Projekt „Jugend stärken im Quartier“ wird fortgesetzt / „COMBO Schwelm“ ist Anlaufstelle für ein Angebot zur Berufsorientierung und Lebensplanung

2015 wurde das quartiersbezogene Projekt „Jugend stärken im Quartier“ in Schwelm auf den Weg gebracht, das nun in die zweite Phase geht. Den Beteiligten geht es um nichts weniger als darum, junge Menschen zur Wiederaufnahme von schulischer und beruflicher Bildung und berufsvorbereitenden Maßnahmen zu bewegen.

Denn für eine nicht kleine Gruppe von jungen Menschen ist es nicht (mehr) selbstverständlich, morgens aufzustehen und die Schule zu besuchen. Aus den unterschiedlichsten Gründen steigen sie aus dem für ihr Alter normalen Alltagsvollzug aus oder gar nicht erst in ihn ein.

Sei es, dass es den Erziehungsberechtigten an Zeit fehlt, sei es, dass es ihnen an Durchsetzungskraft oder Konsequenz mangelt. Und so schwänzen diese Kinder und Jugendlichen den Unterricht, schweifen ziellos durch die Stadt oder geraten, im schlimmsten Fall, auf die schiefe Bahn. Fest steht, dass es den Betroffenen, einmal aus dem Tritt geraten, immer schwerer fällt, wieder in eine Ordnung hineinzufinden, die ihrem Leben Struktur gibt und ihnen damit eine Zukunft in geordneten Bahnen eröffnet, in denen sie ihre Möglichkeiten und Gaben entwickeln und ausschöpfen können.  

Der städtische Fachbereich Familie, Jugend und Soziales und die Arbeiterwohlfahrt stellten jetzt im Familienbüro in der Kurfürstenstraße die Fortführung von „COMBO Schwelm“ vor, eine Anlaufstelle für junge Menschen im Schwelmer Jugendzentrum.

Hier finden Schwelmer Kinder und junge Menschen von 12 bis 26 Jahren, die Probleme in der Schule, im Beruf oder in der Ausbildung haben ein offenes Ohr. Sie erhalten individuelle Beratung  und langfristige Begleitung, um Beeinträchtigungen oder soziale Benachteiligung abzubauen. Auch den Erziehungsberechtigten steht das Team „COMBO Schwelm“ bei allen Fragen rund um Schule und Berufseinstieg zur Seite. Der Name „COMBO“ steht für Coaching, Orientierung, Mobilität, Begeisternd und Offen.

Das Projektteam wird die jungen Menschen in ihrer sozialen und beruflichen Integration aktivieren und stärken. Ziele sind eine langfristige Stabilisierung der Schulbesuche sowie eine Vorbereitung auf die Aufnahme von schulischer/beruflicher Bildung bzw. berufsvorbereitenden Maßnahmen und Arbeit. „Die letzten drei Jahre haben gezeigt, dass wir mit dem Projekt COMBO viele Jugendliche erreichen konnten. Daher sind wir froh, dass wir das Angebot in Kooperation mit der AWO fortführen können“, so Hildegard Peters, Leiterin des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales.

„COMBO Schwelm“ bietet Raum und Zeit für die Themen, die junge Menschen bewegt. Wichtig für Teilnehmer/innen: Es ist kostenfrei, vertraulich und freiwillig.

Über die Gespräche im Büro hinaus werden die Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin Gertrud Osadnik und ihre Kollegin Sabine Meiser auch im Stadtgebiet unterwegs sein, um Jugendliche der Zielgruppe aufzusuchen und sie werden sich weiterhin mit der Schwelmer Schulsozialarbeit und der aufsuchenden Jugendarbeit in Schwelm vernetzen, damit keine Struktur neben der Struktur entsteht, sondern ein homogenes Miteinander.

  • Kontakt über das Büro „COMBO Schwelm“, Märkische Straße 14, 58332 Schwelm, Mobil 0157/58153070.
  • Gera Osadnik, Mobil 0157/58152847, jugend-staerken-schwelm1(at)awo-en.de.
  • Koordinierungsstelle JUGEND STÄRKEN bei der Stadt Schwelm: Yasemin Doganay-Domnik, Familienbüro Kurfürstenstr. 23b, 58332 Schwelm, Tel 02336/801-409, Mobil 0172/2508057, doganay-domnik(at)schwelm.de.

Gefördert wird das Projekt „Jugend stärken im Quartier“ aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds. In der ersten Projektphase konnte man 300 junge Menschen in Schwelm erreichen.

Schwelm, den 30. Juli 2019

Im Familienbüro in der Kürfürstenstraße stellten die Beteiligten von Stadtverwaltung und Arbeiterwohlfahrt jetzt der Presse das Projekt „COMBO Schwelm“ vor. Unser Foto zeigt Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Hildegard Peters, Leiterin des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, Olaf Menke, Leiter des Jugendamtes und Yasemin Doganay-Domnik, Jugendamt / Koordinierungsstelle „Jugend stärken“, sowie Christopher Muschalla und Gertrud Osadnik (beide Arbeiterwohlfahrt) und von der Westfalenpost Bernd Richter. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
Serviceportal