Meilenstein für Bauvorhaben „Alte Brauerei“ gesetzt

Bürgermeisterin händigt Baugenehmigung für Neubau-Bereich aus

Von einem Meilenstein, der gesetzt wurde, sprach Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, als sie heute im Schwelmer Rathaus dem Architekten Klaus Lange die Baugenehmigung für den Bereich  „Neubau“ des Bauvorhabens „Alte Brauerei“ aushändigte. Lange nahm die Unterlagen stellvertretend für Kurt Breit entgegen, den Direktor der Unternehmensgruppe Euroconcept, der leider in der Schweiz sein Flugzeug verpasst hatte und so nicht pünktlich in Schwelm sein konnte. Über Klaus Lange richtete er sein Bedauern aus, aber auch seine Freude über die Baugenehmigung sowie seinen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

„Wir sind sicher, jetzt zeitnah auch die Baugenehmigungen für die beiden anderen Bereiche ausstellen zu können“, führte Gabriele Grollmann weiter aus. Diese beiden anderen Abschnitte sind der denkmalgeschützte Teil der ehemaligen Brauerei und das Patrizierhaus, in dem die Verwaltung der früheren Brauerei untergebracht war.

Man merkte der Bürgermeisterin die Freude darüber an, dass das Bauvorhaben „Alte Brauerei“ seit dem 28. Oktober vergangenen Jahres gute Fahrt aufgenommen hat. Sie selbst war erst wenige Tage als neue Bürgermeisterin im Amt, als das erste große themenbezogene Gespräch stattfand, das unter dem Titel „Beginn von Lösungen“ stand. In der Folge seien unzählige Gespräche geführt worden – „ein mitunter harter, immer guter und vor allem zielführender  Austausch“ mit der Euroconcept und Fachleuten, darunter den eigenen Stadtverwaltungsexperten.  

Klaus Lange bedankte sich, lobte das sehr gute Miteinander und skizzierte die weitere Entwicklung des Vorhabens. So werde die Euroconcept das Bauvorhaben „Alte Brauerei“ abwickeln; eine Ausschreibung für einen Generalunternehmer für den Bereich „Neubau“ sei durchgeführt worden.

Und es stehe auch schon ein Endinvestor „Gewehr bei Fuß, der das Komplett-Paket der drei Bereiche dann  betreiben wird“. Noch im April werden Euroconcept und der Endinvestor zur gemeinsamen Besichtigung in Schwelm eintreffen. Ein zügiger Baubeginn wurde in Aussicht gestellt.

Die ursprünglichen Nutzungsideen hätten sich nicht verändert, führte der Schwelmer Architekt aus. Im Neubau ist im Erdgeschoss auf einer relativ großen Fläche von 3000 qm Einzelhandel vorgesehen, die Rede ist von Elektrowaren, einem Drogeriemarkt und Oberbekleidung. Darüber würden gewerbliche Räume angesiedelt (z.B. für Verwaltung, Ärzte, Steuerberater o.ä.). Und ganz oben entstehen Wohnungen.   

Im Altbaubereich sind die Außenhülle, das Dach und die Gewölbekeller denkmalgeschützt. Hier ist Gastronomie vorgesehen, vielleicht auch eine Hausbrauerei, für die es durchaus Interessenten geben soll. In den in diesem Gebäudetrakt geplanten Ladenlokalen könnte z.B. Wein oder Feinkost angeboten werden. Und: Auch im Altbau wird es Wohnungen geben.

Noch ein Wort zu den Parkplätzen: „In Summe werden 160 Parkplätze benötigt“, so Schwelms Beigeordneter und Kämmerer Ralf Schweinsberg. Der Investor weise auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei eine Tiefgarage mit 95 Stellplätzen nach. Die Politik habe dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, die restlichen Stellplätze im Umfeld der Brauerei auf städtischem Grund darzustellen; die Kosten hierfür würden beim Investor verbleiben.

Schwelm, den 15. April 2016

„Beginn von Lösungen“ steht auf einer der Karten, die der Schwelmer Architekt Klaus Lange in den Händen hält. Mit diesem Satz hatte Bürgermeisterin Gabriele Grollmann am 28. Oktober 2015 den Tag markiert, von dem an in unzähligen Gesprächen mit allen Beteiligten Lösungen für das Bauvorhaben „Alte Brauerei“ entwickelt wurden. Dieser Prozess mündete jetzt im Ausstellen einer ersten Baugenehmigung, und zwar für den Bereich „Neubau“. In der Mitte Schwelms Beigeordneter und Kämmerer Ralf Schweinsberg. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
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