Schwelm grüßt Fourqueux und die Welt!

Bürger feiern Kreisel am Ochsenkamp mit kleinem Volksfest

 

 

Sie konnten unmöglich alle auf den Bus warten: Die rund 200 Bürgerinnen und Bürger, die zur Eröffnung des „Kreisverkehrs“ den Weg an den Ochsenkamp gefunden hatten. Schwarz vor Menschen waren das Gelände um den früheren Blumenpavillon Krause und die gegenüberliegende Bushaltestelle. Und zu feiern gab es wirklich etwas. Denn knapp drei Jahre nach den ersten vorsichtigen Projekt-Überlegungen konnte man ihn  bewundern, den neu gestalteten Kreisel. Verwirklicht, so Bürgermeister Jochen Stobbe in seiner Ansprache, „wurde damit ein Bürgerprojekt, das sichtbarer Ausdruck der Städtepartnerschaft zwischen Schwelm und Fourqueux ist“. 

In Anwesenheit von Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt bedankte sich Jochen Stobbe bei vielen Bürgern, Einrichtungen und Firmen. Er dankte der Arbeitsgruppe „Kreisverkehr“, die die Arbeit unmittelbar nach dem 1. Stadtgespräch des Bürgermeisters 2010 aufgenommen hatte. Der Dank galt den Technischen Betrieben Schwelm und dem städtischen Stadtentwicklungsbüro, zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die über 62.000 € gespendet hatten sowie diversen Firmen. Ein besonderer Dank erging an Straßen NRW. Jochen Stobbe: „Ein Prozess entwickelte sich, der aber niemals in Gang gesetzt worden wäre, wenn nicht Straßen NRW als zuständige Landesbehörde früh Aufgeschlossenheit und Entgegenkommen signalisiert hätte. Hier hatten wir konstruktive Ansprechpartner, denen wir sehr zu Dank verpflichtet sind.“

Dass die Eröffnung zu einem kleinen Volksfest wurde, war auch das Verdienst der Nachbarschaft Oehde und des Städtepartner-Clubs Schwelm-Fourqueux. Die Nachbarschaft lockte mit Würstchen und Getränken und als „Ruth“ von der Oehde noch kurz das Wort ergriff, da hatte der Kreisel auch nachbarschaftlich seine neue Heimat gefunden. Mit Wein und Käse repräsentierte der Club Schwelm-Fourqueux, für den dessen Präsidentin Dr. Monika Steinrücke sprach, das gute deutsch-französische Miteinander. Leider war es den französischen Freunden nicht möglich gewesen, zur Kreiseleröffnung nach Schwelm zu kommen, doch wird diese Zeremonie alsbald nachgeholt in diesem besonderen Jahr, so der Bürgermeister, „in dem sich zum 50. Male die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages jährt.“ 

Der Bäckerei-Betrieb Steinbrink nutzte den erfreulichen Anlass, um mit Frei-Kaffee und Frei-Kuchen seine Absicht zu dokumentieren, im früheren Blumenpavillon an der Oehde eine Filiale zu eröffnen. Das sind schöne Aussichten, erhält dieses Viertel neben dem Kreisel damit doch einen weiteren Impuls.

Besonders pfiffig: Mit einem Bus der VER konnten die Besucher eine 15minütige Sonderfahrt durch Schwelm unternehmen und einmal prüfen, an welchen Ortseingangs- oder Ausgangsbereichen sich eine Verschönerung nach Kreiselart auch gut machen würde.  

Die Gestaltung besteht aus zwei gegeneinander versetzten und nach oben geöffneten Metallbögen, die ein Stadttor symbolisieren. Aus ihrer Mitte wachsen zwei weitere schlanke Stahlformen hervor, die etwas höher sind, sich in der oberen Partie dezent öffnen und nach Ost und West (Schwelm und Fourqeux) weisen.  Von zwei Metallstelen grüßen die Wappen von Schwelm und Fourqueux. Der Grund des Rundes wird mit einem Steingemisch aufgelockert, in dem Grün platziert wurde (auf diese Weise kann der Pflegeaufwand überschaubar gehalten werden).

Der Entwurf soll kein Kunstwerk darstellen, wohl aber einen klaren, freundlichen Gruß in die Stadt hinein wie aus der Stadt heraus. Die zueinander geneigten Bögen stehen für Geborgenheit, die höheren geöffneten Bögen für Aufgeschlossenheit. In klarer Formensprache ohne Schnörkel soll den Bürgern und Gästen ein herzliches Willkommen vermittelt werden. Dieser Kreisel gibt der von vielen Bürgern gelebten Städtepartnerschaft augenfällig einen Ort.

 

Die hässlichen Kunststoffelemente wurden entfernt, Verkehrsschilder überklebt und Ampeln installiert: Gestern haben die Arbeiten für den Kreisel am Ochsenkamp begonnen. Vor Ort: Bürgermeister Jochen Stobbe, Beigeordneter/Kämmerer Ralf Schweinsberg, Egbert Lethmate und Norbert Beckmanns von der Stadtplanung, Christa Wolff und Peter Hornemann (Arbeitsgruppe Kreisel) sowie Hans-Peter Schicke und Patrick Herling von der Firma Ehlhardt. Foto: Stadtverwaltung Schwelm/Heike Rudolph
Mit einem intensiven Dank an Bürgerinnen, Bürger, Sponsorinnen und Sponsoren, Unternehmen und Straßen NRW eröffnete Bürgermeistr Jochen Stobbe den neu gestalteten Kreisverkehr am Ochsenkamp.
Mit von der Partie: Die beliebte Formation "Braidhouse Jazzmen"
Gut 200 Bürgerinnen und Bürger waren aus diesem schönen Anlass an die Oehde gekommen.
Der Club Schwelm-Fourqueux bot den Besuchern Wein und Käse an.
Legten letzte Hand an: Dr. Monika Steinrücke, die Präsidentin des Clubs Schwelm-Fourqueux, Bürgermeister Jochen Stobbe und Egbert Lethmate, Norbert Beckmanns und Frank Sormund vom Stadtentwicklungsbüro.
Die Stimmung war hervorragend - und die Sonne ließ sich auch sehen.
Sponsorinnen beim Plausch bei "Steinbrink": Irmgard Weinreich, Helga Betz und Schwelms stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Frauke Hortolani.
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