Menschenkenntnis, Unvoreingenommenheit, soziale Kompetenz

Stadt Schwelm sucht Schöffen und Jugendschöffen

 

 

Alle fünf Jahre bitten die Kommunen in Nordrhein-Westfalen Bürgerinnen und Bürger, sich bei ihnen zu melden, wenn sie sich für das Ehrenamt als Schöffe oder Jugendschöffe interessieren. Aus diesen Listen wählt dann der Rat bzw. der Jugendhilfeausschuss die Kandidaten aus. Im Herbst entscheidet der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht endgültig darüber, wer von den Kandidaten als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnimmt.

In Schwelm werden für die Amtszeit von 2014 bis 2018 insgesamt 42 Bürger gesucht, die als Schöffen und 34 Bürger, die als Jugendschöffen wirken möchten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bis zum 15. April melden.

Wer ehrenamtlich als Schöffe oder Jugendschöffe tätig werden möchte, sollte über soziale Kompetenz, Lebenserfahrung und Menschenkenntnis verfügen, in hohem Maße unvoreingenommen und geistig beweglich sein.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Jedes Urteil, gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch, haben die Schöffen mit zu verantworten. Er oder sie muss die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, seinen Hauptwohnsitz in Schwelm haben und zwischen  25 und 69 Jahre alt sein. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde, oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen.  

Die Wahlzeit eines Schöffen beträgt fünf Jahre, bei Wiederwahl 10 Jahre. Wer bereits neun Jahre ein Schöffenamt wahrgenommen hat, kann nicht wieder vorgeschlagen werden.

In ihrer Amtszeit werden die Schöffen und Jugendschöffen von Berufsrichtern über die wichtigsten Gesetze und Strafmaße informiert.

Eine finanzielle Entlohnung erhalten Schöffen für ihre Tätigkeit nicht. Allerdings werden ihnen u.a. Zeitversäumnis, Fahrtkosten und Wegegeld materiell entgolten. Weitere Informationen bietet die Internetseite www.schoeffenwahl.de an. Hier sind auch die offiziellen Bewerbungsformulare (Schöffe/Jugendschöffe) erhältlich.

Wer Schöffe werden möchte, sollte sich bei Frau Gräfe vom städtischen vom Fachbereich Zentraler Service melden, Rathaus, Hauptstraße 14, 2. Etage, Zimmer 209, Telefon 801-213.

Für Bewerber für das Jugendschöffenamt, die sich in Jugendproblemen auskennen und im Umgang mit Jugendlichen erfahren sein sollten, ist  Frau Ouass vom städtischen Fachbereich Familie und Bildung, Moltkestraße 26, Zimmer 333, Telefon 801-296, bis Ende März Ansprechpartnerin (danach Herr Dahlke).

Schwelm, den 19. Februar 2013

 

Die Teilnehmer des Gedenkens kommen am Sonntag am Erinnerungsstein an der ehemaligen Schwelmer Synagoge auf dem Hof des Gebäudes Südstraße 7 zusammen. Foto: Heike Rudolph
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