Nutzerorientierte Änderungen und neue Grabformen auf dem städtischen Friedhof Oehde

TBS: Die Bestattungskultur entwickelt sich weiter

Zum 16. Februar dieses Jahres sind der 1. Nachtrag zur Friedhofssatzung und der 4. Nachtrag zur Gebührensatzung für die städtischen Friedhöfe in Schwelm in Kraft getreten.

Erfreulich für den Friedhofsnutzer ist eine nahezu unveränderte Gebührensituation; lediglich die Gebühren für Umbettungen sind geringfügig angepasst worden. Darüber hinaus konnten in die Friedhofssatzung durch den Nachtrag eine Vielzahl von Änderungen eingebracht werden, die sich an die Bedürfnisse und Empfindungen der Friedhofsnutzer orientieren und die Entwicklung der Bestattungskultur berücksichtigen.

Hervorzuheben ist vor allem die Erweiterung des Bestattungsangebotes um pflegefreie Grabstätten für Urnen- oder Sargbestattungen incl. einheitlicher Bepflanzung und einheitlichem stehendem Grabmal mit Beschriftung, wobei der Graberwerber zwischen verschiedenen Grabmalen wählen kann. Alle notwendigen Arbeiten werden von der Friedhofsverwaltung übernommen. Hierzu zählen:

  • Bestellen und Aufstellen des Grabmals einschl. Beschriftung,
  • Bepflanzen einer Teilfläche der Grabstätte mit einer gleichartigen Grabbepflanzung,
  • Einsäen der Restfläche mit Rasen,
  • komplette Pflege der Grabstätte für die Dauer der Nutzungszeit von 2o Jahren.

Darüber hinaus können Angehörige individuellen Grabschmuck (Blumenstrauß, Grablicht o.ä.) auflegen.

Je nach Grabmal liegen die Erwerbsgebühren einer solchen Grabstätte (einschl. Grabmal mit Beschriftung, Bepflanzung und Pflege)

  • für Sargbestattungen zwischen 1.073,00 € und 1.110,00 €,
  • für Urnenbestattungen zwischen 562,00 € und 599,00 €.

Weitere Änderungen haben sich insbesondere bei den Gestaltungsvorschriften aber auch beim Graberwerb ergeben:

  • Alle Wahlgrabarten können nunmehr auch ohne Vorliegen eines Bestattungsfalles erworben werden,
  • ein Lichtbild des Verstorbenen kann in einer vorgeschriebenen Art und Größe auf einem Grabmal angebracht werden,
  • auf Wahlgrabstätten für Rasenbestattungen können auch stehende Grabmale (bisher nur liegend) aufgestellt werden,
  • alle Grabstätten für Erdbestattungen können mit einer Natursteineinfassung begrenzt werden,
  • ein Wahlgrab für Urnenerdbestattungen kann auch als pflegefreies Urnenrasengrab erworben werden.

Die Friedhofsverwaltung wird sich in Zukunft verstärkt den Anforderungen stellen, die die Entwicklung der Bestattungskultur mit sich bringt. Durch gestalterische Verbesserungen und Neuerungen soll vor allem auf Leerflächen Einfluss genommen werden, die durch den rückläufigen Trend an Erdbestattungen entstehen. Ziel ist es, weiterhin einen würdigen und ruhigen Ort sowohl für den Trauernden, als auch für andere Friedhofsbesucher zu erhalten.

Schwelm, den 12. April 2011

Reiner Lieberts (l.), bei den Technischen Betrieben zuständig für den städtischen Friedhof Oehde, und TBS-Chef Markus Flocke stellen die neuen Grabformen vor, mit denen die TBS Vorreiter in der Region sind. Schon mehrere Gräber wurden verkauft. Fotos: Stadtverwaltung Schwelm/Heike Rudolph
Auf eine glückliches 2012! Das Martfeld-Quartett und seine Gäste werden mit dem Neujahrskonzert im Schloss Martfeld begeistern. Foto: Arno Kowalewski
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