Tilo Kramers Lebensweg führt nach Hadamar

Neue GSWS-Leitung mit Bezügen zur Region wäre sehr willkommen

 

 

Im Frühling dieses Jahres wird Herr Tilo Kramer Schwelm verlassen, um eine neue Aufgabe im hessischen Hadamar, nahe Limburg, zu übernehmen. Damit endet das vierjährige Engagement des versierten Dipl. Geographen als Geschäftsführer der Schwelmer Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung.

Tilo Kramer erläuterte jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs, dass familiäre Ereignisse den Perspektivwechsel nach Hessen eingeleitet hätten. Hinzu kam, dass die 12.000 Einwohner zählende Stadt Hadamar, in der Kramer seinerzeit seine Diplom-Arbeit geschrieben hatte, eine Stelle für das Stadtmarketing einrichtet, auf die er sich erfolgreich beworben hat.

Tilo Kramer: „Ich bin dem Aufsichtsrat der GSWS dankbar für die vorzeitige Auflösung des Vertrages, der bis Ende 2013 gelaufen wäre“. Bürgermeister Jochen Stobbe betonte als Vorsitzender des Aufsichtsrates der GSWS, dass man Verständnis für den scheidenden Geschäftsführer habe und nun eine Lösung entwickeln werde, die den reibungslosen Ablauf der Arbeit der GSWS ermögliche und zugleich den Erwartungen und Wünschen des amtierenden Geschäftsführers entgegenkomme.

Mit der Veränderung an der Spitze der GSWS könne eine strukturelle Neuausrichtung der im Jahr 2000 gegründeten Gesellschaft einhergehen. Man setze auf die GSWS, setze auch auf das Potential der gesamten Mannschaft.

Wie man hört, herrscht durchaus ein hohes Interesse daran, die Leitungsstelle auch einmal mit jemandem aus dem näheren Umfeld zu besetzen, also mit einer „Sie“ oder einem „Er“ mit Bezügen zur Region.

Immer wieder ein Thema ist die Gewichtung der Anteile von Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung im Rahmen der GSWS-Arbeit. Matthias Kampschulte als GSWS-Aufsichtsrat hob hervor, dass mit den beiden Schwelmer Frühjahrsmessen, einer Broschüre über die hiesige Wirtschaft und anderen Aktivitäten durchaus Pflöcke für die Wirtschaftsförderung eingeschlagen worden seien. Aber es gebe natürlich auch Rahmenbedingungen, die jeder Unternehmer kenne. Der Bürgermeister benannte als wirtschaftsfördernde Aufgaben u.a. die Reaktivierung von vorhandenen Flächen und die Bestandspflege von Unternehmen.  

Jochen Stobbe gab zu bedenken, dass Stadtmarketingaktionen ggfs. von einer Eventagentur betrieben werden könnten, um den Rücken für andere Aufgaben frei zu haben, sprich die Wirtschaftsförderung zu intensivieren. Der Aufsichtsrat befinde sich in einem Diskussionsprozess und man müsse sich ehrlich fragen: Was darf uns das kosten?

 Frühjahrsmessen, Business Lunch und Wandern über Jakobswege

Tilo Kramer wird in Schwelm Spuren hinterlassen

Gemeinsam mit seinem Team und zahlreichen Partnern der GSWS hat Tilo Kramer neue Projekte eingeführt und grundlegende Aufgaben der Gesellschaft  zeitgemäß ausgerichtet. Dabei ist er stets der Überzeugung gefolgt, dass erfolgreiches Stadtmarketing und gelungene Wirtschaftsförderung zum Besten unserer Stadt wirken, in der es sich zu leben, zu arbeiten und zu wohnen lohnt.

Tilo Kramer und seine Mannschaft haben als Ideengeber, Koordinator, Moderator und Netzwerker fungiert. Denn in der GSWS werden viele Kräfte gebündelt. Sie ist die Gelenkstelle für Unternehmer, Einzelhändler, Verwaltung, Politik, Vereine, Verbände, Stiftungen. Sie sendet Impulse, sie nimmt aber auch feinnervig Anregungen aus allen gesellschaftlichen Richtungen auf, um ihnen Gestalt zu geben. So fließen auch aus den drei ehrenamtlichen Arbeitsgruppen zahlreiche Bürgeranregungen in die Ideenfindung ein. Ihre Berücksichtigung sichert der gemeinsamen Arbeit hohe Akzeptanz.

Ein besonders durchschlagender Erfolg wird sich mit dem Wirken des scheidenden Geschäftsführers immer verbinden: Die beiden „Schwelmer Frühjahrsmessen“, die Tilo Kramer gemeinsam mit seinem Team so überzeugend organisiert hat, dass sie zur überregional beeindruckenden Leistungsschau für Schwelmer Handel, Wirtschaft und Dienstleistung werden konnten.

Gemeinsam mit Werbegemeinschaft, Technischen Betrieben und Erfurt-Stiftung hat die GSWS die Aktion „Schwelm blüht auf“ der federführenden Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz tatkräftig unterstützt – und damit unmittelbar vor Augen geführt, wie Stadtmarketing eine ganze Stadt auf „natürliche Weise“ begeistern kann.

In Zusammenarbeit mit der EN-Agentur wurde die Fördermittelberatung für Existenzgründer begründet, die gut nachgefragt wird. Ganz wesentlich verbindet sich mit Tilo Kramers Name auch das erfolgreiche Sichtbarmachen des Schwelmer Jakobsweges. Hier haben GSWS und Partner aus Handel und Wirtschaft Bürger zum Erwerb von Pilgersteinen angeregt, die Schwelms wichtige Geschichte in modernem Bezug augenfällig machen.

Unvergessen ist seine Mitarbeit in der Arbeitsgruppe „Kreisverkehr am Ochsenkamp“ und sein Mitwirken an der jährlichen „Schwelm putzt sich“-Aktion.

In Tilo Kramers Zeit in Schwelm fiel das „Ja“ für eine neue Weihnachtsbeleuchtung in Schwelm. Damit verbinden sich gleich mehrere Aktionen, um dieses Projekt dauerhaft zu bewerben. Eine vielversprechende Ausrichtung hat in seiner Zeit auch der Weihnachtsmarkt erhalten, der vom Altmarkt in die Stadtmitte wechselte und ein neues Gepräge erhalten hat.

Arbeiten, die zu den Grundpfeilern der GSWS gehören, wie die Ausrichtung der Trödelmärkte, haben in seiner Zeit neue Akzente erhalten. So gibt es dank eines modernen Online–Buchungssystems bei der Stand-Reservierung kein Gerangel mehr um die besten Plätze.

Die Gewerbeimmobiliendatenbank wurde fortgeführt, der Business-Lunch mit interessanten Referenten und wegweisenden Diskussionen fortgeschrieben.

Der Blick auf das vielfältige Wirken von Herrn Kramer wäre nicht abgerundet ohne die Erwähnung des „1. Schwelmer Baustellengesprächs“ in der Eventhalle, das die GSWS gemeinsam mit der Stadtsparkasse Schwelm durchführte. Und nicht unerwähnt bleiben darf die Informationsveranstaltung für Einrichtungen mit Publikumsverkehr, die sich für den sensiblen Umgang mit dementen Kunden schulen ließen. 

Herr Kramer bricht nicht zu neuen Aufgaben auf, ohne in Schwelm noch ein Projekt auf den Weg gebracht zu haben, das in Kürze verwirklicht werden soll. Gemeinsam mit der AVU und der Werbegemeinschaft soll dem Wunsch vieler Bürger nach  E-Mobilität Rechnung getragen werden. Wenn alles klappt, können Bürger dann in Kürze in Schwelm Elektrofahrräder nutzen.

Schwelm, den 18. Februar 2013

Nach vier Jahren und zahlreichen Aktivitäten für Schwelms Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung wird GSWS-Geschäftsführer Tilo Kramer (r.) Schwelm verlassen. Das könnte eine Neuausrichtung der GSWS zur Folge haben, war im Pressegespräch mit Bürgermeister Jochen Stobbe und den GSWS-Aufsichtsräten Gerd Philipp, Matthias Kampschulte und Frank Brüggendieck zu hören. Foto: Heike Rudolph
Die Teilnehmer des Gedenkens kommen am Sonntag am Erinnerungsstein an der ehemaligen Schwelmer Synagoge auf dem Hof des Gebäudes Südstraße 7 zusammen. Foto: Heike Rudolph
Freundschaft in Freiheit: Fourqueux' Bürgermeister Daniel Level, Schwelms Bürgermeister Jochen Stobbe, Patrice Normand, Präsident der Fourqueux-Freunde, und Laurent Sibille, stellv. Bürgermeister von Fourqueux. Foto: Heike Rudolph
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