„Sie zeigen ganz besonders, wie heimisch Sie hier geworden sind“

(pen) „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“ Mit diesem Satz dokumentierten Menschen aus Europa, Afrika und Asien im Schwelmer Kreishaus ihre Entscheidung, deutsche Staatsbürger zu werden.

 

„Die Gründe und Wege, die Sie nach Deutschland und zu uns in den Ennepe-Ruhr-Kreis geführt haben, sind vielfältig. Einige von Ihnen sind hier geboren und aufgewachsen. Andere kamen als Arbeiter, als Führungskräfte, als Wissenschaftler. Manche sind vor Gewalt und Unterdrückung geflohen, andere suchten ein besseres, ein freieres Leben für sich und ihre Kinder“, skizzierte Sabine Kelm-Schmidt, stellvertretende Landrätin bei der Übergabe der insgesamt 52 Einbürgerungsurkunden die Vielzahl von unterschiedlichsten Lebensgeschichten. Gleichzeitig betonte sie: „Doch ganz gleich, woher Sie stammen und warum Sie zu uns gekommen sind, Sie alle sind nun in Deutschland zu Hause. Mit Ihrer Entscheidung, sich einbürgern zu lassen, zeigen Sie heute auf eine ganz besondere Weise, wie heimisch Sie hier geworden sind.“

 

Seit 2008 lädt die Kreisverwaltung regelmäßig diejenigen zu einer kleinen Feierstunde in den Kreistagssitzungssaal ein, die sich entschlossen haben, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Die Veranstaltung soll dem Entschluss jedes Einzelnen den Stellenwert und die Aufmerksamkeit verleihen, die ihm gebührt. „Die Einbürgerung ist ein Schritt zur Integration, aber er ist nur einer von vielen“, unterstrich Kelm-Schmidt.

 

„Engagieren Sie sich, bringen Sie sich mit Ihren Fähigkeiten, Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen wo immer möglich ein, reden, gestalten, verändern Sie mit. Davon lebt unser Land, davon lebt Integration“, so die stellvertretende Landrätin an die Teilnehmer aus 18 Staaten, die aus ihren Wohnorten Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter ins Kreishaus gekommen waren.

 

Die Veranstaltung in Zahlen

 

Die 52 neuen deutschen Staatsbürger stammen aus 18 verschiedenen Ländern: Bosnien-Herzegowina (1), Eritrea (1), Frankreich (1), Griechenland (2), Italien (2), Kasachstan (1), Kosovo (9), Kroatien (2), Libanon (1), Niederlande (1), Philippinen (1), Polen (8), Portugal (1), Serbien (1), Thailand (1), Türkei (17), Tunesien (1), Vietnam (1),

 

Die Neubürger wohnen derzeit in folgenden Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises: 1 in Breckerfeld, 7 in Ennepetal, 5 in Gevelsberg, 15 in Hattingen, 10 in Herdecke, 8 in Schwelm, 1 in Sprockhövel, 5 in Wetter. Bürger aus Witten sind nicht dabei. Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist als Ausländerbehörde für 8 der 9 kreisangehörigen Städte zuständig. Witten hat als größte kreisangehörige Stadt ein eigenes Ausländeramt.

 

Schwelm, den 10. Dezember 2014

 

Eine Pressemitteilung des Ennepe-Ruhr-Kreises 

 

Nach dem Unglückstag gilt: Ende gut, alles gut. Der Schwelmer Unternehmer Burkhard Pass (zwischen Feuerwehrchef Matthias Jansen und Bürgermeister Jochen Stobbe) bedankte sich mit einer namhaften Spende bei der Schwelmer Feuerwehr, der er seine persönliche Hochachtung aussprach. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
Bildtext: Sigrid Althoff (Klavier), Katharina Apel-Hülshoff (Violoncello), Liviu Neagu Gruber (Violine) und Antje Kaufmann (Viola) – Porträts im Uhrzeigersinn – spielen Donnerstag im Haus Martfeld Werke von Haydn, Mozart und Brahms.
Seit 2008 lädt die Kreisverwaltung regelmäßig diejenigen zu einer kleinen Feierstunde in den Kreistagssitzungssaal ein, die sich entschlossen haben, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Die Veranstaltung soll dem Entschluss jedes Einzelnen den Stellenwert und die Aufmerksamkeit verleihen, die ihm gebührt. „Die Einbürgerung ist ein Schritt zur Integration, aber er ist nur einer von vielen“, unterstrich die stellv. Landrätin Sabine Kelm-Schmidt. Foto: EN-Kreisverwaltung
Serviceportal