Plakate gegen Hundekot auf Spielplätzen und in Grünanlagen

Stadt hängt in diesen Tagen eindringliche Poster auf

Im letzten Dezember hatte die Stadt Schwelm an Parks und Grünanlagen der Stadt Schilder aufstellen bzw. erneuern lassen, um auf die Pflicht zum Anleinen von Hunden zu verweisen. Bekanntlich lassen immer wieder Hundebesitzer in den Grünanlagen ihre Tiere frei laufen. Das führt in starkem Maße zu Zusammenstößen mit Bürgern, die sich  belästigt oder bedroht fühlen. Nicht selten bekommen Bürger, die um das Anleinen eines Hundes bitten, rüde Antworten zu hören. Zudem beschweren sich Eltern über Hundekot auf Kinderspielplätzen (in Sandkästen!), die von den Kleinen dann nicht mehr bespielt werden können. 

Die von Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke seinerzeit für das Frühjahr 2009 angekündigte begleitende Plakataktion wird nun durchgeführt. In diesen Tagen werden an ausgewiesenen Stellen der Stadt, Plakate aufgehängt, die Hundehalter auffordern, Grünflächen und Kinderspielplätze frei von Hundekot zu halten.

„Hundekot in Grünanlagen und auf Kinderspielplätzen“, so Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke, „ist mehr als ein Ärgernis. Immer wieder treten Kinder und ihre Eltern in die Hinterlassenschaften. Was nutzen die schönsten Spielplätze, wenn Kinder dort nicht mehr spielen können?“

Bestellt wurden 100 Plakate, die nach und nach zum Einsatz kommen. Sie zeigen einen Schwelmer Kinderspielplatz mit Hundehaufen. Das unhygienische Schauspiel drückt aus, was jeder denkt, wenn er so etwas sieht, nämlich „Igitt“.

Zu den Bereichen, die in besonderem Maße betroffen sind und wo daher plakatiert wird, gehören die Freizeitanlage Martfeld, der Bahnhofspark, die Wilhelmshöhe, die Sophienhöhe, aber auch schmale, wenig einsehbare Durchgänge an einigen Kindertagesstätten.

Die Stadt betont ausdrücklich, dass es auch Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer gibt, die ihre Tiere vorbildlich erzogen haben, die Anleinpflicht befolgen und den Kot ihrer Tiere mit eigenen Plastiktüten entfernen oder mit Hundekotbeuteln, die kostenlos im Bürgerbüro oder an Tütenspendern erhältlich sind.

Um den Hundehaltern die Möglichkeiten zu einer geregelten Ausführung ihrer Hunde zu geben, sieht die Stadt Schwelm die städtischen Grundstücke östlich der Schwelmestraße 1 – 21; südlich der Körner-/Jahnstraße und nördlich des Freibades sowie die städtische Ausgleichsfläche nördlich der Straße „Am Weißenfeld“  an der Stadtgrenze zu Ennepetal als Hundeauslaufgebiete an. Hierbei handelt es sich um Außenbereichsflächen.

Die Stadt Schwelm macht jedoch ausdrücklich darauf aufmerksam, dass auch in diesen Bereichen die gesetzlichen Bestimmungen des Landeshundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (LHundG NRW) uneingeschränkt gelten.

Schwelm, den 14. Mai 2009

Können zur Gefahr werden: Eiszapfen. Foto: Heike Rudolph
Der Kopf des berühmten "Hermann", der von Ernst von Bandel erbaut wurde.
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