Sonntag im Haus Martfeld: LWL-Ausstellung „Verwischte Spuren“

Erinnerung und Gedenken an nationalsozialistisches Unrecht in Westfalen

Am Sonntag, dem 9. September, eröffnen um 11.30 Uhr das Stadtarchiv Schwelm und das Museum Haus Martfeld die Ausstellung „Verwischte Spuren“. Die Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) thematisiert die Erinnerung und das Gedenken an nationalsozialistisches Unrecht in Westfalen. Bürgermeister Jochen Stobbe wird die Besucher begrüßen, Museums- und Archivleiterin Cornelia Hackler einführende Worte sprechen. Anna Gomoluch erläutert in ihrem Vortrag die Projektkonzeption.

Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur Demokratisierung und ist in Zusammenarbeit mit Gedenkstätten und Museen entstanden. Sie will ein Fenster zur Öffentlichkeit sein, um in Erinnerung an die Schicksale vieler, oft namenloser, diskriminierter und politisch Verfolgter zu erinnern. Diese von Brüchen markierten Biografien sind in der Region und an den Orten von Leiden und Gewalt verankert. Ihre individuellen und zugleich von ihrer Zeit geprägten Schicksale fordern auf, nachzufragen und hinzuschauen.

Grundlage bildet die dokumentierte Überlieferung von weniger prominenten Biografien von Personen, die der Verfolgung unter dem NS-Regime in Westfalen zum Opfer fielen. In repräsentativer Auswahl werden individuelle Lebensläufe nachgezeichnet, die am Ende der Zeitzeugenschaft für die aktuelle Bildungsarbeit sowohl in Museen und NS-Gedenkstätten als auch in schulischen Einrichtungen generell an Bedeutung gewinnen.

Die sehenswerte Sonderschau ist im Haus Martfeld vom 9. September bis zum 11. November 2012 zu sehen und kann kostenlos zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. (Mittwochs, freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr. An gesetzlichen Feiertagen geschlossen).

Schwelm, den 5. September 2012

Eroberten den Bürotisch und die Herzen: Lissy, Jette, Holly, Amy und Lilly mit ihrer Besitzerin Heike Schmidt (l.) und Sonja Finke und Andreas Koch. Foto: Heike Rudolph
Ein Foto, eine Sträflingsjacke, ein Briefumschlag, ein Strohkästchen: Die Ausstellung erinnert sehr persönlich an Menschen aus Westfalen, die der Verfolgung durch das NS-Regime in Westfalen zum Opfer fielen. Fotos: LWL
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