"Das Einkommen von Frauen reicht häufig nicht für ein eigenständiges Leben aus"

Erstellt von Heike Rudolph |

Manuela Schwarzkopf ist Schwelms neue Gleichstellungsbeauftragte

Am 1. Mai hat Manuela Schwarzkopf, Sozialwissenschaftlerin, Diplom-Sozialarbeiterin und Staatlich anerkannte Erzieherin, ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwelm aufgenommen.

Sie tritt die Nachfolge von Anna Schulte an, mit der sie in den vergangenen Jahren viel zusammengearbeitet hat und deren Arbeitsassistentin sie in Teilzeit von November 2003 bis September 2005 war.

Schwelmerinnen und Schwelmern ist Manuela Schwarzkopf u.a. durch ihre Mitarbeit an den Schwelmer Frauenhandbüchern von 2002 und 2007 bekannt sowie durch ihr gesellschaftliches Wirken im Verein „Schwelmer Frauencafé“ seit 2001 und im Arbeitskreis „Frauen gestalten ihre Stadt“.

Die gebürtige Recklinghausenerin (Jahrgang 1961), die in Schwelm zu Hause ist,  studierte von 1996-2002 an der Evangelischen Fachhochschule Bochum Diplom-Sozialarbeit, war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Friederike Fliedner-Institut/Diakonie Kaiserswerth in Düsseldorf und absolvierte am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen den Masterstudiengang Sozialpolitik. Mit ihrer Abschlussarbeit legte sie den Finger an den Puls der Zeit: „Gewinnerinnen der Arbeitsmarktreformen? Zu den Wirkungen des SGB II auf alleinerziehende Frauen“. In einem Forschungsprojekt an der Uni Bremen befasste sie sich mit der „Individualisierung des SGB II unter Berücksichtigung von Unterhaltspflichten“.

Manuela Schwarzkopf kennt sämtliche Netzwerke rund um die Gleichstellungsarbeit in Schwelm und der Region und freut sich sehr auf ihre neue Aufgabe. Gleichstellung bedeutet für sie, dass Frauen nicht nur auf dem Papier die gleichen Rechte haben wie Männer, sondern dies in ihrem Leben auch praktisch wirksam ist. Ein zentraler Bereich ist für die neue Gleichstellungsbeauftragte die Existenzsicherung von Frauen: „Frauen dürfen heute nicht nur erwerbstätig sein, sie sollen es auch, um ihren Lebensunterhalt im Notfall selbst sichern zu können. Sowohl das neue Unterhaltsrecht als auch die Grundsicherung für Arbeitslose (,Hartz IV’) setzen hier deutliche Signale. Aber da in aller Regel weiterhin Frauen für die Erziehung von Kindern und die Pflege von Angehörigen zuständig sind und Angebote zur alternativen Betreuung nicht ausreichend zur Verfügung stehen, können sie – oft unfreiwillig – nur in Teilzeit arbeiten. In Verbindung mit niedrigen Stundenlöhnen, insbesondere in frauentypischen Berufen, reicht das Einkommen für ein eigenständiges Leben dann häufig nicht aus, sie bleiben vielfach auf einen ,Ernährer’ angewiesen. Hier ebenso wie in anderen Lebensbereichen gibt es also noch viel zu tun, um den im Grundgesetz verankerten Anspruch auf Gleichstellung zu verwirklichen“.

Manuela Schwarzkopfs Büro befindet sich im Rathaus, Hauptstraße 14, Erdgeschoss, Raum 001 (rollstuhlzugänglich), Tel. 02336 / 801-209, e-mail: schwarzkopf@schwelm.de. 

Schwelm, den 6. Mai 2009

Bürgermeisterlicher Dank und Grüße für die Familie Horst Jung...
Herrlich "wienerisch" wird im Schloss Martfeld das neue Jahr begrüßt werden. Foto: Arno Kowalewski
Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke begrüßte Schwelms neue Gleichstellungsbeauftragte Manuela Schwarzkopf am ersten Arbeitstag im Rathaus und wünschte ihr alles Gute für ihre Arbeit. Fotos: Heike Rudolph
...Frau Lappenbusch (Firma Sieg)
...Sahasique Ahmed...
...die Firma Stefan Merker...
...Herrn Daljet Singh...
...für Blumen Gundlach...
und Familie Jand. Fotos Heike Rudolph
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