Beruf oder Liebe, Alter, Heimweh oder Lust auf Neues führen nach Schwelm

Erstellt von Heike Rudolph |

Die Liebe, der Beruf, einfach die Lust auf etwas Neues, das beginnende Alter oder das Heimweh nach der Geburtsstadt: Jeden der 80 Neuschwelmerinnen und Neuschwelmer, die Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke jetzt im Rathaus zum ersten Neubürgerempfang der Stadt Schwelm begrüßte, hat ein ganz persönlicher Grund bewogen, in die Kreisstadt des Ennepe-Ruhr-Kreises zu ziehen.

Es war sehr interessant, sich mit den aufgeschlossenen Gästen zu unterhalten, von denen übrigens der jüngste der fünf Wochen alte Maxim Alexander Böhmer war. Alle Generationen waren vertreten bis weit über 80 Jahre hinaus. Alleinstehende, Paare, Familien: Die Stadt freut sich auf die Neubürger, die ihrerseits gute Stimmung mitbrachten und sehr kommunikativ waren, so dass der verlängerte Nachmittag zum Kennen lernen heiter und beschwingt verlief - auch für die Kleinen, die in einer bunten Kinderecke das Spielzeughämmerchen schwangen oder mit „rasenden Marienkäfern“ spielten.

„Vera, die Sonnenblume“, verkörpert von Annette Sommerfeld für die AVU, führte die Gäste zum Bürgermeister. Der moderierte schwungvoll den Empfang, indem er den Neubürgern Vertreter wichtiger Einrichtungen und Vereine vorstellte. Sparkassen-Direktor Lothar Feldmann stellte die Stadtsparkasse vor, warb aber auch für die GSWS-Arbeitsgruppe „Stadtattraktivität“,  die er leitet. Joachim Pfaffenbach porträtierte die Schwelmer & Soziale Wohnungsgenossenschaft. Die Vorsitzende der Werbegemeinschaft Schwelm, Daniela Weithe, begrüßte die Neuschwelmer nicht nur herzlich, sie überreichte auch jedem Teilnehmer einen Gutschein der WGS im Wert von 5 €, um zum Kennen lernen der vielseitigen Geschäftswelt zu ermuntern. Tilo Kramer, GSWS-Geschäftsführer (mit Lebensgefährtin) war in Doppelfunktion zu Gast: schließlich ist auch er Neubürger.

Pfarrer Frank Bracklo und Propst Heinz-Ditmar Janousek begrüßten die Neubürger im Namen der evangelischen bzw. katholischen Kirche. Anne Peter stellte den Verein für Heimatkunde vor, Ernst Wrobel den Sauerländischen Gebirgsverein, Hans Georg Müller den Vereinsring Linderhausen, Christiane Sartor die Schwelmer Nachbarschaften, Rosemarie Lutter-Böhl den Verein Pro Neumarkt und Hanns Grüner den Sport in Schwelm. Von der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz war ein Insektenhotel zur Verfügung gestellt worden, und interessierte Neubürger ließen sich gerne erklären, was es mit dem Heim für Solitärbienen auf sich hat und warum die Fledermäuse im Hinterhaus wohnen.

Büchereileiterin Kornelia Wilberg stand den Neubürgern Rede und Antwort, Andrea Heinze war als Ansprechpartnerin für das Bürgerbüro präsent und Musikschulleiterin Gabriele Weidner setzte mit den Blockflötenspielerinnen der „Spuckstengel“ den musikalischen Akzent.

Pro Jahr melden sich ca. 1500 Bürgerinnen und Bürger neu in Schwelm an, darunter auch gebürtige und später verzogene Schwelmer. Neubürger kommen aus der näheren Region (Radevormwald, Wuppertal, Hagen), ganz Deutschland u.a. (Stuttgart, Hannover) und der weiten Welt (u.a. Australien und Bulgarien, China, Frankreich, Kasachstan).

Einige der Gäste sind bereits in Vereine eingetreten, so in die Rote Erde, oder in einen Chor. Andere gewöhnen sich allmählich an die neue Stadt, die Nachbarschaft, das Umfeld und eben, als junge Leute, an die neue Schule. Die Neuschwelmer erzählten von ihren Berufen oder Familien, Lebensverläufen und Plänen („Wir werden heiraten“) und trugen lebhaft zur lebendigen Atmosphäre des Empfangs bei,  wie auch die beiden Damen Hanna Sondergeld aus dem Curanum am Ochsenkamp und Josefa Krauskopf aus dem Marienstift am Oberloh, die den Empfang, den die Stadtsparkasse, die Schwelmer & Soziale und die AVU freundlich unterstützt hatten,  offensichtlich genossen.

 

Schwelm, den 30. April 2009

           

 

 

Impressionen vom Neubürgerempfang. Jüngster Gast war Maxim Alexander (fünf Wochen alt) auf dem Arm seiner Mutter Maraike Böhmer. Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke moderierte schwungvoll und stellte den Gästen Vertreter von Vereinen und Einrichtungen vor, hier Pfarrer Frank Bracklo (l.), Propst Heinz Ditmar Janousek (am Mikrofon) und Sparkassendirektor Lothar Feldmann. Fotos: Heike Rudolph
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