Scholle, Lazy Daisy und Smithy rocken unentgeltlich für neue Weihnachtsbeleuchtung

Erstellt von Heike Rudolph |

Rock und Pop am 13. November im Ibach-Haus

„Du hörst zu und schreibst darüber. War es das?“ Das fragte sich die Schwelmer Journalistin Britta Kruse, die vor kurzem über ein Pressegespräch im Schwelmer Rathaus berichtete, auf dem Bürgermeister Jochen Stobbe, GSWS-Chef Tilo Kramer und WGS-Vorsitzende Daniela Weithe um Unterstützung für eine neue Schwelmer Weihnachtsbeleuchtung geworben hatten.

Britta Kruse war das nicht genug, sie wollte selber aktiv werden, und schon war der Gedanke in der Welt, ein Konzert zu Gunsten der Weihnachtsbeleuchtung zu organisieren. Rock und Pop für ein weihnachtlich-stimmungsvolles Schwelm. Ihr Ehemann Georg Jacobi von „Scholle & his friends“ war begeistert und sagte für seine Truppe zu. Nach zwei Anrufen stand fest, dass auch „Smithy“ und „Lazy Daisy“ mit von der Partie sein würden. Da zudem Claudia Lipka von der Piano Manufaktur GmbH im Ibach-Haus grünes Licht für die unentgeltliche Nutzung des Veranstaltungsraums gibt, wird nun aus Britta Kruses kühnem Plan Wirklichkeit.

Gemeinsam stellten alle Beteiligten jetzt die Konzert-Veranstaltung vor, die am 13. November um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Ibach-Haus stattfinden wird. Die drei Bands, die ohne Gage auftreten, haben noch nie in dieser Weise zusammen gespielt, es winkt also mit den Worten von T. Kramer, „eine Weltpremiere“. Aber die Mitglieder kennen sich natürlich und schätzen einander, so dass die dreimal 60 Minuten mit möglicher Verlängerung ein Hochgenuss für alle Freunde von Rock- und Popmusik werden. Und das sind viele in Schwelm und der Region, wo sich Scholle & his Friends, Smithy und Lazy Daisy als Garanten des wahren Sounds einen Namen gemacht haben.

Die Tickets werden schon ab Freitag, dem 15. Oktober, bei der wap (Hattinger Straße 43), der GSWS (Römerstraße 29), dem Geschäft art & trend (Kirchstraße 3), beim Getränkehof Raidt, Berliner Straße 56, und im Ibach-Haus (Wilhelmstraße 43) erhältlich sein. Sie kosten 13 € im Vorverkauf und 15 € an der Abendkasse. Wann kann man schon drei hochklassige Formationen für solch einen erschwinglichen Eintrittspreis spielen hören? Die 400 Besucher, die in den Saal des Ibach-Hauses passen, werden nicht nur Musik genießen; schließlich werden auch „Speise und Trank“ angeboten. 

„Ohne Weihnachtsbeleuchtung kein Christkind und kein Weihnachtsmann“, begründet Peter Gastreich (PG) von „Scholle“ sein Engagement. Georg Jacobi und Oliver Maikranz bekräftigen: „Unser Herz schlägt für Schwelm“.

„Gespendet wurden bislang 6000 €“, so Tilo Kramer. „Die 10 oder 50 € von der alten Dame, der solch ein Betrag ans Eingemachte geht, zählen ebenso wie die Großspende von 2000 €!“

Die Weihnachtsbeleuchtung, das unterstrich Bürgermeister Jochen Stobbe noch einmal, ist eine Sache für alle Bürger, eine echte Herzensangelegenheit. Die alte Beleuchtung noch einmal aufzuhängen würde bedeuten, gut 30.000 € in den Wind zu schreiben. Jedes Jahr mussten für das alte Gehänge allein 2000 neue Glühbirnen gekauft und in die Fassungen gedreht werden. 

Von den  60.000 € müssen auch die Kosten für die einmalige Legung einer Dauerleitung bestritten werden, die das ganze Jahr über liegen bleiben wird. An den Laternen in den Fußgängerzone haben die Technischen Betriebe bereits Voraussetzungen für sogenannte Aufstecker geschaffen. Und natürlich soll es auch Überspanner geben, wie die Lichterketten genannt werden.

Was passiert, wenn die 60.000 € in diesem Jahr nicht zusammen kommen sollten? „Dann müssen wir damit leben, dass es an einigen Stellen unserer Stadt dunkel bleiben wird. Wir setzen die Sammlung im kommenden Jahr fort“, so Jochen Stobbe. Es bedeute immer Umgewöhnung, wenn ein Schnitt gemacht werden müsse, doch jetzt sei es an der Zeit, von der alten Beleuchtung Abschied zu nehmen. Die neue Beleuchtung spare Strom und damit viel Geld.

In Kürze werden 15.000 Karten mit dem Spendenaufruf für eine neue Weihnachtsbeleuchtung an die Schwelmer Haushalte gehen. Die Politik hat sich bereit erklärt, die Karten eigenhändig in die Briefkastenschlitze zu werfen.

Übrigens: Claudia Lipka schlug vor, am Konzertabend die alte Schwelmer Weihnachtsbeleuchtung zu versteigern oder zu verkaufen, Stück für Stück, für jene, die sich ein Andenken an das weihnachtliche Schwelm der früheren Jahre bewahren möchten.     

Schwelm, den 13. Oktober 2010

Eines der Werke des vielseitigen Künstlers Gerhard Karrasch.
Rocken für ein weihnachtlich-stimmungsvolles Schwelm: Claudia Lipka, Britta Kruse, Bürgermeister Jochen Stobbe, Georg Jacobi, Peter Gastreich, Oliver Maikranz und Tilo Kramer freuen sich auf das Benefiz-Konzert am 13. November. Foto: Heike Rudolph
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