Grußwort des Bürgermeisters zu Weihnachten und zum Neuen Jahr

Erstellt von Rudolph |

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

gerade in den vergangenen Wochen ist mir verstärkt aufgefallen, wie sehr Menschen sich bemühen, pfleglicher miteinander umzugehen. Mir scheint nicht nur die Zahl der Advents- und Weihnachtsfeiern zu steigen, mir scheint auch der Ton untereinander weicher zu werden – vielleicht, weil uns die Zukunft unwägbarer als sonst erscheint.

Ob Klimaveränderung, Finanzkrise, immer neue Sparanstrengungen – die Dinge geben uns zu denken.

Lassen Sie uns gemeinsam auf die wichtigen Veränderungen in unserer eigenen Stadt schauen, die uns positiv stimmen sollten!

Das Gymnasium und die Realschule planen jeweils eine Mensa – eine gewaltige Kraftanstrengung und sicher die richtige Reaktion auf die Zeichen der Zeit. Und so hat die Stadt Fördermittel des Landes NRW für die Projekte beantragt, für die auch ein kommunaler Eigenanteil gesichert werden muss.

Wichtig auch der Zusammenschluss der beiden Hauptschulen, die bald den Namen Gustav-Heinemanns tragen werden – einer Symbolfigur der Demokratie und des nimmermüden Einsatzes für gerechte Lebensverhältnisse – eine, wie ich finde, sehr gute Wahl!

Weitere kleine, wichtige Schritte: Mehrere Kinderspielplätze konnten saniert werden. Außerdem werden 62.000 € in die Instandhaltung von Sportstätten gesteckt.

Schwelmer Unternehmen haben die Qualität des Standortes Schwelm bewiesen, so das Unternehmen Henning mit seiner neuen Produktionshalle in der Loher Straße und das Autohaus Tepass + Seitz mit seinem beeindruckenden Umbau. „Titan“ auf der Berliner Straße hat eine halbe Million € in eine neue moderne Lehrwerkstatt investiert!

Ein kleines wichtiges Jubiläum ist das Zehnjährige unseres Bürgerbüros, das eine entscheidende Wende in der Selbst-/Darstellung von Verwaltung markiert – viele Dienstleistungen aus einer Hand, an einer Stelle, das erspart Bürgern manchen zweiten, dritten Gang zur Verwaltung.

Die herzlichen Beziehungen zu unseren französischen Freunden in Fourqueux haben sich weiter gefestigt, so dass immer mehr Schwelmer Familien sich an Besuchs- und Austauschprogrammen beteiligen.

Besonders freut mich, dass Schwelmer bei wichtigen Zielen zusammenstehen: So werden jetzt Dank der Unterstützung aller Bürger die Glocken der Christuskirche wieder läuten. Tief in die Tasche gegriffen haben Bürger, Vereine und Stiftungen auch für das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“, das von Schwelms Grundschülern hervorragend angenommen wird.

Wurde in unserer Stadt schon frühzeitig altengerecht gebaut, so wird im Februar das Richtfest des großen barrierefreien Wohnkomplexes der Schwelmer  Sozialen in der Holthausstraße gefeiert, der wegweisend auch für andere zukunftsweisende Wohnformen sein dürfte.

Das bei vielen Schwelmern und Besuchern aus dem Umland beliebte Hallenbad wird nun ganzjährig betrieben und soll im kommenden Jahr umfangreich saniert werden. Das Freibad wurde geschlossen und dann von einem Trägerverein mehrere Wochen lang betrieben. Dies für Schwelm sehr wichtige Thema beschäftigt uns weiterhin – zu Recht, denn die Kraft, mit der hier um den richtigen Weg gerungen wird, belegt die Energie der Bürger, sich für ihre Stadt stark zu machen.

Die Technischen Betriebe Schwelm haben umgehend die Blaue Altpapiertonne angeboten, als dieser Markt von freien Sammlern übernommen zu werden drohte –die Schwelmer sind diesen Weg mitgegangen.

Schwelms Gleichstellungsbeaufragte Anna Schulte, die weit über die Verwaltung hinaus in die Stadt hinein gewirkt hat, wurde nach verdienstvollen Arbeitsjahren in die dritte Lebenshälfte verabschiedet.

Wir denken auch an Weggefährten, die viel für unsere Stadt getan haben und von denen wir für immer Abschied nehmen mussten: An Gerd Homberg, den geschätzten Schulrektor und Vorsitzenden der TG Rote Erde, und an Marianne Braumann, die den einzigartigen Mozartchor leitete. An Rudolf Wuttke, der die Landsmannschaft Schlesien repräsentierte, an Karsten Pantke, den Justitiar des DRK-Schwelm, an Werner Bente, den ehemaligen Wehrführer der Schwelmer Feuerwehr, und an Erwin Lauer, denn „Mr. Nachbarschaften“.

Besonders wichtig sind mir zwei Themen:
Mehrere „runde Tische“ mit Praktikern aus Kindergärten, Schulen, Verwaltung und Verbänden haben dem schmerzhaften Problem der auch in Schwelm wachsenden finanziellen Kinderarmut das nötige Gehör verschafft – wir alle sind aufgerufen zu helfen.

Und: In immer mehr der für unsere Stadt so wichtigen Vereine zeichnet sich nicht nur ein Nachwuchsmangel ab, sondern auch das Zurückweichen vor der Übernahme von Leitungsaufgaben. Doch Verantwortung zu tragen – und sei es für eine gewisse Zeit - ist auch eine soziale Haltung, zu der ich unentschiedene Zeitgenossen gerne ermutigen möchte.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein Gutes Neues Jahr 2009.

Dr. Jürgen Steinrücke

Dr. Jürgen Steinrücke: "Schwelmer machen sich für ihre Stadt stark!"
Farben, Lacke usw. können am Samstag abgegeben werden. Foto: Heike Rudolph
Die Senioren freuen sich auf den nächsten Spiele-Treff im Gemeindehaus Linderhausen. Foto: Heike Rudolph
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