Wir gucken in die Röhre

TBS informieren über TV-Kanalinspektion 2016 im Stadtgebiet Schwelm

Die Technischen Betriebe Schwelm informieren darüber, dass aktuell im Schwelmer Inspektionsgebiet 3 die Kanalhaltungen (das sind die Rohrverbindungen von Kanalschacht zu Kanalschacht) und die Kanalschächte inspiziert werden. Die Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwVO Abw NRW) schreibt die Inspektion des gesamten Schwelmer Kanalnetzes mindestens 1 Mal in 15 Jahren vor.

Nicht nur, weil es Vorschrift ist, sondern auch im Interesse der Schwelmer Bürger/innen nehmen die TBS sich jedes Jahr ein Inspektionsgebiet und weitere übers Stadtgebiet verteilte Einzelhaltungen vor, um festzustellen, ob ein Sanierungsbedarf besteht. So ist sichergestellt, dass jedes Kanalstück mindestens einmal in 15 Jahren begutachtet wird.

Das Inspektionsgebiet 3 befindet sich im nordwestlichen Bereich der Stadt und umfasst z.B. Straßen wie den Höhenweg, die Friedrich-Ebert-Straße, die John-F-Kennedy-Straße, den Ober- und den Unterloh, die Rheinische Straße, die Hattinger Straße (oberhalb Wörther Straße), die Friedrich-Christoph-Müller Straße und die Kant- und die Hegelstraße. Die Bürger werden die Inspektion nur dann wahrnehmen, wenn gerade an einem Schacht in ihrer Straße die Kamera auf den Weg geschickt wird. Zu größeren Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommt es nicht.  

TV-Kanalinspektion heißt das Verfahren, weil die untersuchende Firma Türpe aus Blomberg eine ferngesteuerte Inspektionskamera in die Kanäle schickt. Der Untersucher hält jeden Riss, jeden Bruch, jede Abnormalität der Kanalstrecke akribisch auf Video fest.

Mit Hilfe der Videoaufzeichnungen werten die TBS anhand einer verbindlichen Zustandsklassifizierung (ISYBAU 96) aus, wie dringend ein etwaiger Sanierungsbedarf ist und welches Sanierungsverfahren dann anzuwenden ist.

Die meisten Schäden lassen sich heutzutage im sogenannten Schlauchrelining-Verfahren sanieren, bei dem es nicht notwendig ist, ganze Straßenzüge aufzureißen. Vielmehr wird die schadhafte Kanalhaltung u.a. mit Hilfe eines ferngesteuerten Fräsroboters vorbereitet und erhält dann einen neuen mit speziellen Kunstharzen getränkten Innenschlauch – Inliner genannt.

Dieser Inliner steht nach Aushärtung des Spezialharzes der Haltbarkeit konventioneller Rohrleitungen nicht nach. Das Schlauchrelining–Verfahren wurde erstmalig 1971 in England eingesetzt und wird seit den 1990er Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Es ist i.d.R. kostengünstiger, umwelt- und nervenschonender als eine Sanierung „in offener Bauweise“. In Einzelfällen kommen die Technischen Betriebe jedoch nicht umhin, auf herkömmliche Sanierungsmethoden zurückzugreifen, was dann die Notwendigkeit von größeren Straßenaufbrüchen mit sich bringt. Auch in diesen Fällen sind die TBS bemüht, Kosten und unangenehme Begleiterscheinungen auf das Notwendigste zu beschränken.

Projektverantwortlich für die TV-Kanaluntersuchungen in Schwelm ist Walter Grimm aus der TBS-Abteilung Stadtentwässerung.

Schwelm, den 16. August 2016

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