Stellungnahme des Bürgermeisters Jochen Stobbe zur Schließung der Brauerei Schwelm

Wenn ich keine Hoffnung hätte, wäre ich kein Bürgermeister. So hatte ich bereits in einem Gespräch meine Zuversicht zum Ausdruck gebracht.

Nun wird durch die Ankündigungen des Insolvenzverwalters Manfred Gottschalk diese Hoffnung in ihre Schranken verwiesen.

Mit dem Gespräch am 14.7.2011 war die Hoffnung auf eine zukunftsorientierte Lösung für das Traditionsunternehmen „Schwelmer Brauerei“, wenn auch erst einmal bis zum Jahresende, wieder greifbar.

Die Chance für die Brauerei ist auch immer eine Chance für die Arbeitsplätze. Sie beinhaltet den Erhalt der Tradition in Schwelm, kann aber vielleicht nicht mit großen Gewinnerwartungen einhergehen.

Für die Arbeitnehmer wird es kurzfristig wohl keine Rettung geben können, obwohl ich das gehofft habe.

Vielleicht lassen die Unternehmer im EN-Kreis die Beschäftigten nicht im Regen stehen, schließlich haben sie ihren Durchhaltewillen mehrfach unter Beweis gestellt.

In vielen Briefen baten die Bürgerinnen und Bürger um den Erhalt der Brauerei, mit dem Versprechen, sich - wenn auch nicht mit großen Beträgen- finanziell zu engagieren. So war auch das Gespräch am 14.7.2011 nur möglich, weil sich alle für die Brauerei einsetzen möchten. Doch der Zeitablauf reicht im Moment offensichtlich nicht aus, um ein neues Konzept marktreif zu machen.

Eventuell haben wir eine Schlacht verloren, aber nutzen wir die Möglichkeiten, die sich bieten, und hoffen, dass es am Ende doch noch das "Schwelmer" geben wird.

Nehmen wir auch aus der Politik den Ball auf, planen wir, wie sich unsere Stadt auch im Inneren entwickelt. Planen wir mit den Gebäuden der Brauerei und schreiben in den Bebauungsplan einen Standort für unser Schwelmer Bier hinein!

 

Jochen Stobbe
29.7.2011 

Georg Hoffmann im Haus Martfeld
Georg Hoffmann im Haus Martfeld
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