„Gelduba – umkämpfte römische Festung am niedergermanischen Limes“

Spannender Vortrag im Museum Haus Martfeld

Vor dem Hintergrund des historischen Gedenkens an die berühmte Varus-Schlacht vor zweitausend Jahren bietet das Museum Haus Martfeld in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schwelmer Baugeschichte e.V. einen weiteren hoch aktuellen und spannenden Vortrag zu diesem Themenkomplex an. Unter dem Thema „Gelduba (Krefeld-Gellep) – Eine umkämpfte römische Festung am niedergermanischen Limes“ berichtet Dr. Christoph Reichmann, Leiter des Niederrheinischen Museums Burg Linn in Krefeld,  am Donnerstag, dem 10. September, um 20 Uhr im Museum Haus Martfeld über die neuesten Erkenntnisse zur Bataver-Schlacht (Eintritt 5 €, ermäßigt 2,50 €).

Nicht nur in Kalkriese am Nordrand des Wiehengebirges als dem mutmaßlichen Ort der Varus-Schlacht, sondern auch unmittelbar an der Rheingrenze ist in römischer Zeit oft erbittert gekämpft worden. Dies gilt insbesondere für das Kastell Gelduba, das am Endpunkt des Hellweges und damit an einem besonders gefährdeten Punkt dieser Grenze lag. Über die erste große Schlacht im Herbst des Jahres 69 n. Chr. (Batave-Aufstand) berichtet der römische Historiograph Tacitus ausführlicher.

Zudem blieben zahlreiche archäologisch feststellbare Spuren auf dem Schlachtfeld zurück. Eindrucksvoll sind auch die Gräber Gefallener aus der Mitte des 3. Jahrhunderts sowie zahlreiche Belagerungsspuren aus dem 4. Jahrhundert. Dennoch überlebte der Festungsstandort bis in das frühe Mittelalter als strategischer Vorgänger der späteren Königspfalz Kaiserswerth auf der genau gegenüber liegenden Rheinseite.

Schwelm, den 1. September 2009

 

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