Corona-Krise: 4. Fortschreibung stadtbezogener Informationen

Technische Betriebe Schwelm zu Bestattungen

Um eine weitere Verbreitung des Corona-Virus Covid-19 SARS-2 zu verlangsamen, führen die Technischen Betriebe Schwelm AöR aufgrund der Allgemeinverfügung der Stadt Schwelm vom 17.03.2020 neue Regeln für die Bestattungen auf den städtischen Friedhöfen und die Nutzung der Trauerhallen ein. Die Regelungen sollen die anwesenden Personen bei Beisetzungen vor Ansteckung schützen.

Die Trauerhalle steht ab sofort aufgrund des hohen Ansteckungspotentiales des Corona-Virus für Trauerfeiern nicht mehr zur Verfügung. Jedoch besteht weiterhin die Möglichkeit der Trauerfeier auf dem Kapellenvorplatz unter freiem Himmel. Hierbei ist sicherzustellen, dass während der gesamten Trauerfeier und Beisetzung ein persönlicher Sicherheitsabstand eines jeden Teilnehmers von zwei Metern zum nächsten gewährleistet sein muss.

Entsprechend der Allgemeinverfügung der Stadt wird die Teilnehmerzahl der an Trauerfeiern und Beisetzungen beteiligten Personen auf 15 Personen beschränkt. Um die Registrierung der Kontaktdaten der an der Bestattung beteiligten Personen sicherzustellen, legen die Bestatter entsprechende Listen aus, bei denen die Eintragung aller beteiligten Personen obligatorisch ist.

Diese Regelungen gelten ab sofort und bis auf weiteres.

Veranstaltungsabsagen

Die Stadt weist darauf hin, dass aus gegebenem Anlass keine Zusammenkunft der AG 78 stattfinden wird. Schwelms Wirtschaftsförderer Simon Nowack informiert darüber, dass die von ihm für die nächsten Wochen initiierten Veranstaltungen und Gespräche wie das Business-Breakfast auf der Feuerwache, der 1. Ausbildertalk und die Fokusgespräche City-Lab abgesagt wurden und in Absprache mit den Partnern nachgeholt werden.

Wie Firmen die Corona Krise überstehen können: Wirtschaftsförderung informiert über Angebote für Unternehmen und Selbständige

Die Corona-Krise trifft die heimische Wirtschaft hart, ob Einzelhändler oder mittelständisches Unternehmen, Kneipenwirt oder Handwerker. Die städtische Wirtschaftsförderung hat Tipps, wie Sie mit finanzieller Hilfe diese schwere Zeit überstehen können.

Um Liquiditätsengpässe zu überbrücken, können Unternehmer und Selbständige aus Schwelm Hilfen der KfW- und NRW-Bank in Anspruch nehmen. Sie stellen nach Angaben der Wirtschaftsförderung Betriebsmittelkredite, Liquiditätshilfen und Überbrückungskredite zu günstigen Konditionen und mit Haftungsfreistellungen von bis zu 80 Prozent zur Verfügung.

Die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro Kreditvolumen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Kreditvolumen, auch Großunternehmen) können notwendige Kredite zur Überbrückung in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung absichern, so die Schwelmer Wirtschaftsförderung. Kostenlose Anfragen für ein Finanzierungsvorhaben können über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Sie ermöglichten eine Expressbürgschaft, die innerhalb von 72 Stunden bewilligt werden kann.

Kleine Unternehmen und Existenzgründer haben laut Wirtschaftsförderung die Möglichkeit, ohne Einschaltung ihrer Hausbank aus dem „Mikromezzaninfonds Deutschland“ Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Das führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit. „Mezzaninkapital“ ist nach Angaben der Wirtschaftsförderung eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Das Unternehmen erhält wirtschaftliches Eigenkapital. Der staatliche Kapitalgeber bekomme weder Stimmrechte, noch mische er sich ins Tagesgeschäft ein.

Auch das Finanzamt in Schwelm ist durch den Landesfinanzminister NRW angewiesen worden, bei Steuerstundungsanträgen und Anträgen auf Herabsetzung von Vorauszahlungen bei der Einkommensteuer und Körperschaftsteuer zugunsten der Unternehmer in Schwelm ihren Ermessens- und Entscheidungsspielraum weitgehend auszunutzen. Auch die städtische Kämmerei hat angekündigt Anträge von Schwelmer Firmen zur Gewerbesteuerstundung im Einzelfall wohlwollen zu prüfen.

Der Schwelmer Wirtschaftsförderer Simon Nowack macht zudem auf verschiedene Hotlines für Unternehmer  und die heimische Wirtschaft aufmerksam:

 

-        Die landeseigene Förderbank NRW.BANK berät Unternehmen am Service-Telefon 0211 91741-4800. Die Berater informieren individuell und diskret über die Förderinstrumente des Landes.

-        Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für Fragen zu finanziellen Hilfen: 030 18615-1515.

-        Personalkostenübernahmen - Anlaufstelle der Arbeitsagentur für Kurzarbeitergeld: 0800 45555-20.

-        Sollte wegen des Coronavirus‘ ein Tätigkeitsverbot (z.B. Quarantäne) ausgesprochen werden, können Betriebe eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern beantragen. Zuständig ist der Landschaftsverband Westfalen Lippe: 0251 591-8218; -8411 und -8136

-        Die SIHK hat eine zentrale Krisen-Hotline für Unternehmen geschaltet. Unter 02331 390-333 oder krisenhotline@hagen.ihk.de stehen den Unternehmen SIHK-Experten für die Bereiche Förderhilfen, Fördergelder, Aus- und Weiterbildungsprüfungen, Kurzarbeitergeld und International/Ursprungszeugnisse zur Verfügung. Die Fachleute sind montags bis donnerstags von 8 bis 16:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr zu erreichen.

Sämtliche Informationen der Wirtschaftsförderung hat die Stadt Schwelm auf Ihrer Homepage unter dem Reiter „Wirtschaft“ kompakt zusammengefasst. Der Schwelmer Wirtschaftsförderer Simon Nowack steht den Unternehmen in Schwelm für weitere Fragen unter seiner Dienstnummer 02336 / 801-305 zur Verfügung. 

Schwelm, den 20. März 2020

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