Bahntrassen zu Radwegen: Ebenerdig von Gevelsberg nach Schwelm radeln und zur Nordbahntrasse aufschließen

Die Baumaßnahmen zu dem auf der ehemaligen Bahnstrecke geplanten Radweg von Schwelm nach Gevelsberg (In den Weiden) sowie die Weiterführung durch den Landesbetrieb Straßenbau.NRW von Gevelsberg „In den Weiden“ bis Gevelsberg-Silschede (Am Hedtstück) stehen kurz vor dem Beginn.

In einem ersten Schritt erfolgte im Januar und Februar 2021 die Rodung auf dem Radwegeabschnitt zwischen Schwelm und Gevelsberg. Diese ist inzwischen weitestgehend abgeschlossen. In Kürze erfolgt die Ausschreibung der Baumaßnahmen, so dass nach derzeitiger Planung das Teilstück zwischen Schwelm und Gevelsberg im Frühjahr 2022 eröffnet werden kann.

Die Länge des Abschnitts zwischen Schwelm und Gevelsberg beträgt ca. 3,2 km, davon 1,45 km auf Gevelsberger und 1,75 km auf Schwelmer Stadtgebiet. Es entsteht ein 3,0 m breiter asphaltierter Radweg mit beidseitigem Bankett von 0,25 m. Die Nutzung von Flächen, die sich nicht im Eigentum der Kommunen befinden, wurde über langfristige Gestattungsverträge mit einem Privateigentümer und der DB AG gesichert. Die Strecke wird einen hohen Fahrkomfort bieten und leicht zu pflegen sein.

Der Radweg verläuft ca. einen Kilometer parallel zu einer in Betrieb befindlichen Bahntrasse. Hier sind besondere Sicherungsmaßnahmen (Stabgitterzaun mit Übersteigschutz) notwendig. Das Durchfahren des ca. 750 m langen Schwelmer Tunnels erfolgt unter dem Linderhauser Höhenrücken. Auf Schwelmer Stadtgebiet wird eine Rampe gebaut, um die Anbindung an die ehemalige Bahntrasse herzustellen.  

„Wenn der Weg fertig ist, wird er mehr sein als die bergfreie und damit bestens zu fahrende Verbindung zwischen zwei Südkreisstädten, denn er steht für alltagsfreundliche und klimataugliche Nahmobilität und den Anschluss an die Nordbahntrasse“, freute sich Bürgermeister Claus Jacobi beim Ortstermin. „Diese Maßnahmen geben der Verkehrswende ein Gesicht“, ist sich Schwelms Bürgermeister Stephan Langhard sicher, der das Projekt auch als „ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten“ lobt.

Bahntrassen machen entspanntes Radeln möglich

Der Landesbetrieb wird den Elbschetalrad zwischen Gevelsberg und Wetter weiter ausbauen. Ab dem Frühjahr ist hier das Sanieren des Viadukts über dem Stefansbachtal und des Tunnels Klostermark sowie weiterer Brücken über den Heller Weg, über die Straße Im Hedtstück und über die Haßlinghauser Straße geplant.

Um den Elbeschetalradweg endgültig fertig zu stellen, sind von Straßen.NRW fünf Bauabschnitte geplant. Am Ende wird dieser Alleenradweg insgesamt 13 Kilometer lang sein.

„Im letzten Jahrzehnt sind im und um den Ennepe-Ruhr-Kreis aus vielen ehemaligen Bahntrassen Radwege geworden. Ihr klarer Pluspunkt sind die trotz unserer Topografie vergleichsweise sanften Steigungen. Sie machen es beispielsweise möglich, vergleichsweise entspannt von Hattingen bis Wuppertal und Schwelm zu radeln“, berichtete Landrat Olaf Schade aus eigener Erfahrung.

Schwelm, den 22. Februar 2021

Treffpunkt Klosterholzstraße: Von dort stiegen die Teilnehmer/innen des Pressegesprächs den schmalen Weg Richtung Viadukt Stefansbachtal hinunter bis auf jenen Grund, der nun für das Radfahren hergerichtet wird. Der Presse Auskunft gaben Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi, Schwelms Bürgermeister Stefan Langhard, EN-Landrat Olaf Schade und Thomas Schablack, Radverkehrsbeauftragter Straßen.NRW (Foto) sowie Björn Remer, Fachbereichsleitung Stadtentwicklung und Umwelt, Gevelsberg, Mithula Wimalathas, Fachbereich Planen und Bauen, Schwelm, Andreas Berg, Pressesprecher Straßen.NRW, und Thomas Schittkowski, Projektleiter Planung Straßen.NRW. Jens Pommerenke führte einen Drohnenflug durch. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
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