichen Bewegung zu meistern. Seit einigen Jahren faszinieren Parkours Kinder und Jugendliche. In Frankreich nahm die Bewegung ihren „Lauf“: Dynamische Menschen „wandern“ gleichsam über Wände, Mauern, Hindernisse, scheinbar leichtfüßig und ohne das Gesetz der Schwerkraft zu kennen.

Bürgermeister Jochen Stobbe durchtrennte zur Eröffnung das Flatterband in luftiger Höhe auf einem der Parkour-Elemente, umgeben von Ralf Schweinsberg (1. Beigeordneter, Kämmerer und Sozialdezernent), Marcel Gießwein (Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses) und Mitarbeitern des städtischen Fachbereichs Familie und Bildung und der Technischen Betriebe Schwelm.

Erste Planungen reichen bis 2011 zurück. Konsequent hatte sich die Spielplatzkommission für einen Parkour entschieden, um jungen Menschen Unterhaltung, Bewegung und Spaß auf zeitgemäßem Niveau zu bieten. Der Fachbereich Familie und Bildung bezog junge Leute aus der Szene mit in die Planung ein, und selbstverständlich waren auch die Technischen Betriebe Schwelm mit im Boot.

Gebaut wurde die Anlage zwischen Jugendzentrum, Musikschule und Kinderhort von den Firmen Pro-Elan und X-Move. Schon während des Baus der Anlage (Kosten: 110.000 €) hatten sich immer wieder Kinder und Jugendliche eingefunden, die ihre Freude über den Parkour nicht verhehlten. In seiner Nachbarschaft wurde übrigens noch ein kleiner runder Fußballkäfig aufgestellt, in dem „Panna“ gespielt werden kann, also Fußball entweder 1:1 oder 2:2.

Schwelm, den 28. Mai 2013

Die Ruhe vor dem Sturm. Bürgermeister Jochen Stobbe durchtrennt das Flatterband, und dann.....
.....zeigen junge Traceure.....
.....wie professionell man über den Parkour wandert, schwingt, schwebt und springt.
Vladislav Osipov, Maximilian Saße, Unudcan Yalciner und Benjamin Khalid von Heyne sind schon Meister ihres Fachs. Fotos: Heike Rudolph
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