„ZEICHEN UM ZEICHEN“: KUNST ZUR LYRIK VON ERNST MEISTER

FrauenKunstForum im Haus Martfeld: Ausstellungseröffnung am 29. August

Am Freitag, dem 29. August, eröffnet das FrauenKunstForum um 19 Uhr im Haus Martfeld  (Haus Martfeld 1) eine Ausstellung mit Werken von 18 Künstlerinnen. „Zeichen um Zeichen“, so der Titel der Ausstellung, bedeutet nichts weniger als eine hochinteressante künstlerische Artikulation zu Gedichten eines der wichtigsten Lyriker Deutschlands: Ernst Meister (1911-1979).

Das Kulturbüro der Stadt Schwelm lädt alle kunstinteressierten Freunde dazu sehr herzlich ein. Bürgermeister Jochen Stobbe wird Künstlerinnen und Besucher begrüßen, Rosi Wolf-Laberenz und Ulla Brockfeld vom FrauenKunstForum werden  einführende Worte sprechen. Es folgt eine Lesung mit Barbara Krafft vom Theater am Ziegelbrand Menden.

Die Künstlerinnen: Stefanie Bornemann, Iserlohn; Ulla Brockfeld, Menden; Jette Flügge, Iserlohn; Christiane Heller, Gevelsberg; Hilde Jaeger, Krefeld; Annette Kögel, Werdohl; Petra Korte, Solingen; Carola Lischke, Krefeld; Anja Lorenz, Essen; Judith Michael, Hagen; Dagmar Müller, Iserlohn; Claudia Quick, Dortmund; Manuela Reitz, Werdohl; Renate Schieck, Witten; Gretel Schmitt-Buse, Castrop-Rauxel; Rita Viehoff, Wetter; Rosi Wolf-Laberenz, Wetter; Andrea Wyskott-Blauscheck, Hagen.

Das FrauenKunstForum schreibt über die Schwelmer Ausstellung: „Im Herbst 2011 wurde der Ernst Meister-Preis zum letzten Mal vergeben. Die Preisträgerin Marion Poschmann aus Essen gab (unwissentlich) mit ihrem preisgekrönten Band ,Geistersehen‘ den entscheidenden Impuls zum Start dieses Kunstprojektes. Sie machte uns neugierig auf den Namensgeber Ernst Meister, einen für die deutsche Lyrik des zwanzigsten Jahrhunderts bedeutenden Dichter. Er wurde in Hagen–Haspe in Westfalen geboren, verbrachte dort viele Lebensjahre und starb auch dort.

In den vor Jahren in Hagen eingerichteten Erinnerungsräumen zu Ernst Meister fanden wir den Titel und somit das Leitmotiv unseres Projektes auf einem seiner Gedichtbände: Zeichen um Zeichen (erstveröffentlicht 1968). Der Ernst-Meister-Preis findet in absehbarer Zeit wohl keine Fortführung mehr und auch die Erinnerungsräume sind inzwischen verschwunden. So wirkt unser Kunstprojekt vielleicht als Menetekel und warnt vor dem Vergessen dieses bedeutenden Künstlers aus unserer Region.

18 Künstlerinnen des FrauenKunstForum-Südwestfalen stellen sich in künstlerischen Arbeiten den Worten von Ernst Meister. Es war nicht leicht standzuhalten – Ernst Meister, ein Meister der Verschlüsselung. Es stellten sich Rätsel und Fragen in der Auseinandersetzung mit seiner Sprache, mit seinen Gedichten. Der Respekt vor dem Werk von Ernst Meister versetzte die Künstlerinnen immer wieder in Zweifel über ihr Tun. Wie kann seine Sprache in Grafiken, Gemälden, Installationen und Objekten angemessen sichtbar werden? Wir wollen Sie mitnehmen in die Wort-Räume von Ernst Meister, die zu den Inspirationsräumen der Künstlerinnen wurden“.

Die Ausstellung kann bis zum 2. November 2014 besucht werden: samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr. Eintritt: 1,00 € pro Person (bei der Eröffnung wird kein Eintritt erhoben).

Schwelm, den 21. August 2014

 

 

Samstag ist es wieder soweit: dann "putzt Schwelm sich heraus!"
Wie kann die Sprache des bedeutenden Hagener Lyrikers Ernst Meister (1911-1979) in Grafiken,Gemälden, Installationen und Objekten angemessen sichtbar werden? 18 Künstlerinnen geben Antworten.
Setzen sich – gemeinsam mit vielen anderen Schwelmerinnen und Schwelmern – für eine saubere Stadt ein, v. l.: Andreas Steinbrink, Hans-Georg Müller, Bürgermeister Jochen Stobbe, Sven Schimmel, Lars Seibel, Matthias Schweitzer, André Kohlstadt und Daniela Weithe. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
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