Na watt, dann! Ausstellungseröffnung mit Puderzuckerballen

Günter Becks schöne Postkartenschau „Berlin, du wunderbare Stadt!“

„Wir sehen eine „Weltstadt im Postkartenformat“, die sich nicht wirklich in Bilder zwingen lässt. Denn Berlin ist ein Ereignis, ein Gefühl, ein Phänomen. Keine Stadt voller Glanz, eher ein Schmelztiegel vieler Nationen, die Nahtstelle zwischen Ost und West. Eine lebendige Alltagsweltstadt, die sich nicht schminken will, sondern zeigt, wie das Leben so ist. Oder wie Hildegard Knef sang: ,Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen, und dein Mund ist viel zu groß!‘ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Jochen Stobbe jetzt im Rathaus, Hauptstraße 14, die große Postkarten-Ausstellung „Berlin, Du wunderbare Stadt“ von Günter Beck.

Mit seinen Postkarten, von denen viele geradezu Kunstwerke sind, erzählt einer von Berlin, der seine Heimatstadt genau kennt. Günter Beck, vielen Schwelmern als Referent der Seniorengruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Schwelm bekannt, ist leidenschaftlicher Berlin-Botschafter. Er wirbt mit einem Gegenstand, der als Treibmittel des Tourismus‘ nur unzulänglich beschrieben ist, nämlich mit der Postkarte. Postkarten sind Ausdruck von Stolz auf das Gezeigte, und vor allem sind sie – über einen längeren Zeitraum betrachtet - ein Spiegel der Epochen.

Und in der Tat lässt sich an dem, was Günter Beck gesammelt hat, die Geschichte Berlins vom Kaiserreich bis in die Moderne verfolgen. Vor und nach dem 1. Weltkrieg war Berlin Weltstadt der Kultur und der Wissenschaften. Nach dem 2. Weltkrieg geteilt und Jahrzehnte lang westdeutsche Stadtinsel hinter Eisernem Vorhang, ist sie heute Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und lebendiges kulturelles Zentrum in Europa.   

Die Besucher genießen den Blick auf Karten, die von Schlössern und Museen erzählen, von Transportmitteln und Architektur, von Brücken, Universitäten und dem Reichstag! Sie erfreuen sich an den Abbildungen über den Alexanderplatz und bummeln mit Blicken „Unter den Linden“. 

Im Oktober wird Günter Beck interessierten Bürgern eine Spezialführung durch die wunderbare Schau anbieten.

Jochen Stobbe dankte der Informations- und Pressestelle und den Zentralen Diensten für das Zustandekommen der Ausstellung und hatte für die Gäste eine Überraschung parat: „Berliner Ballen“.  

Günter Beck setzte auf Berlinerisch das Schlusswort: „Vülle Spaß beim Kieken und juten Appetit beim Kaffe“. Dem Bürgermeister überreichte er Berliner Weiße in Rot, Schwelms Pressesprecherin Heike Rudolph „dat edle Jesöffe“ in Grün.

Bis 30. November, montags 8 bis 17 Uhr, dienstags und mittwochs 8 bis 15.30 Uhr, donnerstags 8 bis 16 Uhr und freitags 8 bis 12 Uhr. Im Oktober erfolgt ein Rahmenwechsel, damit weitere Exponate der Sammlung Beck präsentiert werden können.

Schwelm, den 20. September 2012

Eines der Fotos von Karin Ring, die ab dem 24. September in der Stadtbücherei zu sehen sind.
Günter Beck (vorne) mit Ehefrau Irmhild und Tochter Dorothea, nach der Begrüßung durch Bürgermeister Jochen Stobbe mit begeisterten Gästen im Treppenhaus des Schwelmer Rathauses.
Karin Ring bezaubert mit ihren Arbeiten.
Eines der zahlreichen Exponate der Schau. Fotos: Arno Kowalewski
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