…um zu sehen, wie es wirklich ist“

Sechs sehr interessierte Schülerinnen am „Girls Day“ auf Schwelmer Feuerwache

Sechs wissbegierige Schülerinnen im Alter von 13 und 14 Jahren absolvierten jetzt den „Girls-Day“ auf der Feuerwache Schwelm. Ganz offensichtlich hat ihnen dieser Praxistag, der traditionell Mädchen mit Männerberufen bekannt macht, sehr gut gefallen. Denn vier der jungen Damen erklärten anschließend, sie könnten sich vorstellen, der Jugendfeuerwehr beizutreten.

Warum sie sich für einen Schnuppertag bei der Feuerwehr entschieden haben, wollte Bürgermeister Jochen Stobbe wissen und erfuhr, dass die Cousine eines der Mädchen im vergangenen Jahr ihren „Girls Day“ bei der Schwelmer Feuerwehr als positiv erlebt und diese gute Erfahrung weitergegeben hatte. Unabhängig davon hatte Aleyna Akbas, Alina Berisha, Samaah Maarouf und Miray Güler dieses spezielle Aufgabengebiet gereizt. Und auch Vivien Lefarth und Kristina Dag waren interessiert an der Arbeit der Feuerwehr.

Gefallen hat den Mädchen die Vielfalt der Aufgaben. Wachabteilungsführer Frank Schad hatte ihnen ausgewogen Theorie und Praxiswissen vermittelt. „Es gibt sehr unterschiedliche Fahrzeuge für die Einsätze“, schilderten die Mädchen ihre Eindrücke. Im Rettungswesen hätten sie gelernt, dass manche Instrumente nach dem Desinfizieren wieder verwendet werden dürfen, während andere nur einmal zum Einsatz kommen.

Ein Erlebnis war das Ausrollen und Anschließen eines Löschschlauches. „Als wir dann gelöscht haben, bin ich wegen des Wasserdrucks erst mal ein Stück nach hinten gekippt“, lacht Aleyna Akbas. Sie und die anderen Teilnehmerinnen haben gelernt, dass der Dienst bei der Feuerwehr Mannschaftsarbeit ist. „Hier muss sich einer auf den anderen verlassen können“, so Feuerwehrchef Matthias Jansen. Er setzt die auch in Schwelm lange Tradition des „Girls Days“ fort, um künftig mehr Mädchen für den Dienst in der Feuerwehr zu begeistern. Galt früher als gesichert, dass immer ausreichend junge Männer zur Feuerwehr gingen, so schlägt der  demographische Wandel allmählich durch. Zudem ist das Freizeitangebot heutzutage so umfangreich geworden, dass junge Menschen eben auch andere Optionen für Beruf und Hobby wählen.

Umso mehr freut sich Matthias Jansen über die sehr eifrigen Mädchen, die in diesem Jahr aus den Gesamtschulen Sprockhövel-Haßlinghausen und Wuppertal-Barmen sowie vom Märkischen Gymnasium Schwelm den Weg auf die Feuerwache gefunden haben. Für Miray Güler und ihre Freundinnen war das schnell beschlossene Sache: „Als wir davon hörten, sind wir gleich nach der Schule hierhergekommen und haben uns angemeldet“. Miray sagt einen sehr wichtigen Satz: „Ich wollte mal wissen, wie es hier wirklich ist“, und trifft damit ins Schwarze. Denn die Feuerwehr ist nicht allein fürs Löschen dar, sie erfüllt auch viele andere spannende und wichtige Aufgaben.

Und dann geschieht noch etwas sehr Aufregendes: Kurz vor dem Ende des „Girls Days“ wird ein Alarm gemeldet und die Schülerinnen spüren, wie schnell der Ernstfall eintreten kann.

Schwelm, den 24. April 2015

Wie sie Bürgermeister Jochen Stobbe und Feuerwehrchef Matthias Jansen bestätigten, war für Aleyna Akbas, Alina Berisha, Samaah Maarouf, Miray Güler, Vivien Lefarth und Kristina Dag der "Girls Day" auf der Schwelmer Feuerwache ein Gewinn. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
Es gab herzliche Gratulationen und Glückwünsche für Jonas Poschmann, Nils Abbink und Thomas Karwisch.
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